Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Marius Wempe freut sich aufs Studium

Marius Wempe erfüllt sich seinen Traum: Der 21-Jährige aus Rechterfeld geht zur Bundespolizei. Der Allrounder ist sportlich, kirchlich und musikalisch aktiv.

Artikel teilen:
Mit Fußball und Klarinette: Marius Wempe ist Torwart bei Arminia Rechterfeld und spielt im Musikverein Rechterfeld. Foto: Klöker

Mit Fußball und Klarinette: Marius Wempe ist Torwart bei Arminia Rechterfeld und spielt im Musikverein Rechterfeld. Foto: Klöker

Polizist zu werden, gehörte für Marius Wempe, den wir in der Serie „Mensch der Woche“ vorstellen, schon immer zu den Traumberufen. Und jetzt macht der Rechterfelder sich diesen Traum wahr: Denn im September beginnt der 21-Jährige ein duales Studium bei der Bundespolizei. Nach dem Erwerb des erweiterten Sekundarabschlusses I absolvierte Marius Wempe eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bei der Firma Feldhaus & Hitz in Rechterfeld, die er 2019 abschloss. „Die Ausbildung hat Spaß gemacht. Ich hatte einen sehr guten Lehrbetrieb, den ich jedem weiterempfehlen würde.“

Im September beginnt das dreijährige duale Studium

Nach der Ausbildung besuchte der Rechterfelder im vergangenen Schuljahr die Adolf-Kolping-Schule Lohne. Dort absolvierte er die Fachoberschule Technik und erwarb die Fachhochschulreife. Neben Englisch, Deutsch und Mathematik standen auch Programmieren, Informatik, Elektronik und Physik auf dem Plan.  Ob als Kind oder während der Schulzeit: Den Gedanken, Polizist zu werden, hatte Marius Wempe schon lange. Gegen Ende seiner Ausbildung im April 2019 griff er diesen Gedanken wieder auf, bewarb sich bei der Bundespolizei und durchlief das Auswahlverfahren erfolgreich. Im September beginnt er nun das dreijährige duale Studium, das unter anderem in Walsrode, Brühl und Lübeck vonstatten geht.

Diverse Praktika stehen an

Zwischendurch stehen diverse Praktika auf dem Plan, unter anderem bei der Bahnpolizei, an der Grenze oder am Flughafen. Wo genau die Praktika sein werden, weiß der 21-Jährige, der eine bundesweite Versetzungsbereitschaft mitbringen muss, noch nicht.  Ob Bereitschaftspolizei, Küstenwache, Spezialeinheiten oder die Tätigkeit als Hubschrauberpilot: Marius Wempe reizt die sehr hohe Vielfältigkeit an Aufgabenbereichen bei der Bundespolizei: Zudem freut er sich darauf, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Grundrechte zu schützen.

"Vor allem die technischen Bereiche könnten für mich interessant sein."Marius Wempe

Am Ende der Ausbildung steht die Diplomarbeit an. Wenn alles gut geht, ist Marius Wempe nach den drei Jahren Polizeivollzugsbeamter der Bundespolizei im gehobenen Dienst. Nach dem dualen Studium wird Marius Wempe sich in einem Bereich spezialisieren. „Vor allem die technischen Bereiche wie die Ausbildung zum Fluggerätemechaniker könnten für mich sehr interessant sein“, vermutet er, freut sich jetzt aber erstmal darauf, alles kennenzulernen und sich ein Bild zu machen.

In Vereinen vielfältig aktiv

Marius Wempe ist auch in Rechterfelder Vereinen und Institutionen vielfältig engagiert und möchte das auch während des Studiums so wie es möglich ist bleiben.  Seit 2009 ist der 21-Jährige musikalisch aktiv und gehört dem Musikverein Rechterfeld an. Regelmäßig an Übungsabenden nimmt er seit 2011 teil. „Damals hat der Verein sich in der Grundschule vorgestellt, das hat bei mir das Interesse geweckt. Über die Bläserklasse bin ich dann in den Verein gekommen“, erinnert er sich. Seit Anbeginn spielt er Klarinette. „Ich habe mehrere Instrumente ausprobiert, bei der Klarinette aber sofort die passenden Töne herausbekommen“, berichtet er lächelnd und ergänzt: „Mit der Klarinette kann man alles spielen: Polkas, Filmmusiken, Ouvertüren und Märsche, die mir besonders gefallen.“

