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"Männersache" wird zu einer Erfolgsgeschichte

Das Angebot im Cloppenburger Bildungswerk feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Die Gruppe blickte in einer kleinen Feierstunde auf die Anfänge zurück.

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Ansprache: Initiator Martin Kessens begrüßte die Gäste zum Jubiläum. Foto: Hermes

Ansprache: Initiator Martin Kessens begrüßte die Gäste zum Jubiläum. Foto: Hermes

Mit einem kräftigen "Moin Männer" begrüßte Martin Kessens die Besucher der Feierstunde zum zehnjährigen Jubiläum der Gruppe "Männersache" beim Bildungswerk. "Ich freue mich, dass wir in diesem Rahmen feiern können", so der Initiator des Angebotes weiter.

In seiner kurzen Ansprache blickte er auf die vergangenen 10 Jahre zurück. "Wir wurden zu Beginn mit Skepsis beäugt. Da kamen schon einige Klischees", erzählte Kessens mit einem Lachen. Doch die Sorgen waren unbegründet, die Teilnehmer haben viele verschiedene Themengebiete kennengelernt. Unter anderem waren ein Soldat, ein Priester, Autoren oder eine Geisel der Taliban für Vorträge zu Gast, dazu gab es Veranstaltungen und Führungen. "Immer garniert mit einem Frühstück und Humor", sagte Kessens.

Dr. Michael Hermes. Foto: HermesDr. Michael Hermes. Foto: Hermes

In einem Grußwort lobte Dr. Michael Hermes das Bildungsangebot, er selbst war an der Gründung als damaliger Jahrespraktikant beteiligt. Er habe die Teilnehmer immer offen, vielfältig und diskussionsfreudig erlebt. "Einen großen Anteil am Erfolg hat natürlich Martin Kessens, der das Projekt entwickelt und immer vorangetrieben hat. Ich habe bei ihm viel pädagogisches Rüstzeug bekommen", so Hermes. Mit Rückblick auf die Vergangenheit habe sich das Bild des Mannes verändert: "Frühere Rollen werden brüchig."

Ein Lob sprach auch die Bildungswerk-Leiterin Ilona Heydt aus: "Mit der Männersache haben wir eine neue Zielgruppe erschlossen." Das Mitarbeiterteam und die Teilnehmer seien eher frauendominiert. Aber auch Heydt erinnerte sich mit einem Augenzwinkern an die ersten Schritte: "Der Flurfunk war in heller Aufregung. Ich glaube, dass Martin nicht geahnt hat, was er losgetreten hat." Wie die Leiterin weiter erklärte, sei daraus aber eine Erfolgsgeschichte entstanden. "Das Konzept hat sich etabliert und wurde sogar nachgeahmt", so Heydt.

In ihrem Grußwort sprach die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises über geänderte Rollen. "Männer emanzipieren sich und beschäftigen sich mit sich selbst", sagte Dr. Christina Neumann. Das Männlichkeitsbild habe sich verändert, dabei seien die Anforderungen nicht immer einfach zu meistern. "Von Männern wird oft erwartet, dass sie einfühlsam und offen, gleichzeitig aber auch erfolgreich und stark sind."

Die Whiskey-Brothers aus Bunnen. Foto: HermesDie Whiskey-Brothers aus Bunnen. Foto: Hermes

Es sei aber immer noch so, dass Männer häufiger erwerbsorientiert sind, so werde der Großteil der Elternzeit von der Frau absolviert. Auch Arbeitgeber würden sich in diesem Bereich bei Männern schwer tun. Und das, obwohl 74 Prozent der Frauen und 82 Prozent der Männer in Deutschland erwerbstätig sind. In der Erwachsenenbildung habe sich Neumann gewundert, dass sich nicht mehr Männergruppen verbreitet hätten. Das Angebot beim Bildungswerk bezeichnete sie als "einen guten Freiraum für ganz eigene Themen".

Kleine Präsente gab es noch für Gerd Mastall, Dieter Thomee und Günter Bartl, die seit Beginn vor zehn Jahren mit dabei sind. Für musikalische Abwechslung während der Feierstunde sorgten die Whiskey Brothers aus Bunnen.

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