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Marienschule überreicht der DKMS Spende in Höhe von 5500 Euro

Für den schwerkranken Mitschüler Fabio hatten Schüler bei Eltern und Verwandten um Spenden gebeten. Im Rahmen der Aktion "Rettet unseren Fabio!" haben sich schon über 1000 Menschen typisieren lassen.

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Freuen sich über die Spenden: Heike Zumborn (links), Janet Mulappancharil, Simone Hegger-Flatken, Klassensprecher und bester Freund von Fabio, Oliver Sikora, sowie Klassenlehrerin Andrea Middelbeck. Foto: Marienschule/Brittal-Joseph

Freuen sich über die Spenden: Heike Zumborn (links), Janet Mulappancharil, Simone Hegger-Flatken, Klassensprecher und bester Freund von Fabio, Oliver Sikora, sowie Klassenlehrerin Andrea Middelbeck. Foto: Marienschule/Brittal-Joseph

Die Marienschule Cloppenburg hat der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Spende in Höhe von 5527 Euro überreicht. Zuvor waren 600 Marienschüler Ende Mai für ihren schwerkranken Mitschüler Fabio nach Bethen gepilgert. Im Rahmen dieses Spendenlaufs hatten sie bei Eltern und Verwandten um Unterstützung für die DKMS gebeten. Alle Klassen hätten an der Aktion teilgenommen, sagt Schulleiterin Simone Hegger-Flatken. Ein Großteil der Spendenbeträge liege zwischen 5 und 100 Euro, einige gingen auch darüber hinaus, sagt sie.

Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation, die auf Spenden angewiesen ist, erklärt Janet Mulappancharil. Als "Aktionsbetreuerin"  kümmert sie sich um Fälle wie Fabio. Im Jahr 2021 haben sich 446.000 Menschen in Deutschland bei der DKMS registriert, weltweit waren es 760.000, sagt Mulappancharil. Jede Typisierung koste die DKMS 35 Euro – und jede Typisierung gibt Patienten wie Fabio und deren Angehörigen Hoffnung, einen genetischen Zwilling für eine womöglich lebensrettende Stammzellenspende zu finden.

Weltweit 11 Millionen Menschen bei der DKMS registriert

Der 14-jährige Fabio leidet an einer seltenen Knochenmarkkrankheit, der Aplastischen Anämie. Die Krankheit führt dazu, dass das Knochenmark zu wenig Blutzellen bildet. Nur etwa 2 von einer Million Menschen erkranken hierzulande daran. Eine Stammzellenspende würde Fabio sehr wahrscheinlich das Leben retten. Also suchen er und seine Familie seit Monaten nach einem geeigneten Spender.

Möchte wieder ein normales Leben haben: Fabio aus Cappeln. Foto: NillingMöchte wieder ein normales Leben haben: Fabio aus Cappeln. Foto: Nilling

Bislang wurde in der Spenderdatenbank noch kein genetischer Zwilling gefunden. Die DKMS als eine der größten ihrer Art beinhaltet weltweit etwa 11 Millionen Datensätze. Damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass für Fabio jemand gefunden wird, ist dort zu Beginn des Jahres ein Aufruf gestartet worden. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto höher steigt die Chance, dass Fabio überlebt.

„Wir müssen für dieses Thema weiter sensibilisieren“

Heike Zumborn, Lehrerin an der Marienschule und Tante von Fabio, hatte im Januar Kontakt zur DKMS aufgenommen und gemeinsam mit Fabios Eltern sowie Janet Mulappancharil die Homepage www.dkms.de/fabio gestaltet. "Wir müssen für dieses Thema weiter sensibilisieren", sagt Zumborn.

Bereits 933 Menschen haben sich über die Homepage ein Set nach Hause schicken lassen und sich bei der DKMS registriert. Insgesamt hat die Aktion "Rettet unseren Fabio!" schon mehr als 1000 potenzielle Spender gewinnen können. Fabios Mitschüler dürfen sich noch nicht registrieren lassen, da sie noch unter 18 Jahre alt sind. "Meine Schüler sagen, sie würden sich sofort typisieren lassen, wenn sie könnten", sagt Zumborn.

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