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Mehr als 120 Biker röhren zum Motorradgottesdienst

Die Fahrer haben am Sonntag teilweise eine weite Anreise in Kauf genommen, um bei dem gemeinsamen Gottesdient von St. Michael und Getrud teilnehmen zu können.

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Geistliche auf 2 Rädern dabei: Pfarrer Michael Kenkel (links) und Pastor Christian Jaeger (St. Michael).   Foto: Steinke

Geistliche auf 2 Rädern dabei: Pfarrer Michael Kenkel (links) und Pastor Christian Jaeger (St. Michael).   Foto: Steinke

Zum 4. Mal hatten die evangelische Kirchengemeinde St. Michael und die katholische St. Gertrud-Gemeinde zu einem Motorradgottesdienst nach Lohne eingeladen, diesmal unter dem Motto "Vielfalt".

Diese Vielfalt zeigte sich zunächst auf dem Hauptparkplatz des Edeka-Centers, wo über 120 Motorräder unterschiedlichster Art angerollt waren. Die weitesten waren bei herrlichstem Spätsommerwetter aus Hagen, Wolfsburg und Bielefeld nach Südoldenburg gekommen.

Nach dem traditionellen gemeinsamen Frühstücksbüfett zelebrierten Pastor Christian Jaeger (St. Michael) und sein katholischer Kollege Michael Kenkel, der am kommenden Sonntag, aus Raesfeld kommend, seine neue Pfarrstelle in Lindern antreten wird, den Wortgottesdienst. Sowohl Jaeger als auch der gebürtige Dinklager Kenkel sind begeisterte Motorradfahrer. So nahm es nicht wunder, dass sie an der späteren Ausfahrt aktiv beteiligt waren, Kenkel auf seiner roten BMW, Jaeger mit seinem geschätzten Roller.

Foto: Steinke
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"28zweiundvierzig" begleitete die Gruppe musikalisch

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen Verse aus dem Propheten Jesaja. In der Predigt Kenkels klang durch, dass die tröstlichen Jesajaworte durchaus für die Zweiradfahrer Bedeutung haben: "Dort, wo ich ausgetrocknet bin wie die jesajaische Wüste, flüchte ich mich auf mein Motorrad, wo ich wieder zu mir und zu meinem Gott finde." Und wenn der Lahme im Alten Testament schließlich wieder wie ein Hirsch springt – so Kenkel – "flitzt er heute eher wie eine Suzuki". Es werden die Sinne geschärft, die Blicke geweitet auch für die Vielfalt der Menschen um uns herum, von denen jeder etwas Besonderes ist, wo jeder, der nicht mehr weiter weiß, auf Gottes Hilfe rechnen kann.

Musikalisch begleitete die Gruppe "28zweiundvierzig" den Gottesdienst, unterstützt durch Melanie Völker, die für die erkrankte Leadsängerin eingesprungen war. Etwas in Stress geriet Gitarrist Gerd Tönjes. Mit seiner BMW CS 1200 war er als Frontfahrer für die Strecke durch den Kreis Vechta ausersehen worden. Er und seine Kollegen als "Blocker" wie die Vorfahrer, die das Tempo angeben, genannt werden, machten einen perfekten Job. Am Ende erreichten alle auch zur Freude des organisatorischen Einsatzleiters Thomas Blauth nach 80 Kilometern Fahrt wohlbehalten den Zielort, das Stadion von Amasyaspor am Lohner Bergweg. Die Teilnehmer waren begleitet von der Motorradpolizei diszipliniert gefahren und der einsatzbereite Malteser Hilfsdienst blieb somit arbeitslos.

Die Fahrer waren des Lobes voll ob der schönen Strecke und des besonderen Erlebnisses. Bereits kurz nach der Abfahrt musste der Nordlohner Kreisel umfahren werden. Dort begegneten sich die 120 Biker und Bikerinnen im Gegenverkehr, ein nicht alltägliches Highlight bei einer Ausfahrt. Bei Kaffee und Kuchen wurde am Ende nicht nur geschwärmt, sondern auch das Ergebnis der Gottesdienstkollekte verkündet. Christian Jaeger freute sich über die "stolze Summe von 940 Euro", die in diesem Jahr der Flutopferhilfe an der Ahr zugutekommt.

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