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Miriam Tebben-Fastje koordiniert Kinder- und Jugendhospizarbeit

Die 31-Jährige aus Garrel ist neu im Team des ambulanten Malteser-Hospizdienstes Friesoythe. 8 Ehrenamtliche begleiten Familien aus dem Nordkreis, weitere sind gerne gesehen.

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Neu im Team: Stadtbeauftragter Gerd Dumstorff und Marlen Schmidt, leitende Koordinatorin (rechts) begrüßen Miriam Tebben-Fastje. Foto: Claudia Wimberg

Neu im Team: Stadtbeauftragter Gerd Dumstorff und Marlen Schmidt, leitende Koordinatorin (rechts) begrüßen Miriam Tebben-Fastje. Foto: Claudia Wimberg

Hand in Hand geben sie Hoffnung und stärken die Lebensqualität der ganzen Familie. Teilweise über viele Jahre begleiten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten Malteser Hospizdienstes Kinder und Jugendliche, die an einer unheilbaren und lebensverkürzenden Krankheit leiden. Sie schenken ihren Schützlingen Lebensfreude, sind auch für Eltern und Geschwisterkinder wichtige Bezugspersonen „und keine der Familien möchte ihre Begleiter wieder hergeben“, weiß Marlen Schmidt als leitende Koordinatorin um den wertvollen Beistand.

Nach einer coronabedingten Durststrecke können die Malteser aktuell wieder alle Besuche stattfinden lassen. „Wir fahren raus, wir nehmen auf und haben noch Kapazitäten frei“, informiert Marlen Schmidt über den Stand der Dinge und freut sich gemeinsam mit Stadtbeauftragten Gerd Dumstorff über kompetente Verstärkung: Mit Miriam Tebben-Fastje ist die Koordinatorinnenstelle für die Kinder- und Jugendhospizarbeit wieder besetzt. Die 31-Jährige aus Garrel hat die Nachfolge von Karin Kellermann angetreten und sich bereits in ihre neuen Aufgaben eingearbeitet.

"Das ist der Bereich, in dem ich mich zu Hause fühle.“ Miriam Tebben-Fastje

Miriam Tebben-Fastje ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Fachkraft im Palliativbereich. Über ihre Tätigkeit in der ambulanten Intensivpflege kennt sie sich mit der Hospizarbeit aus. „Das ist der Bereich, in dem ich mich zu Hause fühle“, begründet sie ihre Bewerbung, die vom Malteser-Team als „Glücksfall“ eingestuft wird, da es nicht leicht sei, für solche Positionen Personen zu finden. „Umso schöner ist es für uns, eine versierte und hochmotivierte Kollegin willkommen zu heißen“, sagte Marlen Schmidt.

Miriam Tebben-Fastje hat dafür ein Koordinationsseminar absolviert und sich in Sachen Führungskompetenzen weitergebildet. Der erste Kontakt über Familien, die um Unterstützung bitten, läuft über sie. „Ansonsten gehören natürlich viele bürokratische Pflichten zu meinem Alltag“, berichtet sie über ihre Tätigkeit.

Für die Ehrenamtlichen ist es eine anspruchsvolle Aufgabe

Für die 8 Ehrenamtlichen, die im Nordkreis aktiv eingesetzt sind, ist es „eine anspruchsvolle, aber auch dankbare Aufgabe“, unterstreicht Gerd Dumstorff. Wer Kinder und Jugendliche betreut und vielfach auf komplexe Familiensysteme stößt, wird darauf intensiv vorbereitet und  geschult. „Es geht nicht um eine Sterbebegleitung und unsere Mitarbeiter werden über eine zum Teil sehr lange Zeit zu einer Art Familienmitglied“, fügt Marlen Schmidt hinzu. Halt geben sie vor allem auch Geschwisterkindern und schenkten ihnen die notwendige Aufmerksamkeit durch „Alleinzeit“, die aufgrund des kranken Bruders oder der Schwester häufig zu kurz komme.

Frauen und Männer, die sich eine Mitarbeit bei den Maltesern vorstellen können, sind gerne gesehen. Ein neuer Kursus über das Bildungswerk Friesoythe wird für angehende Hospizbegleiter ab dem 3. September angeboten.

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