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Malteser hoffen auf mehr Blutspender

Die Lage in Lohne sei zwar stabil, es sollten aber mehr Personen zu den Blutspende-Terminen kommen, meinen die Ehrenamtlichen. Gerade junge Menschen würden selten gesehen.

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Hoffen auf viele Spender bei dem Blutspende-Termin in der Stegemannschule: Elisabeth Bokern und Bernhard Zerhusen. Foto: E. Wenzel

Hoffen auf viele Spender bei dem Blutspende-Termin in der Stegemannschule: Elisabeth Bokern und Bernhard Zerhusen. Foto: E. Wenzel

Mit einer Blutspende kann ein Mensch bis zu drei Leben retten – mit diesem Satz ruft die stellvertretende Leiterin der Malteser-Blutspendegruppe, Elisabeth Bokern, in Erinnerung, wie wichtig das Angebot sei. Das wüssten zwar auch die meisten Bürger. Und trotzdem berichten Bokern und der Geschäftsführer der Malteser, Bernhard Zerhusen, dass es in der Region mehr Spender geben könnte – besonders junge Menschen.

Die Malteser veranstalten die Blutspende-Termine gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Das DRK gibt die Termine vor und übernimmt die medizinische Beratung und Blutabnahme, erklärt Zerhusen. Für die Organisation und das Catering sind die Ehrenamtlichen der Malteser zuständig. Verantwortlich für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen ist der DRK-Blutspendedienst Springe. In diesem Gebiet würden laut Zerhusen pro Tag circa 2300 Spenderinnen und Spender bei den örtlichen Blutspendeterminen benötigt, um den Bedarf zu decken. 

Versorgung bei den Blutspenden: Hilde Meyer (von links), Maria  Heitmann, Maria Hoping (Leiterin Blutspendegruppe MHD Lohne), Ida Ellguth und Bärbel Hinnenkamp. Foto: RolfesVersorgung bei den Blutspenden: Hilde Meyer (von links), Maria  Heitmann, Maria Hoping (Leiterin Blutspendegruppe MHD Lohne), Ida Ellguth und Bärbel Hinnenkamp. Foto: Rolfes

Der Bedarf werde aber nicht immer gedeckt. In der Coronazeit seien die Spenden zurückgegangen. Besonders im Sommer sei es schwierig, genug Menschen zu den Blutspenden zu bewegen. Grund sind laut Zerhusen zum einen die Urlaubszeit, zum anderen aber auch die Sorge potenzieller Spender, dass es im Sommer gefährlicher sein könnte, Blut zu spenden. Auch Bokern habe das schon erlebt. Im Sommer fühlten sich viele Personen generell schlapp. Dann solle eine Blutspende nicht zusätzlich belasten, so die Meinung vieler Menschen.

Das sei nicht richtig, erklärt Bokern. Auch im Sommer sei eine Blutspende unbedenklich. Sie betont aber: Die Spender müssen vor den Terminen und vor Ort genug getrunken und gegessen haben. So werde ihnen von den Maltesern sofort ein Glas Wasser in die Hand gedrückt, erklärt Bokern. Darüber hinaus gibt es bei den Terminen auch Essen. Seit Beginn der Corona-Zeit gibt es statt des klassischen Imbisses Lunch-Pakete. Vor der Blutabnahme werden Spender darüber hinaus von einem Arzt abgecheckt.

In Lohne sei die Zahl der Spender zwar stabil, berichtet Zerhusen, es könnten aber mehr sein. Die Blutspenden müssen schnell aufgebraucht werden. So können keine Vorräte gebildet werden. Besonders jüngere Menschen gingen vergleichsweise selten Blut spenden, sei ihm aufgefallen. Die meisten Spender seien zwischen 30 und 60 Jahre alt. 

Corona-Antikörpertests sollen Anreiz schaffen

Um mehr Spender zu gewinnen, schafft das DRK Anreize. So gibt es auch in Lohne und Steinfeld Blutspende-Termine mit Corona-Antikörpertests. Anders als PCR-Tests und Antigen-Schnelltests sind Antikörpertests nicht dazu geeignet, eine akute Infektion nachzuweisen. Sie zeigen an, wie viele Antikörper eine Person gegen das Virus aufgebaut hat. So kann zum Beispiel nachgewiesen werden, ob jemand schon einmal mit Corona infiziert war.

Die Termine mit Antikörpertests laufen ähnlich ab wie die regulären Blutspende-Termine. Mit einem Unterschied: Zusätzlich zu der Blutabnahme wird auch eine Blutprobe für den Antikörpertest genommen. Diese wird in der Folge im Labor untersucht. Über die App des Roten Kreuzes können Spender dann erfahren, wie hoch ihre Antikörper-Zahl ist. Nicht bei jedem Blutspende-Termin werden auch Antikörper-Tests angeboten, stellt Bokern klar. 

Zerhusen merkt auch an, dass die Malteser nach Helfern und Helferinnen für die Blutspende suchen. Beschränkungen gäbe es da nicht. Es sei zwar kein akuter Personalmangel, das Team müsse aber auch an die Zukunft denken. So seien zwei der Helferinnen schon um die 90 Jahre alt. Das Malteser-Blutspendeteam an sich sei aber breit aufgestellt, erklärt Bokern. Es seien alle Altersklassen von 20 bis 90 vertreten. 

  • Info: Der nächste Blutspende-Termin findet am 24. August (Samstag) in der Stegemannschule in Lohne statt. Er beginnt um 15.30 Uhr. Termin-Reservierungen sind online möglich. Wer Interesse daran hat, bei den Blutspende-Terminen auszuhelfen, kann sich unter Telefon 04442/4343 bei Maria Hoping melden.

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