"Das gemeinsame Musizieren macht Freude."Marius Wempe

Marius Wempe ist gerne im Musikverein aktiv: „Wir haben ein gutes Miteinander, ich habe dort viele Freunde gefunden. Das gemeinsame Musizieren macht Freude. Zudem ist es ein schönes Gefühl, wenn zum Beispiel ein Konzert gut gelaufen ist und man seinen Teil zum großen Ganzen beitragen konnte.“

Mit Klarinette: Marius Wempe gehört dem Musikverein Rechterfeld an. Foto: KlökerMit Klarinette: Marius Wempe gehört dem Musikverein Rechterfeld an. Foto: Klöker

Als wegen Corona keine Übungsabende stattfinden konnten, spielten Mitglieder des Musikvereins des Öfteren vor einem Visbeker Pflegeheim. „Das hat dazu beigetragen, die Kenntnisse zu erhalten, die Kameradschaft zu pflegen und wir konnten den Bewohnern Freude bereiten“, erläutert Marius Wempe. Mittlerweile laufen die Proben allerdings wieder und das Orchester bereitet sich auf das Konzert vor, das am 16. August (Sonntag) im Außenbereich des Schützenhofes in Rechterfeld stattfindet.

Christlicher Glaube spielt wichtige Rolle

Seit elf Jahren ist Marius Wempe zudem Messdiener in St. Antonius Rechterfeld. „Ich gehöre schon zu den alten Hasen“, merkt er augenzwinkernd an. Der 21-Jährige fungiert als Anführer und bildete auch schon Messdiener aus. „Der Dienst am Altar macht mir Spaß und ich kann meinen christlichen Glauben pflegen, der für mich eine wichtige Rolle spielt“, schildert der Rechterfelder. Und weiter: „Ich bin froh, mit dem Glauben aufgewachsen zu sein. Er wirkt beruhigend. Meine Mutter und Großmutter sagten und sagen häufig 'Us Herrgott regelt dat schon', damit kann ich etwas anfangen.“

Die Ball sicher in der Hand: Marius Wempe ist Torwart bei Arminia Rechterfeld. Foto: KlökerDie Ball sicher in der Hand: Marius Wempe ist Torwart bei Arminia Rechterfeld. Foto: Klöker

Auch fußballerisch ist der Anhänger von Bayern München aktiv. So hütet er, nachdem er in der Jugend auch fünf Jahre für den Nachbarverein RW Visbek spielte, seit 2018 das Tor der 1. Herren des SV Arminia Rechterfeld, die aktuell in der 1. Kreisklasse spielt. „Meine Größe versuche ich durch Sprungkraft wett zu machen. Als Torhüter kann man blöd aussehen, man kann aber auch den Gegner blöd aussehen lassen“, schildert der Schlussmann, der besondere Freude daran hat, 1:1-Situationen mit dem gegnerischen Stürmer für sich zu entscheiden.

"Im Team haben wir eine tolle Kameradschaft."Marius Wempe

„Im Team haben wir eine tolle Kameradschaft, ein super Miteinander, es macht Spaß, gemeinsam gegen den Ball zu treten. Ferner kann man sich beim Fußball bewegen, Stress abbauen und hat eine gute Abwechslung.“ In seiner Heimat fühlt Hobbyläufer Marius Wempe sich wohl: „Jeder kennt jeden, die Menschen helfen sich untereinander. Zudem gefallen mir das Vereinsleben und die Gemeinschaft. Darüber hinaus mag ich den bodenständigen Charakter der Menschen hier, sie spucken nicht die größten Töne, sondern bleiben auf dem Teppich.“

Lustig, lebensfroh und zielorientiert

Sich selbst bezeichnet der 21-Jährige als „lustigen, lebensfrohen, ab und an etwas umständlich denkenden, aber dennoch zielorientierten jungen Menschen.“ Marius Wempe hofft, „dass beruflich alles so klappt wie ich es mir vorstelle“. Und er blickt mit einer gesunden Mischung aus Zuversicht und Gelassenheit in die Zukunft: „Ich nehme es so, wie es kommt“, sagt er lächelnd.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Marius Wempe freut sich aufs Studium - OM online