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Mit dem Rad oder zu Fuß: Molberger pilgern nach Bethen

Die Molberger Kirchengemeinde lädt zur Wallfahrt ein, am 31. Juli geht es zu Fuß oder mit dem Rad nach Bethen. Am Patronatstag der Heiligen Anna wird indes das Peheimer Ehrenmal neu eingeweiht.

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Freut sich auf die Pilgerfahrt: Pater Jineesh begleitet die Molberger mit dem Fahrrad nach Bethen. Foto: Hoff

Freut sich auf die Pilgerfahrt: Pater Jineesh begleitet die Molberger mit dem Fahrrad nach Bethen. Foto: Hoff

Die Kapelle in Bethen ist selten leer. Viele Menschen nutzen "die Mutter der sieben Schmerzen", um mit ihrem Anliegen in der Stille allein sein zu können. Bethen ist aber auch von Wallfahrten größerer Gruppen geprägt, so zum Beispiel von Schützenvereinen, Frauengemeinschaften oder Kolpinggruppen. Es schließen sich aber auch Familien, Freunde und Bekannte zusammen, um beispielsweise für einen schwerkranken Angehörigen zu beten. Am Sonntag (31. Juli) machen sich die Molberger wieder auf den Weg nach Bethen zur Basilika – zu Fuß oder mit dem Fahrrad. "Ich hoffe, dass sich möglichst viele Gemeindemitglieder beteiligen und Corona nicht zu einer gewissen Trägheit geführt hat", sagt Pastor Uwe Börner.

Startpunkt der etwa 15 Kilometer langen Strecke ist am Sonntagmorgen die Molberger Kirche, "los geht's um 7 Uhr", berichtet der Seelsorger und ergänzt: "Wir werden für den Fußmarsch etwa 3 Stunden brauchen." Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Weg mit dem Fahrrad zurückzulegen. "In diesem Fall treffen sich die Peheimer um 7.45 Uhr vor der Pfarrkirche St. Anna, sie fahren dann weiter nach Molbergen und sammeln um 8.30 Uhr die Radfahrer dort ein."

Silke Böhm gestaltet seit Jahren die Wallfahrtskerze

Die Fußpilger werden von Pastor Uwe und Pater Rijo begleitet, Pater Jineesh schwingt sich auf seinen Drahtesel und schließt sich den Radpilgern an. Um 10.30 Uhr wird in Bethen dann gemeinsam das Hochamt gefeiert. Vor Ort in der Marien-Basilika wird die Wallfahrtskerze angezündet, die schon seit Jahren liebevoll von Silke Böhm gestaltet wird. Dieses Jahr schmückt ein Marien-Monogramm mit Krone die Kerze. "Ein Bild für die Gottesmutter, die Christus im Himmel gekrönt hat", erklärt der Seelsorger. Die Kerze werde das ganze Jahr in der Kapelle brennen "und jedes Mal, wenn wir vor Ort sind, freuen wir uns, dass die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Molbergen auf diesem Weg anderen Menschen in der Basilika Licht schenkt", sagt Börner.

Der Liturgiekreis hat ein Pilgerheft unter dem Motto "Ein Herz für Gott und ein Herz für den Nächsten" mit Liedern und Texten zusammengestellt, die auf dem Weg in den Wallfahrtsort gesungen und gebetet werden. Unterwegs wartet "während eines Boxen-Stopps", wie es Börner nennt, noch eine Überraschung auf die Pilger: Der Ortsausschuss gibt ein Frühstück mit belegten Brötchen und Kaffee aus. Nach dem Hochamt werden die Gottesdienstbesucher noch vom Deutschen Roten Kreuz Molbergen mit Kartoffelsalat, Würstchen und Koteletts versorgt.

Restauriertes Mahnmal wird am 26. Juli eingeweiht

Für das am 26. Juli (Dienstag) anstehende Patronatsfest der St. Anna in Peheim laufen die Planungen auf Hochtouren. Gefeiert wird um 19 Uhr in der Peheimer Kirche. "In diesem Jahr fällt das Fest aus gegebenen Anlass ein wenig größer aus, denn im Anschluss an den Gottesdienst soll die alte St.-Anna-Kirche, die im Jahr 1962/63 zu einem Ehrenmal/Mahnmal umgebaut und nun aufwendig restauriert wurde im Anschluss der Patronats-Festmesse neu eingeweiht werden", berichtet Börner.

Mit dem Peheimer Wappen in der Hand: Pastor Uwe Börner steht vor dem alten Taufstein, der noch aus der ehemaligen St.-Anna-Kirche stammt. Im Hintergrund sieht man die älteste Darstellung von Mutter Anna aus der Barockzeit. Foto: HoffMit dem Peheimer Wappen in der Hand: Pastor Uwe Börner steht vor dem alten Taufstein, der noch aus der ehemaligen St.-Anna-Kirche stammt. Im Hintergrund sieht man die älteste Darstellung von Mutter Anna aus der Barockzeit. Foto: Hoff

Beim Festgottesdienst, der vom Peheimer Kirchenchor gestaltet wird,  werden auch alle Peheimer Banner-Abordnungen von der Feuerwehr, dem Schützenverein, der Landjugend bis hin zum Kirchenchor, vertreten sein. Nach der Messe ziehen alle Besucher zur alten Kirche, um das renovierte Ehrenmal/Mahnmal neu einzuweihen. "Es soll ein besonders würdiger Rahmen sein, denn die alte Kirche als Ehrenmal ist das Wappenbild des Ortes", betont der Pastor. Die Feuerwehr, der Schützenverein und der Musikverein tragen es auf den Uniformen, zudem ziert es den Briefkopf des Heimatvereins, "es ist das Aushängeschild und Wahrzeichen von Peheim".

Die Nachbarn werden einen festlichen Kranz binden, Fahnen werden von der Kirche bis zum Ehrenmal gesetzt und zum Ausklang soll es einen gemütlichen Abend geben. "Gleichzeitig soll es auch der große Dank sein, für die vielen Menschen, die sich an der Restaurierung des Peheimer Mahnmals beteiligt haben", erklärt Uwe Börner. Sein Wunsch sei es, dass dieser Abend zu einem kleinen Dorffest werde, "für das Herzstück unseres Ortes“.

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