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"Markt der Möglichkeiten" in Vechta: Weiterbildung als erster Schritt in den Beruf

Der "Arbeitskreis Arbeit" des Migrationsnetzwerks hatte den "Markt der Möglichkeiten" in der Justus-von-Liebig-Schule organisiert. Er war vor allem für Frauen mit Migrationshintergrund ausgelegt.

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Erster Kontakt in lockerer Atmosphäre: In der Pausenhalle der Justus-von-Liebig-Schule stellten sich Anbieter von Weiterbildungen und Unternehmen den interessierten Frauen vor, für die die Aktion organisiert worden war. Foto: Jobcenter Vechta

Erster Kontakt in lockerer Atmosphäre: In der Pausenhalle der Justus-von-Liebig-Schule stellten sich Anbieter von Weiterbildungen und Unternehmen den interessierten Frauen vor, für die die Aktion organisiert worden war. Foto: Jobcenter Vechta

Sie werden gesucht: Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Vechta in vielen Bereichen begehrt. Doch gleichzeitig gibt es zahlreiche Menschen – insbesondere Frauen –, die arbeiten wollen, aber aufgrund verschiedener Umstände das Thema Weiterbildung bislang nicht realisieren konnten. Der "Arbeitskreis Arbeit" aus dem Migrationsnetzwerk im Landkreis Vechta hat daher kürzlich in der Pausenhalle der Justus-von-Liebig-Schule einen "Markt der Möglichkeiten" speziell für Frauen mit Migrationshintergrund angeboten.

Der sogenannte "Arbeitskreis Arbeit" setzt sich laut Mitteilung der Agentur für Arbeit aus Organisationen zusammen, die im Kontext "Integration in den Arbeitsmarkt" im Landkreis Vechta verantwortlich sind. Neben der Agentur für Arbeit sind dort die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer, das Jobcenter, die Kreishandwerkerschaft, der Landkreis Vechta, die Landwirtschaftskammer und der Verein "Perspektive: Pflege!" vertreten.

Rund 60 Interessierte konnten sich demnach in lockerer Atmosphäre einen Überblick über die Weiterbildungsmöglichkeiten verschaffen und mit Anbietern ins Gespräch kommen. Auch einige Unternehmen waren vertreten, die Ausbildungs- aber auch Arbeitsplätze im Angebot hatten. Die Beratungsfachkräfte der beteiligten Organisationen – wie der der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und der Kammern – standen bereit, um sowohl die Frauen als auch die Unternehmen über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Hoch war die Nachfrage im Bereich der Hauswirtschaft

Tina Heliosch, Leiterin der Agentur für Arbeit, zeigte sich während der Veranstaltung zufrieden. "Wir wollten ein besonderes Angebot für Frauen mit Migrationshintergrund schaffen. Eine abgeschlossene Ausbildung oder Weiterbildung verbessert die Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten. Hier können sich die Frauen einen guten Überblick verschaffen." Carolin Idasiak, Teamleiterin im Jobcenter, fügte hinzu: "Wenn die Sprachvoraussetzungen vorliegen, ist eine Aus- oder Weiterbildung eine wichtige Grundlage für den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben. Weiterbildungsangebote in Teilzeit erleichtern dies für Frauen mit Kindern."

Lena Fuchs, Geschäftsführerin von pro vita, einem ambulanten Pflegedienst aus Vechta, hat den Marktplatz genutzt: "Besonders hoch war die Nachfrage im Bereich Hauswirtschaft. Ich habe großes Interesse in den Gesprächen wahrgenommen." Sie glaubt, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Gespräche zustande gekommen sind, die sonst nicht stattgefunden hätten.

Auch Ulrich Kohl, Wohnbereichsleitung Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Sonnenhof aus Langförden-Deindrup, freute sich über das das interessante Angebot. Insgesamt sei der Marktplatz als gute Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gesehen worden. Die Weiterbildungseinrichtungen signalisierten viele gute Beratungsgespräche und auch die Besucherinnen freuten sich über das Angebot.

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