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Lutter sind zufrieden mit Friedhofsanierung

Neue Lautsprecheranlage, neue Pflasterung – das Ergebnis gefällt. Doch bei der Finanzierung hakte es etwas. Und auch ein tierisches Problem auf dem Gelände sorgt weiterhin für Unmut.

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Die Entwässerung ist gesichert: Die Sanierung des Friedhofs in Lutten gefällt. Es wurde neu gepflastert und eine Drainage darunter verlegt. Foto: C. Meyer 

Die Entwässerung ist gesichert: Die Sanierung des Friedhofs in Lutten gefällt. Es wurde neu gepflastert und eine Drainage darunter verlegt. Foto: C. Meyer 

Die Rückmeldungen seien bislang durchweg positiv, sagt Josef Hülsmann, Kirchenprovisor der katholischen Kirchengemeinde St. Gorgonius. Seit einiger Zeit sind die Baumaßnahmen auf dem Friedhof in Lutten abgeschlossen. Alle Wege, die zuvor in Erd- beziehungsweise Schotterbauweise vorhanden waren, wurden gepflastert und zuvor mit einer Drainage versehen, lässt Steffen Boning, Fachbereichsleiter bei der Gemeinde Goldenstedt, wissen. Zudem wurde eine Lautsprecheranlage auf dem Friedhof installiert. Die Besucherinnen und Besucher seien mit dem Ergebnis zufrieden, so der Eindruck von Josef Hülsmann.

Die Drainage war nötig, weil auf dem Gelände hinter der Pfarrkirche St. Jacobus gerade nach starken Regenfällen viel Wasser auf der Oberfläche stehen blieb. Mit der Sanierung der Wege werde auch der Grundwasserspiegel der Grabstätten gesenkt, erklärt Boning. Rund 1350 Quadratmeter Wegfläche sind auf dem Friedhof gepflastert und 600 Meter Drainage verlegt worden. Die neue Lautsprecheranlage habe „auch noch keine Beschwerden“ verursacht, sagt Josef Hülsmann. Ganz im Gegenteil: Gerade Menschen, die nicht mehr so mobil seien, halten sich bei Beerdigungen lieber in der Kirche auf und können mithilfe der Anlage trotzdem alles mitverfolgen, so der Kirchenprovisor.

Nicht alle haben sich finanziell beteiligt

Die Kosten für die Maßnahmen auf dem Gelände beliefen sich auf insgesamt rund 230.000 Euro. Die Gemeinde Goldenstedt bezuschusste die Sanierung und Pflasterung der Wege und den Einbau der Drainage mit 85 Prozent. Die restlichen 15 Prozent musste die katholische Kirchengemeinde als Bauherrin selbst stemmen. Diese rund 55.000 Euro sollten über Anliegerbeiträge der Grabstelleninhaberinnen und -inhaber eingeholt werden. Wie Josef Hülsmann ausführt, seien sie frühzeitig und transparent über diese Sondermaßnahme informiert worden. Pro Grab waren 35 Euro fällig.

Rund 90 Prozent der Grabstelleninhaberinnen und -inhaber hätten bis heute ihren Beitrag gezahlt, sagt Hülsmann. Er gibt zu, dass er sich da mehr Solidarität gewünscht hätte. Die Kirchengemeinde habe auch Ratenzahlungen angeboten, was durchaus von einigen in Anspruch genommen worden sei. Die fehlenden Mittel müssen nun aus dem Etat des Friedhofhaushalts bezahlt werden, erklärt der Kirchenprovisor. Dieser setzt sich aus den jährlichen Instandhaltungsgebühren zusammen. Sondermaßnahmen, wie die kürzliche Sanierung, werden davon normalerweise nicht bezahlt. Hülsmann versichert aber, dass die Instandhaltungsgebühren wegen der fehlenden Mittel nicht erhöht werden.

Krähen sorgen für Unmut

Obwohl Kirchengemeinde und die Friedhofsbesucherinnen und –besucher mit dem Ergebnis der Sanierung zufrieden seien, bleibe ein Ärgernis: die Krähen. Die Vögel sorgen schon seit mehreren Jahren für Unmut in Lutten, sagt Josef Hülsmann. Die Hinterlassenschaften der Tiere seien ein großes Problem, besonders im Frühjahr. Im Bereich des benachbarten Kindergartens gebe es schätzungsweise 70 bis 75 Nester, so der Goldenstedter. Auch auf dem Friedhof gebe es einige. Jetzt, nachdem alles frisch gepflastert sei, sei der Kot der Krähen kein schöner Anblick, sagt Hülsmann.

Die Kirchengemeinde sei in der Vergangenheit schon mehrfach auf das Problem angesprochen worden, selbst eine Unterschriftenliste habe es gegeben. Doch Vergrämen habe bislang nicht funktioniert, sagt Josef Hülsmann. Deshalb habe man sich an die Gemeinde Goldenstedt gewandt, die den Kontakt zum Landkreis Vechta sucht. Es soll an einer Lösung gearbeitet werden.

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