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Mehrgenerationenpark: Das stille Örtchen ist für alle zugänglich

In Goldenstedt steht jetzt für alle im Gebäude der Diakonie Himmelsthür eine barrierefrei zugängliche und kostenlose Toilette offen.

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Leicht zu finden: Die öffentliche Toilette bei der Diakonie Himmelsthür ist für alle zugänglich. Ludger Hüsing (Gemeindeverwaltung, von links), Inga Reinking (Wohnbereichsleiterin Diakonie Himmelsthür), Heinrich Niemann (Ratsmitglied), Philipp von Au (Diakonie Himmelsthür), Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Jens Hachmeier (Gemeindeverwaltung) sind froh über das zusätzliche Angebot im Mehrgenerationenpark. Foto: Brinkhus

Leicht zu finden: Die öffentliche Toilette bei der Diakonie Himmelsthür ist für alle zugänglich. Ludger Hüsing (Gemeindeverwaltung, von links), Inga Reinking (Wohnbereichsleiterin Diakonie Himmelsthür), Heinrich Niemann (Ratsmitglied), Philipp von Au (Diakonie Himmelsthür), Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Jens Hachmeier (Gemeindeverwaltung) sind froh über das zusätzliche Angebot im Mehrgenerationenpark. Foto: Brinkhus

Wer tagsüber den Mehrgenerationenpark in Goldenstedt besucht, hat dort nun Zugang zu einer öffentlichen Toilette – die barrierefrei ist. Das WC befindet sich im Gebäude der Diakonie Himmelsthür und ist auch nur von außen zugänglich, wie Bürgermeister Alfred Kuhlmann bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Vertretern der Diakonie Himmelsthür und der Goldenstedter Verwaltung sagte. Die Öffnungszeiten sind von 8 bis 18 Uhr, ergänzte Philipp von Au, Projektleiter bei der Diakonie Himmelsthür. Die Nutzung der Toilette ist kostenfrei. Hinweisschilder im Park machen darauf aufmerksam, wo das WC zu finden ist.

Die FDP-Fraktion hatte 2017 angeregt, eine barrierefreie Toilette im Mehrgenerationenpark einzurichten, betonte Heinrich Niemann, FDP-Fraktionsvorsitzender im Goldenstedter Gemeinderat. Kuhlmann gab zu, dass sich dies seinerzeit schwierig gestaltete. Als Beispiele nannte er möglichen Vandalismus und auch die Reinigung beziehungsweise Instandhaltung, die das Vorhaben sehr kostenintensiv gemacht hätten. Jedoch sei eine vorübergehende Lösung gefunden worden: Besucherinnen und Besucher konnten – und können noch immer – die Toiletten beim nahegelegenen Eiscafé Cortina nutzen.

Diakonie Himmelsthür übernimmt Pflege

Nachdem aber mit der Diakonie Himmelsthür für das Gebäude an der Brunkhorststraße, in dem früher das Alten- und Pflegeheims Haus St. Franziskus untergebracht war, eine Nachfolgelösung gefunden wurde, habe man sich mit den neuen Nachbarn des Mehrgenerationenparks bezüglich einer öffentlichen, barrierefreien Toilette zusammengetan, sagte Kuhlmann. Die Diakonie Himmelsthür stellte prompt die Räumlichkeit und übernahm die Planung sowie die Durchführung. Die Gemeinde Goldenstedt übernahm die Kosten in Höhe von 45.000 Euro.

Für die weitere Instandhaltung habe man vorläufig eine Betriebskostenpauschale mit der Gemeindeverwaltung vereinbart, erläuterte von Au. Die Instandhaltung, wie beispielsweise die Reinigung oder auch das Auf- und Abschließen, übernimmt die Diakonie. In einem halben Jahr wolle man sich noch einmal darüber austauschen, ob das weiterhin so funktioniert, sind sich Kuhlmann und von Au über das weitere Vorgehen einig. Fest steht, dass in Bälde eine Bank als Sitzgelegenheit sowie ein Mülleimer das Angebot ergänzen werden, fügte der Bürgermeister an.

Seit dem 1. Juli leben 25 erwachsene Menschen mit höherem Assistenzbedarf in der Einrichtung an der Brunkhorststraße in Goldenstedt, sagt Oliver Brinkhus, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Diakonie Himmelsthür. Im vergangenen Jahr wurde damit begonnen, die Immobilie entsprechend zu sanieren und umzubauen. Man sei „super toll“ in Goldenstedt angekommen, berichtet er. Die Bewohnerinnen und Bewohner seien vom Zentralgelände in Wildeshausen nach Goldenstedt umgezogen. Ihnen werde damit jetzt ein moderneres Wohnangebot gemacht, erläutert Brinkhus. Die Menschen könnten zentral leben wie auch arbeiten und so besser in die Gesellschaft inkludiert werden.

Tag der offenen Tür soll noch stattfinden

Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten in der hauseigenen Tagesförderstätte, die jedoch strikt vom Wohnbereich getrennt ist. Die Tagesförderstätte, die Bildungs- und Beschäftigungsangebote vorhält, könne auch von Interessierten von außerhalb besucht werden, erklärt Brinkhus. Derzeit seien im Wohnbereich 3 Appartements frei, in der Tagesförderstätte seien 24 von 30 Plätzen belegt.

Es gebe in Goldenstedt eine „tolle Nachbarschaft“, wie beispielsweise mit dem Mehrgenerationenhaus nebenan. Beim Brückenfest im Sommer im Mehrgenerationenpark habe man zudem einen Informationsstand aufgebaut und Fragen beantwortet. Der für Ende August geplante Tag der offenen Türen musste allerdings pandemiebedingt verschoben werden, sagt Oliver Brinkhus. Dieser soll aber nachgeholt werden, womöglich im kommenden Frühjahr. Fest steht aber die offizielle Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen am 1. Oktober.

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