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Mädchen und Jungen der Ludgeri-Schule gestalten ihren Schulhof

Das Ziel ist deutlich formuliert: Ein "Traumschulhof" soll es werden. Was genau sie sich wünschen, äußern Schüler der Friesoyther Ludgeri-Schule in Form einer Abstimmung.

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Die Kinder der Ludgeri-Schule erläuterten gemeinsam mit ihrem Lehrer Jan Nolopp (rechts) Bürgermeister Sven Stratmann das Modell eines neuen Traum-Schulhofes.  Foto: Pille

Die Kinder der Ludgeri-Schule erläuterten gemeinsam mit ihrem Lehrer Jan Nolopp (rechts) Bürgermeister Sven Stratmann das Modell eines neuen Traum-Schulhofes.  Foto: Pille

Für die 9-jährige Alina aus der 3. Klasse ist der Natur- und Schulgarten neben dem Kriechtunnel der absolute Favorit und sie verbindet das Angenehme auch gleich mit dem Praktischen: „Wenn das Gemüse hier geerntet werden kann, können wir damit gleich die Koch-AG beliefern." Die Schulkinder der Friesoyther Ludgeri-Schule sollten über eine Abstimmung selbst vorschlagen, was sie gerne auf ihrem zukünftigen Schulplatz wiederfinden, damit es ein „Traumschulhof“ werden kann. Denn für sie soll das Raumproblem nach dem Willen des Stadtrates durch einen Umzug in die Dr.-Niermann-Straße in der unmittelbaren Nachbarschaft der Realschule behoben werden.

Nicht in der Pause herumstehen, stattdessen Tollen, Toben, Spielen und Spaß haben als wichtigen Ausgleich zu der regulierten Unterrichtszeit, und das nach den eigenen Vorstellungen der Kinder. Das war die Idee, die Grundschullehrer Jan Nolopp aufgriff und nun mit den Schulkindern Bürgermeister Sven Stratmann und Bauamtsleiter Klaus Sandmann und der Öffentlichkeit präsentierten.

Nicht an Bedürfnissen der Nutzer vorbeiplanen

Was in der Aula der Schule als Modell zu sehen war, sah aus wie ein kleiner Abenteuer-Park mit vielen naturnahen Erlebnisräumen und kleinen Nischen, in denen sich die Kinder wohlfühlen können. Auffällig auch einige Hügel, die einen Überblick über das Geschehen und vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten sollen. Nach einem selbst gedrehten kleinen Einführungs-Film erläuterten Alina, Max (9), Brude (10), Silas (9) und Diana (9) aus den 3. Klassen, wie nach den Ideen ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen der neue Schulhof aussehen könnte. Es sei deutlich geworden, so Nolopp, dass dabei die Kindereinschätzungen anders und wichtiger als die der Erwachsenen seien, damit nicht an den Bedürfnissen der Benutzer vorbeigeplant und verwirklicht werde. Schulleiterin Anita kl. Schlarmann war „ganz stolz“ auf alle Beteiligten: „Man sieht: Man muss auf die Kinder hören“.

Das Engagement ziehe eine „hohe Identifikation mit dem Entstehenden und eine Verantwortung für den neuen Lebensraum“ nach sich. Das drücke sich zudem dadurch aus, dass bei den Planungen auch gleich an die anschließende Pflege durch eine eigene Schüler-Schulhof-AG gedacht wurde. „Das Projekt mit Partizipation und Demokratie, mit Lerneffekten für Kunst und Werken, für Deutsch und digitale Bildung, ist ein Beispiel für gute Schule – so soll es eigentlich sein“, freute sich die Schulleiterin. Dass Lehrer und Schüler die Gesamtkosten der Umsetzung (unter Verwendung der bereits vorhandenen Geräte) auf etwa 20.000 Euro schätzten, hörte der „schwer beeindruckte“ Bürgermeister Sven Stratmann mit Wohlgefallen. Die Gesamtkosten der Renovierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen am Schulzentrum indes sollen sich von den ursprünglich veranschlagten 4,9 Millionen Euro auf fast 8 Millionen Euro erhöhen.

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