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Martin Backhaus will Fahrgemeinschaften zwischen Garrel und Oldenburg fördern

Eine Busanbindung von Garrel nach Oldenburg gibt es nicht. Berufspendler müssen aufs Auto zurückgreifen. Fahrgemeinschaften sind eher selten. Das soll sich nun ändern.

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Für die Umwelt: Fahrgemeinschaften sind gut fürs Klima und schonen den Geldbeutel. Symbolbild: David Ebener/dpa

Für die Umwelt: Fahrgemeinschaften sind gut fürs Klima und schonen den Geldbeutel. Symbolbild: David Ebener/dpa

Martin Backhaus ist genervt. Seit zwei Jahren arbeitet der Garreler in Oldenburg, fährt mangels Alternative die Strecke jeden Tag mit dem Auto. Allein. Auf Facebook macht er seinem Ärger Luft. Dort schreibt er: "Heute Morgen habe ich für die Fahrt 52 Minuten gebraucht. Das lag weder am Glatteis noch am Nebel. Es war einfach überall voll." Zudem kritisiert er, dass fast in allen Fahrzeugen nur eine Person sitzt. "Das ist suboptimal." Das Problem: Es gibt keine Busverbindung von Garrel nach Oldenburg. Daher schlägt Backhaus vor, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Die Idee sei nicht neu, aber es fehle eine lokale und vor allem übersichtliche Plattform, auf der man sich schnell und unkompliziert vernetzen könne. "Es gibt bestimmt genug Berufspendler, die etwa zu den gleichen Zeiten nach Oldenburg und zurück nach Garrel fahren. In Oldenburg selbst funktioniert der städtische Busverkehr sehr gut, sodass man problemlos zu individuellen Zielen weiterfahren könnte", berichtet Backhaus im Gespräch mit OM Online. Sicherlich gebe es auch zahlreiche Berufseinsteiger oder Auszubildende, die noch keinen Führerschein oder ein eigenes Auto besitzen, die dadurch einfacher an eine Mitfahrgelegenheit kommen könnten.

Backhaus bietet sich an, mögliche Fahrgemeinschaften zu koordinieren

Die Vorteile lägen klar auf der Hand. "Nicht nur, dass man Geld spart, auch der Klimaschutz spielt eine große Rolle." Backhaus sei sich durchaus bewusst, dass es für viele immer noch bequemer sei, einfach ins Auto zu steigen und sich zeitlich nach niemandem richten zu müssen. Aber mittlerweile finde bei den Menschen ein Umdenken statt, "auch hier auf dem Land". Das unterstreichen auch die Ergebnisse, die aus dem in dieser Woche veröffentlichten Energiewendebarometer der staatlichen Förderbank KfW hervorgehen. Demnach nutzen 43 Prozent der Haushalte in Niedersachsen jeden Tag das Auto. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 34 Prozent. Auch bei der Anzahl der Autos je Haushalt steht Niedersachsen mit 1,3 Fahrzeugen über dem Bundesdurchschnitt (1,1). Zugleich können sich 66 Prozent der Befragten vorstellen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, allerdings müssten dafür die Bedingungen stimmen.

Diese will Backhaus nun schaffen, er bietet an, mögliche Fahrgemeinschaften zu koordinieren. "Wer mag, kann mir gern eine E-Mail (m-back@gmx.de) mit seinen gewöhnlichen Fahrzeiten sowie Start und Ziel mitteilen." Eventuell ergebe sich daraus auch ein Bedarf, der die Notwendigkeit einer Busanbindung zumindest bis nach Wardenburg nochmals hervorhebe. 

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