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Maria, Josef und Co. dürfen endlich aus dem Schrank

Viele Stunden hat ein Trupp aus Haupt- und Ehrenamtlichen die Krippe in der Cloppenburger St.-Andreas-Kirche aufgebaut. Da wird im Gotteshaus auch mal gesägt, gebohrt oder ein Hubwagen abgestellt.

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Endlich frei: Die Krippenfiguren in der Cloppenburger St.-Andreas-Kirche durften jetzt ihren dunklen Schrank verlassen, um zu Weihachten den Kirchraum zu schmücken. Foto: Dickerhoff

Endlich frei: Die Krippenfiguren in der Cloppenburger St.-Andreas-Kirche durften jetzt ihren dunklen Schrank verlassen, um zu Weihachten den Kirchraum zu schmücken. Foto: Dickerhoff

Sie steht wieder, die Krippe in der Cloppenburger St.-Andreas-Kirche. Es war auch an der Zeit, schließlich ist Weihnachten nahe. Doch so schnell, wie man das vielleicht von der eigenen kleinen Krippe daheim kennt, geht der Aufbau hier nicht. Denn die einzelnen Figuren sind allesamt etwas größer und schwerer als das, was in den meisten Haushalten stehen dürfte und der Platz muss erst mal hergerichtet werden. Zum Glück kann sich die Gemeinde auf ein eingespieltes Team aus Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern verlassen, die sich Jahr für Jahr um den Aufbau kümmern. Einige von ihnen haben sich dafür extra Urlaub genommen.

Bevor es mit dem eigentlichen Aufbau der Figuren losgehen konnte, musste aber erst mal das Podest dafür errichtet werden. Das steht, wie auch in den vergangenen Jahren, vorne rechts zwischen den Bänken und dem Altarraum. Anschließend wurde der Stall geholt, der mitsamt Anbauten das Jahr über in der alten Sakristei, also hinter dem Hochaltar, aufbewahrt wurde. Schon allein der Transport ist eine ordentliche Plackerei. Zum Glück gab es für die Helfer zwischenzeitlich ein ausgiebiges Frühstück und Zeit zum Erholen und Planen. 

Bevor die Figuren kommen, muss viel präpariert werden

Die anstehenden Aufgaben waren vielfältig. Der Engel musste hoch über dem Stall befestigt werden,  ebenso wurde massenhaft Moos auf dem Podest verteilt. Das kam palettenweise auf einem Hubwagen in die Kirche gefahren. Außerdem wurde noch spontan ein großes Plakat mit einer Wüstenlandschaft in den Hintergrund gehängt. "Irgendwas ist jedes Jahr anders", erklärte Küster Jürgen Heckmann schmunzelnd. Um den Hintergrund überhaupt installieren zu können, wurde noch "schnell" – knapp eine Stunde lang – ein passendes Gestell gebaut. Da wurden die Kirchenbänke schnell zur Werkbank, an denen geschraubt und gesägt wurde.

Foto: Dickerhoff
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Dann aber konnten endlich die Figuren aus ihrem Quartier geholt werden, in dem sie die Nicht-Weihnachtszeit verbringen. Das befindet sich in einem geschlossenen Schrank in der Sakristei. Da liegt das Jesuskind schon mal monatelang im Dunkeln auf einem Schaf. Dagegen ist eine mit Heu gepolsterte Krippe doch Luxus. Natürlich wird aber bei der Einlagerung Acht gegeben, schließlich sind die aus Lindenholz gefertigten Hirten, Schafe und Co. echte Handarbeit aus dem Oberammergau – und ziemlich wertvoll. Verhältnismäßig schnell werden die meisten Figuren platziert, natürlich mit Blickrichtung Stall. Nur das Jesuskind und auch eine 2. Variante der Maria müssen sich noch ein paar Tage gedulden, bis sie an Heiligabend auch endlich raus dürfen.

Bis Ende Januar bleibt die Krippe stehen

Umrahmt von mit Lichtern geschmückten Tannenbäumen steht sie also jetzt, die Krippe von St. Andreas, und wird in den kommenden Tagen und Wochen vermutlich wieder zahlreiche neugierige Augen zum Glänzen bringen. Rund einen Monat lang dürfen sich die Cloppenburger an der Szenerie erfreuen, die am Dreikönigsfest noch ein wenig umgestellt wird. Ende Januar heißt es dann aber wieder Abbau für die fleißigen Helfer. Und das bedeutet für die Heilige Familie und den Rest der Krippe: zurück in den dunklen Schrank.

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