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Mehr als 5,2 Millionen Euro sollen in die Dammer Innenstadt fließen

Die Mittel stammen aus dem Städtebauförderprogramm "Lebendige Zentren". Das Maßnahmengebiet umfasst ein knapp 11,7 Hektar großes Areal im Dammer Ortszentrum.

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Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Symbolfoto: dpa/Reinhardt

Der Bewilligungsbescheid zur Aufnahme Dammes in das Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ fehlt zwar noch. Das aber ist eine Formalie. Der Ausschuss für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat jetzt empfohlen, wie das Fördergebiet aussehen könnte.

Das Areal umfasst eine knapp 11,7 Hektar große Fläche, welche sich über die Lindenstraße einschließlich der direkt angrenzenden Bebauung, das Rathaus-Grundstück, die Friedhofstraße, die Ost- und Südseite des Kirchplatzes, eines Teils der Donaustraße sowie über die Bahnhofstraße erstreckt. In den nächsten 15 Jahren soll dort daran gearbeitet werden, das Ortszentrum attraktiv zu machen. 

Grundlage dieser Eingrenzung und der Aufnahme in das Förderprogramm ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). In diesem sind auch die Ideen aufgelistet, welche die Dammer Innenstadt lebendiger gestalten sollen.

Der Busbahnhof bekommt eine neue Optik

Unter anderem soll entlang der Lindenstraße der "Dammer Boulevard" entstehen. Dabei sollen Teile des Zentralen Omnibusbahnhofs zu Grünflächen werden. Zudem ist dort eine Fuß- und Radwegachse angedacht, die beiderseitig begrünt ist. Ein neuer Fußwegabschnitt zwischen der Lindenstraße und der Mühlenstraße soll ähnlich eines Parks gestaltet werden; inklusive ist die Offenlegung des Mühlenbachs. Der Bereich um den alten Krankenhauseingang an der Großen Straße soll zu einem zentralen Platz werden. Außerdem sollen Freizeit- und Veranstaltungsflächen bei der Scheune Leiber entstehen.

Stadtplaner Matthias Gunnemann von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) bezifferte das Finanzvolumen auf mehr als 5, 2 Millionen Euro, welche für die nächsten 15 Jahre vorgemerkt seien. Die Kosten für die Umsetzung jeder Idee übernehmen der Bund, das Land und die Stadt zu je einem Drittel.

Entlang der Lindenstraße soll der beabsichtigte Dammer Boulevard“ auch durch eine Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Foto: OevermannEntlang der Lindenstraße soll der beabsichtigte „Dammer Boulevard“ auch durch eine Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Foto: Oevermann

Das Fördergebiet kann nachträglich geändert werden

Vorsichtige Kritik äußerte Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion bezüglich der Eingrenzung des Fördergebietes. So seien weite Teile der Großen Straße, die für ihn "eindeutig zur Innenstadt gehören" bislang nicht berücksichtigt. Gunnemann beruhigte, dass das Fördergebiet in jedem Jahr auch abgeändert werden könne. Die aktuelle Eingrenzung sei gewählt worden, weil es für das Areal Vorschläge gebe. Sollte sich an anderer Stelle eine Idee zur Aufwertung der Innenstadt entwickeln lassen, sei eine Anpassung möglich.

Nach der grundsätzlichen Zustimmung sprach sich das Gremium für die Beauftragung eines Sanierungsträgers aus, welcher die Stadt in den kommenden Jahren unterstützt. Gemäß der Richtlinien des Landes werden die Kosten für einen externen Berater mit maximal 6 Prozent der förderungsfähigen Gesamtkosten übernommen.

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