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Mindestens 447 Flüchtlinge aus der Ukraine sind bisher im Landkreis Vechta registriert

Marienhain und Turnhalle im Landkreis Vechta werden zu Flüchtlings-Unterkünften. Neuankömmlinge sollen bald zunächst in vier zentralen Aufnahmestellen versorgt werden.

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Symbolbild: dpa

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Der Landkreis Vechta richtet sich auf die Aufnahme weiterer Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ein und setzt dabei künftig auf Massenunterkünfte. Geplant ist, Neuankömmlinge zunächst für wenige Tage zentral in bis zu vier Einrichtungen im Landkreis unterzubringen. Das erklärte Landrat Tobias Gerdesmeyer jetzt gegenüber unserer Redaktion.

Konkret sollen Flüchtlinge im Schwesternwohnheim im Marienhain in Vechta, im Haus Marienstein in Endel bei Visbek, in der Turnhalle am Gymnasium Damme sowie in Teilen des Jugendfreizeitzentrums am Dümmer untergebracht werden, bevor sie in die Städte und Gemeinden im Kreis weiterverteilt werden.

„Wer Menschen hierher holt, für die man keinen Wohnraum organisiert hat, handelt höchst problematisch.“Landrat Tobias Gerdesmeyer

Zugleich rief Gerdesmeyer Neuankömmlinge abermals eindringlich dazu auf, sich so schnell wie möglich bei den Rathäusern zu melden. Bürger des Landkreises bat Gerdesmeyer mit Nachdruck darum, sich mit Kreis und Kommunen in Verbindung zu setzen, bevor sie eigenständig Ukrainer in den Landkreis holen, damit Unterbringung und Registrierung geplant werden können. Zugleich mahnte der Landrat: „Wer Menschen hierher holt, für die man keinen Wohnraum organisiert hat, handelt höchst problematisch.“

Derzeit sind nach Zahlen des Kreises vom Mittwoch mindestens 447 Menschen aus der Ukraine wegen des Krieges in den Landkreis Vechta gekommen. Davon sind 323 weiblich, 124 männlich. Von Dienstag auf Mittwoch gab es 64 Neuankömmlinge. Von den 447 Personen sind 204 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren.

Da die Flüchtlinge bisher kaum zentral durch das Land zugewiesen wurden, sondern selbstständig oder mit privater Hilfe in den Kreis gekommen sind, zeigen sich in der Verteilung auf die Kommunen deutliche Unterschiede: Bakum hat bisher mindestens 48 Personen untergebracht, Damme 40, Dinklage 9, Goldenstedt 21, Holdorf 12.

Weitere Unterkünfte von privat gesucht

In Lohne sind bisher mindestens 42 Flüchtlinge untergekommen, in Neuenkirchen-Vörden 115, in Steinfeld 47, in Vechta 83 und in Visbek 30. Allerdings rechnen Kreis und Kommunen mit einer „Dunkelziffer“, da Ukrainer im Rahmen der Visumsfreiheit auch ohne Anmeldung in Deutschland sein können.

Gerdesmeyer und Averbeck dankten abermals nachdrücklich allen Helfern, die Flüchtlinge transportiert und kurzfristig untergebracht haben. Zugleich riefen sie dazu auf, weitere mögliche Wohnunterkünfte an den Landkreis zu melden.

Dazu gibt es auf der Internetseite www.landkreis-vechta.de ein Portal. Gesucht werden nur noch abgeschlossene Wohneinheiten, also keine einzelnen Zimmer in Häusern und Wohnungen.

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