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Mike Otte führt die Geschäfte im NSGB-Kreisverband Vechta

Die bisherige Geschäftsführerin Manuela Honkomp hat nach dem Ende ihrer Amtszeit als Steinfelds Bürgermeisterin auch diesen Posten abgegeben. Zum Abschied gab es noch einmal viel Lob und Anerkennung.

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Abschied und Neubeginn: (von links) Mike Otte, Tobias Averbeck, Manuela Honkomp, Ansgar Brockmann und Oliver Kamlage. Foto: Timphaus

Abschied und Neubeginn: (von links) Mike Otte, Tobias Averbeck, Manuela Honkomp, Ansgar Brockmann und Oliver Kamlage. Foto: Timphaus

Noch einmal Lob und Dank für Manuela Honkomp: Am Donnerstag hat der Kreisverband Vechta des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) die 58-jährige Steinfelderin als seine Geschäftsführerin verabschiedet. Die Amtszeit als Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde endete am 30. September. Damit ist sie automatisch auch aus dem NSGB-Kreisvorstand ausgeschieden. Ihr Nachfolger ist Dammes Bürgermeister Mike Otte.

Der Vorsitzende des NSGB-Kreisverbandes, Tobias Averbeck, zollte Honkomp während der Versammlung in der Schankwirtschaft Overmeyer große Anerkennung für ihre 8-jährige Tätigkeit als Geschäftsführerin. "Du hast diese Aufgabe in vorbildlicher Art und Weise erfüllt", sagte Bakums Bürgermeister. Als "Mutter der Kompanie" habe sie Anteil daran gehabt, dass sich die Hauptverwaltungsbeamten im Landkreis Vechta stets als Einheit präsentieren.

Averbeck und sein Stellvertreter Ansgar Brockmann schlugen Otte als Nachfolger der Steinfelderin vor – auch weil er Bürgermeister der zweitgrößten Stadt im NSGB-Kreisverband ist. "Wir brauchen die Sichtweise der größeren Kommunen", betonte Averbeck. Das Votum für den 49-Jährigen fiel einmütig aus. Otte dankte für das Vertrauen und kündigte eine kooperative Geschäftsführung an.

Land sendet nach Kritik positive Signale

Neben der Verabschiedung und Neubesetzung des Geschäftsführerpostens beschäftigten sich die Mitglieder nach den Worten Averbecks vor allem mit der großen Herausforderung, die die Aufnahme der Flüchtlinge aus der Ukraine birgt. Ein weiteres Thema war die Energiekrise. "Es gibt keinerlei Planungssicherheiten", konstatierte Bakums Verwaltungschef und forderte baldige Entscheidungen auf Bundesebene. "Es ist dann hoffentlich noch nicht zu spät", sagte er mit Blick auf die sehr prekäre Lage, besonders der Unternehmen. "So eine Situation hatten wir noch nicht."

Averbeck sprach den Streit mit dem Land über die Kostenerstattung für die IT-Administration in den Schulen an. Aus Hannover seien nach öffentlicher Kritik nun positive Signale zu vernehmen. Es seien konstruktive Gespräche geführt worden, bestätigte Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann.

Windkraftplanung soll in kommunaler Hand bleiben

Ebenfalls ein Thema während der Versammlung war die Ausweisung von Flächen für Windkraftanlagen und Freiflächenphotovoltaik. Die Ausweisung von Potenzialflächen für Windenergie soll nach dem Willen des Landes nun über das Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) erfolgen, wodurch die Planungshoheit dem Landkreis obliegt.

"Das ist nicht unbedingt unser Wunsch", sagte Averbeck. Für den NSGB-Kreisverband Vechta seien die Vorteile einer kommunalen Planung vor Ort deutlich stärker zu gewichten – auch weil in jedem Fall Unmut aus der Bevölkerung drohe. Brockmann verwies auf den Landkreis Osnabrück, der die Aufgabe zunächst übernommen, dann aber wieder an die Städte und Gemeinden abgegeben habe.

Auch Oliver Kamlage, Geschäftsführer in der NSGB-Landesgeschäftsstelle in Hannover, sah die Planungen in kommunaler Hand besser aufgehoben. Keinesfalls, so warnte er, dürfe diese Aufgabe auf Landesebene gemanagt werden. 

Städte und Gemeinden permanent im Krisenmodus

Kritik übte Averbeck am Vorgehen bei dem geplanten Abriss von Autobahnbrücken entlang der A1 im Landkreis Vechta. Alle Brücken vom Norden bis nach Osnabrück seien früher oder später dran. Bakums Bürgermeister sprach von "hemdsärmeligen Planungen", die jedoch wichtige Sicherheitsaspekte außer Acht ließen.

Generell stellte Kamlage fest, dass sich die Städte und Gemeinden seit Jahren im permanenten Krisenmodus befinden – ob Flüchtlingskrise, Corona, Ukraine-Krieg oder Energiekrise. Vor allem in der aktuellen Lage habe das Land noch nicht in den Krisenmodus geschaltet, bemängelte er – und kündigte baldige Gespräche der NSGB-Spitze mit dem Innenminister an. Dabei soll es um die Aufstockung der Landesaufnahmestellen, die Finanzierung und Rücksprachen mit dem Bund gehen.

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