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Mirco Spieker gehört jetzt zum Seelsorgeteam von St.-Mariä-Himmelfahrt

Mit 37 Jahren kündigte Spieker seinen Job als Einzelhandelskaufmann in der Industrie. Nun ist er der neue Pastoralreferent in Vechta.

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Pastoralreferent Mirco Spieker. Foto: Bernhardt

Pastoralreferent Mirco Spieker. Foto: Bernhardt

Ein ganz besonderer Sommer für Mirco Spieker (41): Am 31. Juli beendete er seine Ausbildung in der Gemeinde St.-Johannes-Baptist in Bakum. Seit dem 1. August ist er nun als Pastoralreferent Teil des Seelsorgeteams der Gemeinde St.-Mariä-Himmelfahrt in Vechta.

Mit 37 entschied sich Spieker für einen Neustart in seinem Berufsleben und machte den Schritt vom Einzelhandelskaufmann zum Pastoralreferenten. Viele Jahre engagierte sich der 3-fache Familienvater zuvor ehrenamtlich in der Essener Pfarrgemeinde St. Bartholomäus als Lektor und Kommunionhelfer. Nach einer besonderen Messfeier habe ihn Pfarrer Bernhard Seggewiß gefragt, ob er ständiger Diakon werden möchte. "Die Gemeindemitglieder hätten den Pfarrer gefragt, ob ich ein Mitbruder sei, da ich die Lesung so schön vorgetragen hätte", erzählt der Essener. Spieker sagte Ja. Ein neuer Lebensabschnitt begann.

Für den Pastoralreferenten war es wie eine "göttliche Fügung"

Zusammen mit Pfarrer Seggewiß fuhr Spieker zum Institut für Diakonat und pastorale Dienste nach Münster. Dort entschied er sich, seinen Job als Einzelhandelskaufmann in der Verpackungsindustrie an den Nagel zu hängen und – wie er sagt, seiner "Berufung zu folgen". "Ich hatte schon länger über meinen weiteren beruflichen Weg nachgedacht. Diese Gelegenheit war wie eine göttliche Fügung für mich", schwärmt der 41-Jährige. Am 1. August begann er schließlich die 4-jährige Ausbildung.

An dem Beruf als Pastoralreferent gefalle ihm besonders das breite Tätigkeitsfeld. In der Ausbildung habe er bereits viel erlebt. Unter anderem gründete der Familienvater einen Besuchsdienst für Senioren. "Es ist wichtig für diese Menschen, mit jemanden reden zu können. Diese Art von Arbeit ist sehr erfüllend", erzählt er. 

Mit der neuen Stelle jetzt in Vechta gebe es natürlich neue Herausforderungen, sagt der Berufseinsteiger. Er solle nun die Kommunionvorbereitung leiten und in den Beerdigungsdienst eingewiesen werden. "Der Beerdigungsdienst ist eine sehr ehrenvolle Aufgabe, wie ich finde. Es ist etwas sehr Besonderes, jemanden auf seinem letzten Weg begleiten zu dürfen", sagt der 41-Jährige. 

Aus dem Beruf wird eine Berufung

Am meisten Freude bereite ihm aber die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und den Senioren. Das letzte Ausbildungsjahr habe er an der Grundschule Bakum mit der Prüfung zum Religionslehrer verbunden. Das habe ihm viel Spaß gemacht.

Obwohl die Lehrjahre anstrengend gewesen und mit viel Fleiß verbunden seien, bereut der Familienvater den Neuanfang nicht. „Es ist für mich nun kein Beruf mehr, sondern mehr eine Berufung. Die Arbeit bereitet mir unheimlich viel Spaß“. Am besten gefalle ihm, dass er die Kirche mitgestalten und den Glauben vermitteln könne. "Die Arbeit als Seelsorger bedeutet mir viel. Mir ist es wichtig, für die Menschen da zu sein und den Glauben stärken zu können." Der Berufswechsel sei ein großer Schritt gewesen. Nun freue er sich auf die Zukunft mit neuen Begegnungen.

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