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Maskenverweigerer macht Ärger vor Gericht

Der Cloppenburger (37) ist im November bei einer Demo gegen Corona-Maßnahmen negativ aufgefallen und deshalb bereits verurteilt worden. Die Berufungsverhandlung lief jetzt aus dem Ruder.

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Der Maskenverweigerer war am Rand der Demo auf dem Cloppenburger Marktplatz aufgefallen. Archivfoto: Hermes

Der Maskenverweigerer war am Rand der Demo auf dem Cloppenburger Marktplatz aufgefallen. Archivfoto: Hermes

Tumultartige Szenen im Oldenburger Landgericht: Die Polizei musste am Freitag den Angeklagten – ein renitenter Maskenverweigerer aus Cloppenburg – aus dem Sitzungssaal und dem Landgerichts-Gebäude entfernen lassen.

Der 37-Jährige sollte sich in dem Verfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte verantworten. Denn: Er hatte im November vorigen Jahres am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auf dem Cloppenburger Marktplatz das Tragen einer Maske verweigert und sich gegen eine Polizeiaktion mit Gewalt gewehrt.

Masken sind für den 37-Jährigen Folterinstrumente

Sein Verhalten hat der Angeklagte seit dem Tattag nicht geändert. Er tobte und schrie vor Prozessbeginn. Dem waren zudem endlose Diskussionen mit den Wachtmeistern vorausgegangen. Denn natürlich wollte der 37-Jährige das Landgerichts-Gebäude ohne Maske betreten. Dort aber gilt eine Maskenpflicht. Schließlich hielt sich der Cloppenburg die Maske vor das Gesicht – und durfte passieren.

Doch dann ging es erst richtig los. Zunächst steckte der Angeklagte den ungeliebten Corona-Schutz wieder in seine Tasche, brachte hingegen seine Foto- und Videokamera in Stellung. Er müsse alles dokumentieren, meinte er. Das aber ist verboten.

Den Mann interessierte all das nicht. Eine Maske trage er sowieso nicht – aus gesundheitlichen Gründen. Das sei Folter, rief der 37-Jährige. Auf der Anklagebank wollte er nicht Platz nehmen, sondern im Zuschauerraum sitzen bleiben. Er sei kein Beschuldigter, sondern ein Gläubiger.

Schließlich rief die Richterin die Polizei

Der Vorsitzenden Richterin reichte das. Sie ließ die Polizei rufen. Zunächst nahmen die Beamten dem Angeklagten seine Foto- und Videokamera weg. Wieder wurde diskutiert – in diesem Fall über die Rechtsmäßigkeit dieser Maßnahmen. Auf Anordnung der Vorsitzenden verfrachteten die Beamten den 37-Jährigen nun mit leichtem Körpereinsatz auf die Anklagebank. Doch es nutzte nichts. Der Mann gab keine Ruhe, störte das Verfahren, fiel der Vorsitzenden ständig ins Wort.

Die Richterin ließ den Angeklagten dann von der Polizei aus dem Sitzungssaal und dem Landgerichts-Gebäude entfernen. Ohne den Cloppenburger wurde die Sitzung fortgesetzt. Am Ende wurde der 37-Jährige zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro und einem Ordnungsgeld von 100 Euro verurteilt. Damit bestätigte die Berufungskammer ein früheres Urteil des Cloppenburger Amtsgerichtes.

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