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Malinowski gibt den Taktstock ab

20 Jahre hat Alexander Malinowski das Jugendblasorchester in Emstek geleitet und zu mehreren Titeln geführt. Auf der Generalversammlung wurde er zum Ehrendirigenten ernannt.

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Der Vorstand: Michael Nienaber (von rechts), Niclas Fangmann, Heike Nienaber, Christoph Meyer, Anke Lau, Martin Kleefeld, Josephin Pille, Stephanie Hinners, Helmut Niemöller und Thorsten Meyer. Foto: Vorwerk

Der Vorstand: Michael Nienaber (von rechts), Niclas Fangmann, Heike Nienaber, Christoph Meyer, Anke Lau, Martin Kleefeld, Josephin Pille, Stephanie Hinners, Helmut Niemöller und Thorsten Meyer. Foto: Vorwerk

Zum Ehrendirigenten des Jugendblasorchesters wurde am Dienstag Alexander Malinowski auf der Generalversammlung des Blasorchesters Emstek ernannt. Der Profi-Musiker hatte vor rund 20 Jahren die Nachwuchsabteilung aus der Taufe gehoben und damit maßgeblich zu einem guten Unterbau für die "Großen" beigetragen. Mehrere erste Plätze auf den Kreismusikfesten der vergangenen zwei Jahrzehnte dokumentierten die Qualität seiner Arbeit.

Dass er nun den Taktstock aus der Hand legt, hat einen Grund. Die zurückliegenden Monate haben beim Jugendblasorchester und beim Vorstufenorchester für einen Schwund gesorgt. Corona auf der einen Seite, aber auch natürliche Schwankungen sind die Gründe und deshalb wurden beide Musikgruppen zusammengefasst. "Es war eine schwere, aber richtige Entscheidung", kommentierte Malinowski die Entwicklung. Die aktuell rund 33 Kinder und Jugendliche umfassende Nachwuchsabteilung wird nun von Anke Lau geleitet. Der Probenbetrieb ruht allerdings momentan angesichts hoher Inzidenzzahlen und der Tatsache, dass einige der Mitglieder noch nicht geimpft sind.

Ehrendirigent: Alexander Malinowski hat die Leitung des Jugendblasorchesters abgegeben. Foto: VorwerkEhrendirigent: Alexander Malinowski hat die Leitung des Jugendblasorchesters abgegeben. Foto: Vorwerk

"Wir haben sehr gute Leute, die das weitermachen und ich hatte immer ein gutes Team", lobte der neue Ehrendirigent, der seine Zeit sichtlich genossen hat. "Danke für die Jahre in Emstek. Ich bin in dieser Zeit mehr Emsteker als Cloppenburger gewesen und wurde auf der Straße erkannt und gegrüßt", meint der 61-Jährige, der in der Kreisstadt wohnt. Bei Bedarf werde er weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Entscheidung zur Fusion macht deutlich, dass die Nachwuchswerbung kein Selbstläufer ist. Eine aktive Ansprache sei erforderlich, hieß es auf der Versammlung. Wünschenswert wäre zudem, schon in der Grundschule Angebote zu schaffen, die die Kinder an die Blasmusik heranführten. Der Vorstand hat sich dazu bereits Gedanken gemacht, doch Corona hat auch in diesem Bereich die Situation erschwert.

"Wir brauchen Ziele, damit wir vorankommen."Thorsten Meyer, Dirigent

Wenn die wichtigsten Ereignisse im Musikerkalender genannt werden, dann sind es die großen Konzerte oder das Kreismusikfest. Dass Dirigent Thorsten Meyer sich einmal vor die Vereinsmitglieder stellen würde und die Begleitung der Erstkommunionkinder als Highlight herausstellt, damit hatte der 45-Jährige nicht gerechnet: "Es war ein schönes Gefühl, dass wieder etwas geht." Die wenigen Auftritte, die stattgefunden hatten, seien gut gewesen, und auch wenn das Kirchenkonzert am Sonntag ausgefallen ist, so hätten die intensiven Proben im Vorfeld das Orchester weitergebracht. "Wir brauchen Ziele, damit wir vorankommen. Das haben die letzten Wochen gezeigt", befand Meyer. "Schade, dass wir das Programm nicht vor großem Publikum darbieten konnten, aber das holen wir nach."

Was kommt? Die Fete am Samstag wurde abgesagt. Geplant ist, an Heiligabend die Messe um 17 Uhr im Bürgerpark zu begleiten. Ob es ein Frühjahrskonzert geben wird, kann gegenwärtig noch niemand sagen. Vielleicht, so die Überlegung im Vorstand, könnte das große Konzert in den Sommer verlegt werden. Auf dem Kreismusikfest in Löningen, das traditionell an Christi Himmelfahrt gefeiert wird, werde man auf jeden Fall vertreten sein.

Vorstufenorchester kann wiederbelebt werden

"Ab dem Moment, ab dem wir durften, hatten wir gute und gut besuchte Auftritte", resümierte Vorsitzender Michael Nienaber. Die Zusammenlegung der Nachwuchsgruppen sieht er nicht in Stein gemeißelt. "Das muss nicht auf Dauer so bleiben. Bei größerem Zuwachs ist es sinnvoll, auch wieder ein Vorstufenorchester zu installieren", so Nienaber, der die Situation abschließend zusammenfasste: "Wir gehen zurück, um Anlauf zu nehmen."

Da die Generalversammlung im vergangenen Jahr in gewohnter Form ausfallen musste, wurden die Wahlen am Dienstag nachgeholt. Der gesamte Vorstand wurde dabei en bloc wiedergewählt. Dem Gremium gehören damit Vorsitzender Michael Nienaber, sein Stellvertreter Niclas Fangmann, Kassenwartin Stephanie Hinners, Schriftführer Christoph Meyer, Musikschulkoordinator Helmut Niemöller, Notenwart Martin Kleefeld, Jugendsprecherin Josephin Pille, Instrumenten- und Uniformwartin Heike Nienaber sowie die Dirigenten Thorsten Meyer und Anke Lau an. Den Vergnügungsausschuss bilden Heinrich Deeken, Stefan Tholen, Jana Lohmann und Bernadett Deeken.

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