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LzO-Stiftung fördert Piratenschiff-Sanierung

Die Rettung des Schiffs sei eine gelungene Gemeinschaftsaktion gewesen, so Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Die Sanierungsarbeiten stemmten die Mitarbeiter des "Jo Ba Beach Club".

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Gelungene Gemeinschaftsaktion (von links): Hubert Wilkens (GuT), Heribert Kolhoff (GuT), Alfred Müller (LzO), Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Annette Vetter (LzO).   Foto: Heinzel

Gelungene Gemeinschaftsaktion (von links): Hubert Wilkens (GuT), Heribert Kolhoff (GuT), Alfred Müller (LzO), Bürgermeister Alfred Kuhlmann und Annette Vetter (LzO).   Foto: Heinzel

Kinder können das Piratenschiff am Hartensbergsee in Goldenstedt auf verschiedene Arten entern. Auf der Seeseite gibt es eine Kletterwand, über die angehende Freeclimber auf das Achterdeck gelangen. Traditioneller geht es über ein gespanntes Enternetz oder einen Baumstamm mit Stufen. Wer schnell das Schiff verlassen muss, kann dies über eine Rutsche am Heck des Bauwerks tun. Für Kinder ein echter Abenteuerspielplatz, auf dem sie ihrer Fantasie und ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen können.

Den Erhalt des Schiffs hat die LzO-Stiftung jetzt mit 3000 Euro gefördert und einen entsprechenden Scheck übergeben. Insgesamt waren Materialkosten, beispielsweise für Holz und Farbe, in Höhe von 12.000 bis 14.000 Euro angefallen. Davon trug das "Bündnis für Familie" (BFF) 1000 Euro, den Rest übernahm der Gäste- und Touristikverein (GuT) Goldenstedt. Personalkosten fielen keine an, da diese durch den "Jo Ba Beach Club" übernommen wurden. Dessen Mitarbeiter hatten während der rund 4-wöchigen Sanierungsphase teilweise zu fünft an dem Schiff gearbeitet. Das Team hat uns "sagenhaft unterstützt", sagt Heribert Kolhoff, 2. Vorsitzender des GuT. "Es ist ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt", sagt Bürgermeister und BFF-Vorsitzender Alfred Kuhlmann.

Die LzO-Stiftung besteht seit 2008 und ist mit 3,5 Millionen Euro an Stiftungsgeldern ausgestattet. Bisher wurden im Landkreis Vechta 128 Projekte aus den Bereichen Jugendhilfe, Sport, Bildung, Heimatkunde, Denkmalpflege sowie Kunst und Kultur mit rund 365.000 Euro unterstützt, berichtet Stiftungsvorstand Vechta Alfred Müller. Mit diesem Geld konnten 23 bis 25 Projekte jährlich gefördert werden. 

Es wird ein neuer Name für das Piratenschiff gesucht

Für den Neuaufbau des Piratenschiffs wurde ein witterungsbeständiges Terrassenholz verwendet. Lerche anstatt des zuvor benutzten Eichenholzes, das die Nässe nicht vertragen hatte. Das Schiff wurde dabei in seiner Farbgestaltung an den Beach-Club angepasst – also weiß und hellgrau-anthrazit gestrichen. Nun suchen die Verantwortlichen noch einen Namen für das Piratenschiff. Ideen können an schiff@joba-beach-club.de gesendet werden. Bekanntgegeben wird der neue Name im kommenden Frühjahr. Dann soll es zur Eröffnung der Saison am Hartensbergsee einen Piratentag geben, so Jörn Schröder, technischer Leiter des Clubs. 

Jörn Schröder Mitte August vor dem sanierungsbedürftigen Piratenschiff.  Foto: HeinzelJörn Schröder Mitte August vor dem sanierungsbedürftigen Piratenschiff.  Foto: Heinzel

"Es ist ein ganz wichtiger Baustein der Infrastruktur", so Heribert Kolhoff über das Schiff. "Viele Familien kommen mit ihren Kindern nur deswegen an den Hartensbergsee", meint Platzwart Hubert Wilkens. „Tourismus spielt in Goldenstedt eine bedeutende Rolle, und ein Aushängeschild der Gemeinde ist der Hartensbergsee“, berichtet Bürgermeister Alfred Kuhlmann. "Dieser hat dank des GuT eine tolle Entwicklung genommen und zieht Sommer wie Winter zigtausende Gäste an." Um dies zu erreichen, komme der Infrastruktur eine wichtige Rolle zu und ein Bestandteil sei eben das Piratenschiff.

Das Schiff sei ein "zusätzlicher Besuchermagnet" für den "Jo Ba Beach Club", sagt Jörn Schröder. 2021 sei in dieser Hinsicht allerdings kein einfaches Jahr gewesen: der Himmel zu oft grau und die Temperaturen zu ungemütlich. 2021 war eine "extrem schlechte Badesaison", stellt Hubert Wilkens fest. An nur 19 Tagen habe man Geld eingenommen. 2020 waren es noch 50 Tage, 2019 sogar 60 Tage. 

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