Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Mehr Sicherheit für Radler im Fokus

Auffällig gestaltete Fahrräder sollen auf Gefahren hinweisen. Sie stehen in Vördern in der Nähe der Grund- und Oberschule.

Artikel teilen:
<strong>Für mehr Sicherheit für Radler: </strong>(von links) Klaus-Dieter Gebauer (Fahrradwerkstatt), Tim Detering, Dennis Schulz (Fahrradwerkstatt), Ansgar Brockmann und Harald Kolhosser.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Foto: Schmutte

Für mehr Sicherheit für Radler: (von links) Klaus-Dieter Gebauer (Fahrradwerkstatt), Tim Detering, Dennis Schulz (Fahrradwerkstatt), Ansgar Brockmann und Harald Kolhosser.                            Foto: Schmutte

Sie sind bunt und fallen auf: Mehrere auffällig gestaltete Fahrräder hat die Gemeindeverwaltung von Neuenkirchen-Vörden mit der Fahrradwerkstatt und der örtlichen Polizei jetzt in den Ortsteilen aufgestellt. Damit will sie auf ein alltägliches Problem mit hohem Gefahrenpotenzial aufmerksam machen. Die Reifen der Räder leuchten in einem auffälligen Signalgelb. Außerdem ist an ihnen ein Schild mit der Aufforderung "Licht an!" angebracht.

Von der Verkehrswacht kommt die Anregung zu dieser bundesweiten Aktion, die Tim Detering (Ordnungsamt) aufgegriffen hat. Von den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Fahrradwerkstatt wurden die Fahrräder, bei denen es sich um irreparabelle Spenden von Bürgern handelt, so aufbereitet, dass sie nicht mehr fahrtauglich sind. Die Reifen wurden zunächst weiß grundiert, damit die anschließend aufgetragene gelbe Signalfarbe noch kräftiger leuchtet.

Denn immer noch gehören Kinder und Erwachsene bei Dunkelheit mit unbeleuchteten Fahrrädern in Herbst und Winter zum alltäglichen Bild im Straßenverkehr. Auch wenn ihr Anteil in den letzten Jahren aufgrund der fortschrittlicheren Technik bei der Fahrradbeleuchtung leicht abgenommen hat, ist er noch bedenklich hoch, begründen die Initiatoren die Aktion.

Aktion "Licht an!" sensibilisiert für die Gefahren einer fehlenden Fahrradbeleuchtung

Fahrradfahrer haben keine Knautschzone, im besten Fall einen Helm, der aber nur den Kopf schützt. Bei unfreiwilligen Kontakten zwischen Radlern und Fahrzeugen zieht der Radfahrer immer den Kürzeren. 80 Prozent derartiger Unfälle enden für die Radfahrer mit mehr oder weniger schweren Verletzungen, für 51 von ihnen in Niedersachsen im vergangenen Jahr sogar tödlich, weiß der Ordnungsamt-Mitarbeiter. Das wirkungsvollste Mittel im Kampf gegen Unfälle mit Fahrradfahrern sei deren gute Sichtbarkeit. Eine gute Fahrradbeleuchtung sei daher von elementarer Bedeutung.

Um die Gefahren ins Bewusstsein zu rufen, wurde die Aktion "Licht an!" in der Gemeinde gestartet. In Neuenkirchen sind die auffälligen Fahrräder an der Grund- und Oberschule aufgestellt, in Vörden an der Osnabrücker Straße, auf Höhe der LzO. Bis etwa März sollen sie ihre mahnende Funktion wahrnehmen, "und das nicht nur für Kinder und Jugendliche", so Tim Detering. Für Bürgermeister Ansgar Brockmann ist jeder Unfall, der durch diese Maßnahme vermieden werden könne, ein Gewinn. Sollte die Aktion positiv aufgenommen werden, wird die Zahl der Fahrräder mit den gelben Reifen im nächsten Jahr eventuell erhöht, kündigte Detering an.

Wer ohne oder mit defekter Beleuchtung erwischt wird, muss übrigens mit einem Verwarngeld in Höhe von 20 Euro rechnen, bei der Beteiligung an einem Unfall deutlich mehr.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Mehr Sicherheit für Radler im Fokus - OM online