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Lutten: Bahnübergang an Timpner Straße ist wieder geöffnet

Die technische Übergangslösung ist installiert. Der Endausbau folgt bis Mitte des kommenden Jahres. Einige Irritationen jedoch bleiben.

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Keine Sackgasse mehr: Der Bahnübergang an der Timpner Straße in Lutten ist wieder frei. Foto: C. Meyer

Keine Sackgasse mehr: Der Bahnübergang an der Timpner Straße in Lutten ist wieder frei. Foto: C. Meyer

Der Bahnübergang an der Timpner Straße in Lutten ist seit einigen Tagen wieder geöffnet. Die technische Übergangslösung, die die dauerhafte Öffnung bis zum endgültigen Ausbau des Bahnübergangs garantieren soll, ist installiert. Dafür war sogar für 2 Wochen der Bahnübergang an der Langfördener Straße gesperrt, der an der Visbeker Straße musste in der Zeit manuell von einem Sicherungsposten bedient werden.

Wer bereits den Bahnübergang an der Timpner Straße überquert hat, wird sich womöglich über den kurzen asphaltierten Wegabschnitt samt Straßenmarkierungen neben dem Bahnübergang gewundert haben. Ein Vorfahrt-gewähren-Schild macht darauf aufmerksam, dass Verkehrsteilnehmende auf der Timpner Straße vorfahrtsberechtigt sind. Der sonst nicht weiter ausgebaute – und offensichtlich auch nicht genutzte – Weg führt lediglich zu einem verschlossenen Tor eines Gewerbegeländes – zudem sind ausschließlich die rund ersten 10 Meter ab der Timpner Straße asphaltiert. Ein Gemeindeweg sei dies zumindest nicht, heißt es dazu auf Nachfrage aus dem Goldenstedter Rathaus.

Straßenmarkierung nur auf Asphalt möglich

Also Nachfrage bei der Deutschen Bahn. „Nach den gültigen Richtlinien und in Abstimmung mit der Gemeinde muss die Straße verkehrssicher ausgebaut, markiert und beschildert sein“, lässt eine Bahnsprecherin zunächst wissen. Die Straße wird aber doch offensichtlich nicht genutzt. Sie gleicht schließlich mehr einem Trampelpfad – der vor einem verschlossenen Tor endet. Dazu die Bahnsprecherin: „Da die Firma uns gegenüber angegeben hat, das Tor irgendwann öffnen zu wollen, muss die einmündende Straße entsprechend mit einer Haltelinie versehen werden.“ Dies gelte „leider auch für den Zwischenzustand, der nun geschaffen worden ist“, damit der Bahnübergang bis zur zweiten Baustufe geöffnet bleiben könne. „Die Markierung kann auf einem Mineralgemisch nicht angebracht werden, daher das asphaltierte Stück“, sagt die Sprecherin. Eine Angleichung der Stufe werde noch erfolgen, „damit diese für die Fahrzeuge nicht zu störend ist“.

Neben dem Bahnübergang ist der Feldweg etwa die ersten 10 Meter asphaltiert worden. Dabei wird der Weg im Grunde nicht genutzt. Foto: C. MeyerNeben dem Bahnübergang ist der Feldweg etwa die ersten 10 Meter asphaltiert worden. Dabei wird der Weg im Grunde nicht genutzt. Foto: C. Meyer

Auch in Richtung der Tischfabrik ist ein kleines Stück asphaltiert worden. Dies sei nach Angaben der Bahn notwendig, „da die Schleppkurve für zur Tischfabrik abbiegende Fahrzeuge dies erfordert“. Die Tischlerei habe angegeben, so die Bahnsprecherin, „dass mit Pkw vom Bahnübergang kommend rechts abgebogen werden können soll“. Bisher steht dort aber ein Schild mit dem blau geradeaus zeigenden Pfeil, der ein Abbiegen verhindert. Es werde noch ein Schild angebracht, das Fahrzeuge über 10 Meter Länge einschränkt, sodass nur diese geradeaus fahren müssen, heißt es von der Bahn. Die Beschilderung und Markierung seien mit der Verkehrsbehörde abgestimmt.

Endgültiger Ausbau im kommenden Jahr

Der jetzige Zustand rund um den Bahnübergang beruhe darauf, dass nach der ersten Baustufe der Bahnübergang so schnell wie möglich wieder freigegeben werden konnte, sagt die Bahnsprecherin. In der zweiten Baustufe werden Schranken montiert und die einmündenden Straßen und der Bahnübergangsbereich aufgeweitet. Dann werden die Straßen vollständig asphaltiert. Mitte des kommenden Jahres soll der endgültige Ausbau abgeschlossen sein.

Der Bahnübergang Timpner Straße in Lutten beschäftigt Behörden, Bahn wie Bevölkerung schon seit mehr als 2 Jahren. Nachdem die Lichtsignalanlage bei der Durchfahrt einer Nordwestbahn im Frühjahr 2020 nicht reagiert hatte, wurde der Bahnübergang im April 2020 außer Betrieb genommen. Ende 2021 war der Bahnübergang vorübergehend geöffnet, indem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn rund um die Uhr vor Ort waren und die Anlage manuell bedienten. Dieses Vorgehen war zunächst auch für die Öffnung ab Mai vorgesehen, bis man sich dazu entschloss, eine technische Übergangslösung zu schaffen, die die dauerhafte Öffnung des Bahnübergangs bis zum Endausbau gewährleistet.

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