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Matthias Hölzen soll neuer Gemeindebrandmeister in Holdorf werden

Als Stellvertreter ist Jens Wobbeler vorgesehen. Zudem beschlossen die Mitglieder des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses die BMX-Bahn in Handorf-Langenberg zu beleuchten.

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Treten als Team an:  Jens Wobbeler (links) und Matthias Hölzen. Foto: A. Hölzen

Treten als Team an:  Jens Wobbeler (links) und Matthias Hölzen. Foto: A. Hölzen

Der erste Schritt zur Ernennung eines neuen Gemeindebrandmeisters und seines Stellvertreters ist gemacht. Darüber hinaus wird die BMX-Bahn in Handorf-Langenberg vernünftig ausgeleuchtet. Diese beiden Entscheidungen fällten die Mitglieder des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses der Gemeinde Holdorf einstimmig in ihrer jetzt abgehaltenen Sitzung. 45 Minuten dauerte die Veranstaltung im Rathaus. Die Tagesordnung umfasste acht Punkte.

Matthias Hölzen und Jens Wobbeler wollen als Team fungieren. Läuft alles glatt, werden sie für die nächsten sechs Jahre zum Gemeindebrandmeister und stellvertretenden Gemeindebrandmeister ernannt. Sie treten damit die Nachfolge von Norbert Nobbe und Klaus Meyer an, die diese Ämter in den vergangenen 18 Jahren ausgeübt haben. Die Entscheidung, Hölzen und Wobbeler zu nominieren, fiel Ende Januar im Gemeindeführungskommando. Der amtierende Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe wollte nicht mehr antreten, da er meint: „Es muss frisches Blut ran – mit neuen Ideen und Gedanken.“ Für seinen Nachfolger Matthias Hölzen findet er ausschließlich positive Worte und lobt dessen Fachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit.

Matthias Hölzen und Jens Wobbeler sollen das neue Führungsduo bilden

Matthias Hölzen ist seit seinem 16. Lebensjahr bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert – zuerst in Lohne und nun seit vier Jahren in Holdorf. Der 38-Jährige ist zudem seit 15 Jahren bei der Berufsfeuerwehr. In Oldenburg kümmert er sich vor allem um die Grundausbildung von Feuerwehrleuten. Der gebürtige Lohner fühlt sich wohl in Holdorf. „Vom ersten Tag an wurde ich hier gut aufgenommen und integriert.“ Als er gefragt wurde, ob er das Amt ausüben wolle, nahm sich Matthias Hölzen etwas Bedenkzeit, um die Thematik mit seiner Familie zu besprechen. „Als Gemeindebrandmeister muss man präsent sein“, meint Hölzen – und das erfordere Zeit. Ohne die Zustimmung und Unterstützung der Familie könne man eine solche Aufgabe nicht übernehmen. Der Grandorfer bekam das Okay und sieht seine Wahl als „besonderen Vertrauensbeweis“: „Das ist ein Ansporn für mich – ein positiver Schub.“ Jens Wobbeler ist und bleibt zusätzlich stellvertretender Ortsbrandmeister in Fladderlohausen und ist seit 1995 bei der Berufsfeuerwehr tätig. Zuerst in Wuppertal und seit 2000 in Osnabrück.

"Agenda 2 5 10" beinhaltet klare Vorstellungen für die weitere Entwicklung der Gemeindefeuerwehren 

Das neue Führungsduo hat klare Vorstellungen davon, in welche Richtung sich die Gemeindefeuerwehren entwickeln sollen. Seinem Programm hat es den Namen „Agenda 2 5 10“ gegeben. Darin spiegeln sich die kurz- (2 Jahre), die mittel- (5 Jahre) und die langfristigen Ziele (10 Jahre) wider. Ganz wichtig werde die noch engere Verzahnung der Wehren aus Holdorf und Fladderlohausen sein. Es solle ein „Wir zusammen für Holdorf“ werden. Dazu könnte auch ein gemeinsames Logo für beide Wehren gehören. Es gehe darum, die Identität als eine Gemeindefeuerwehr noch stärker zu verankern. Beide Wehren hätten unterschiedliche Einsatzschwerpunkte, berichtet Jens Wobbeler, das solle auch so bleiben. 

Die BMX-Bahn in Handorf-Langenberg soll eine Beleuchtung bekommen. Foto: HeinzelDie BMX-Bahn in Handorf-Langenberg soll eine Beleuchtung bekommen. Foto: Heinzel

„Generell ist die Feuerwehr deutschlandweit auf dem Weg, sich zu verändern“, meint Matthias Hölzen. Gerade im Ausbildungsbereich würde die „Handlungsorientierung in den Vordergrund rücken“. Auch darauf gelte es Antworten zu geben. Ganz wichtig ist den beiden, alle Kameraden mitzunehmen. Dies solle über eine „offene, kameradschaftliche und transparente Kommunikation“ geschehen.  Die beiden Ortsbrandmeister stünden hinter den konzeptionellen Überlegungen und Planungen. Auch Norbert Nobbe hält das Konzept für „schlüssig“.

Noch sind Matthias Hölzen und Jens Wobbeler nicht im Amt. Laut Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug liege die Zustimmung des Kreisbrandmeisters bereits vor. Allerdings stehe noch die Entscheidung des Verwaltungsausschusses am 15. Februar aus, bevor der Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Februar den endgültigen Beschluss fassen kann. Die Amtszeit von Norbert Nobbe und Klaus Meyer läuft am 24. Februar ab.

Neben dieser Personalentscheidung fasste der Ausschuss noch den Beschluss, die BMX-Bahn in Handorf-Langenberg vernünftig auszuleuchten. Die Dorfgemeinschaft hatte im Dezember einen entsprechenden Antrag gestellt und damit begründet, „dass der Drogenkonsum auf der BMX-Bahn zunimmt“. Auch der Vandalismus nehme „immer größer werdende Ausmaße an“. Diese Umstände trug die Vereinsvorsitzende Annelie Lausch in der Ausschusssitzung erneut vor. Sie sagte zusammenfassend: „Wir versprechen uns durch die Beleuchtung eine unheimliche Verbesserung.“

Dabei regte sie gleichzeitig die Installation von Kameras an. Letztere Anregung wurde zwar diskutiert, aber letztlich nicht aufgegriffen. Es würden nun durch die Verwaltung Angebote eingeholt, dann entscheide der Verwaltungsausschuss über die Beleuchtung der BMX-Bahn. 

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