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Markhauser Kindergarten wurde vor 50 Jahren als "Schmuckstück der Gemeinde" eingeweiht

Die St.-Johannes-Kita möchte ihren runden Geburtstag am 4. September mit vielen Gästen und einem bunten Programm feiern. Ebenfalls am 4. September wurde die Einrichtung 1972 eröffnet.

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Zeitreise: Erzieherin Gabi Raker vor den fertigen Foto-Stellwänden. Seit 1990 hat sie vieles miterlebt, in wenigen Wochen verabschiedet sie sich in den Ruhestand. Foto: Wimberg

Zeitreise: Erzieherin Gabi Raker vor den fertigen Foto-Stellwänden. Seit 1990 hat sie vieles miterlebt, in wenigen Wochen verabschiedet sie sich in den Ruhestand. Foto: Wimberg

Das Wörterspiel machte Spaß: „Was reimt sich auf Gabi?“ Die Kleinen mussten nicht lange überlegen und amüsierten sich prächtig: „Kohlrabi.“ Richtig, und seitdem „hieß ich dann Gabi Kohlrabi“, erinnert sich Gabi Raker lachend an ihren vor Jahrzehnten verliehenen Spitznamen, während sie durch die Fotos von damals blättert. Kinder schauen einer Seniorin beim Spinnen zu, bauen Drachen, backen Plätzchen, bekommen Besuch vom Pastor oder wandern zur Feuerwehr oder zum Bauernhof. „Was haben wir alles schon gemacht“, kommentiert die Erzieherin die Zeitreise, die am Sonntag (4. September) mit einem Jubiläum verbunden ist: Der St.-Johannes-Kindergarten Markhausen feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm.

Ebenfalls am 4. September wurde die Einrichtung unter der Leiterin Josefa Stammermann „als Schmuckstück der Gemeinde“ eingeweiht und war zum Auftakt 1972 schon fast wieder zu klein. „Wir haben viel zu viele Anmeldungen“, wird der damalige Pfarrer Bokern in einem MT-Artikel zitiert. Somit konnten im Neubau, in den rund 440.000 Mark investiert wurden, zunächst nur Schulanfänger der Jahrgänge 1966/67 aufgenommen werden.

Längst vergangene Zeiten: Die Kinder erleben, wie man am Spinnrad arbeitet, und dürfen dabei auch mithelfen. Foto: Archiv KindergartenLängst vergangene Zeiten: Die Kinder erleben, wie man am Spinnrad arbeitet, und dürfen dabei auch mithelfen. Foto: Archiv Kindergarten

Heute werden gleich gegenüber der Grundschule 77 Mädchen und Jungen betreut, gefördert und gefordert und seit 2013 gehören zu ihnen auch Kinder unter 3 Jahren, die die Krippe besuchen. Darüber hinaus gibt es eine Integrations- und eine Ganztagsgruppe und seit 2003 kann die Einrichtung auf die Unterstützung des Fördervereins zählen. Das 16-köpfige Team steht seit 2001 unter der Leitung von Karin Hillen, die Gabi Raker mit ihren Kolleginnen am 1. Oktober in den Ruhestand verabschiedet.

40 Jahre war sie leidenschaftlich für und mit Kindern unterwegs. „Sie werden mir auf jeden Fall fehlen, aber ich freue mich auch auf die Zeit danach“, berichtet die 62-Jährige über „einige Projekte“, die sie im neuen Lebensabschnitt anstrebt und intensivieren möchte. Die gebürtige Oldenburgerin lebt seit 1987 in Markhausen und arbeitet seit 1990 in der Kita.

In der Weihnachtsbäckerei: Der Besuch beim Bäcker war nicht nur spannend, sondern auch lecker. Archivfoto: KindergartenIn der Weihnachtsbäckerei: Der Besuch beim Bäcker war nicht nur spannend, sondern auch lecker. Archivfoto: Kindergarten

Und dort dreht sich zurzeit alles um die Feier zum runden Geburtstag, der um 14 Uhr mit einer Messe in der Kirche startet. Bis 17.30 Uhr schließen sich Spiel und Spaß auf dem Gelände des Kindergartens an. Die kleinen Gastgeber und Besucher können basteln und gestalten, sich auf Trampolin und Hüpfburg austoben und mit der Feuerwehr durch den Ort touren.

Vorschulkinder präsentieren mit Heidi Schwantje von der Kreismusikschule ihr Können, und natürlich ist auch die Markhauser Einradgruppe mit von der Partie. Die großen Gäste erhalten die Möglichkeit, an den Stellwänden in Erinnerungen zu schwelgen, die mit Fotos der letzten 5 Jahrzehnte bestückt sind. Kulinarisch ist das Kitateam ebenfalls bestens vorbereitet.

Die Liste der Eltern, die Kuchen in allen Varianten und Geschmacksrichtungen zaubern, ist lang, die Messdiener brutzeln Pommes und Bratwurst und der „Einsatzplan“ für die Mitarbeiterinnen hängt bereits aus. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist somit alles erledigt „und das Jubiläumsfest kann kommen“.

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