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Manfred Norrenbrock organisiert Hilfstransport in die Ukraine

Ein ukrainisches Krankenhaus in Starokonstantinov wird mit Betten und Geräten versorgt. Ein 40-Tonner machte sich von Ramsloh aus auf den Weg.

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Für Kriegsversehrte: In der Halle lagern Rollstühle, Krankenhausbetten, Babywagen und vieles mehr. Geschäftsführer Manfred Norrenbrock (rechts) und seine Mitarbeiterin Olena Trojan sorgen für den Hilfstransport nach Starokonstantinov. Foto: Passmann

Für Kriegsversehrte: In der Halle lagern Rollstühle, Krankenhausbetten, Babywagen und vieles mehr. Geschäftsführer Manfred Norrenbrock (rechts) und seine Mitarbeiterin Olena Trojan sorgen für den Hilfstransport nach Starokonstantinov. Foto: Passmann

Es ist schon der dritte Hilfstransport, den Noka-Geschäftsführer Manfred Norrenbrock am Dienstag von Ramsloh auf den Weg in die kriegsgebeutelte Ukraine schickte. Diesmal wurde der 40-Tonner-Lkw voll mit Krankenhausbetten, OP-Leuchten, Röntgengeräten, Desinfektionsmittel, Rollstühlen, Babywagen und sonstigen Materialien beladen. Die Hilfsgüter werden dringend für die Versorgung der Kranken und die durch den Krieg verletzten Menschen im Krankenhaus von Starokonstantinov (im westlichen Teil der Ukraine) benötigt.

Schon vor 2 Monaten rollte ein Hilfstransport der Noka-Holzverarbeitungs GmbH voll beladen mit rund 3800 Verbandskästen in die Kriegsregion – überwiegend Verbandskästen, die in Autos schlummerten und teilweise nicht mehr den hiesigen Vorschriften entsprachen. „Die jetzigen Materialien, die auch gerade für die Operationssäle benötigt werden, haben wir von einem Krankenhaus im benachbarten Holland günstig aufkaufen können. Das Krankenhaus wurde mit neuen Geräten, Hilfsmitteln und Materialien ausgestattet“, sagen Norrenbrock und seine ukrainische Mitarbeiterin Olena Trojan, die in der Firma für den Holzeinkauf zuständig ist.

Der jetzige Transport mache nicht an der Grenze zwischen Polen und der Ukraine Halt, sondern fahre direkt in die Krisenregion. Das sei nicht ungefährlich. Alles andere mache aber keinen Sinn, denn das Krankenhaus sei dringend auf die Materialien angewiesen und müsse sofort angeliefert werden, so die beiden Helfer. Trojan hat für sämtliche Dokumente, die für den Transport benötigt werden, gesorgt. Ihre Eltern und Geschwister leben noch in der Ukraine. Dort sei das Kriegsgeschehen noch nicht so angekommen. Aber dennoch gebe es Raketeneinschläge.

Aus Geschäftsbeziehungen sind Freundschaften entstanden

„Wir unterhalten schon seit mehr als 20 Jahren Geschäftsbeziehungen zur Ukraine und bekommen von dort unser Holz. Doch durch den Krieg ist es etwas schwieriger geworden. Daher haben wir uns schon auf anderen Märkten umgeschaut und Geschäftsbeziehungen aufgebaut“, sagt Geschäftsführer Norrenbrock.

Daher habe der Ramsloher Holzverarbeitungsbetrieb „Noka“, bisher noch keine Einbußen durch den Krieg erfahren. Neben den Geschäftsbeziehungen seien auch Freundschaften entstanden. Aus diesem Grund sei es für ihn und auch für die Mitarbeiter gleich nach Ausbruch des Krieges klar gewesen, vor Ort zu helfen. „Das wollen wir auch weiter machen. Aber wir hoffen alle, dass in Zukunft kein Hilfstransport mehr nötig ist und der unsinnige Krieg ein Ende hat“, sagt Geschäftsführer Manfred Norrenbrock.

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