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Lüske will Putin von seiner Oma erzählen

Sehr persönliche Ansichten: Zehn Fragen an Wolfgang Lüske. Der Ortsmarketingbeauftragte der Gemeinde Emstek liebt es, Projekte auf die Beine zu stellen.

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Musik als Hobby: Die Tuba spielt Wolfgang Lüske voller Leidenschaft. Foto: Vorwerk

Musik als Hobby: Die Tuba spielt Wolfgang Lüske voller Leidenschaft. Foto: Vorwerk

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Gesund und munter, wir haben das milde Märzwetter genutzt, um unseren Garten umzugestalten und konnten bei Sonnenschein so einiges schaffen. Oft kommen Freunde, Nachbarn und Bekannte spontan dazu, um uns von der Arbeit abzuhalten – das finde ich klasse und garantiert die ein oder andere Pause!

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Einen neuen, kleinen Radlader für den Garten. Ein super Männerspielzeug, kann ich nur weiterempfehlen.

Wenn Sie König/in von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Als Erstes der katastrophale Krieg! Oma Fine (Jahrgang 1912) hat uns einen klaren Auftrag erteilt: „Gi möat doar alles för daun, dat dat nie wer Krieg gifft, Krieg is datt Leipste und Schrecklichste, watt man sück vörstellen kann.“ In Frieden zusammenleben ist ein sehr kostbares Gut – und ist eigentlich so einfach. Außerdem: die überbordende Bürokratie in Deutschland und Europa. Leider kommen damit einhergehend meist neue „Vereinfachungsverordnungen“ noch obendrauf, und es wird alles noch undurchsichtiger und komplizierter. Ich denke, wir sollten zielorientierte Praktiker mit Menschen- und Sachverstand ans Werk lassen und Politiker müssen zwingend eine praktische Ausbildung abgeschlossen haben. Viele Verordnungen und Regularien ersatzlos streichen und gegebenenfalls vereinfacht neu erstellen. Das gilt für Kommunen gleichermaßen wie für die freie Wirtschaft. Demzufolge würden wieder mehr Fachkräfte für die dienstleistenden und produzierenden Berufe zur Verfügung stehen, die sich hauptsächlich ihren ureigenen Arbeiten widmen könnten und sich nicht vorrangig um Dokumentation und Formalitäten kümmern müssten. Ich wünsche mir in allen Lebenslagen mehr Mut und Pragmatismus, ohne Angst und Misstrauen. Einfach mal machen!

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Gemeinsam mit meiner Frau werde ich nach Rom reisen. Ich war im 5. Schuljahr mit meiner Mutter und meinem Bruder in der Ewigen Stadt und wollte da immer schon mal wieder hin. Anita wünscht sich das auch schon lange.

Was tun Sie am liebsten?
Am liebsten treffe ich mich mit freundlichen, aufrichtigen und ehrlichen Menschen – also eigentlich mit allen, die ich kenne. Gerne bin ich Unterstützer, Initiator und Anschieber von Veranstaltungen und Aktionen. Sowohl im privaten Bereich, im Verein als auch in meiner Funktion als Ortsmarketingbeauftragter der Gemeinde Emstek. Außerdem entwickle ich gerne innovative Lösungen in außergewöhnlichen Situationen, zum Beispiel in der Pandemie der Selbstpflückaufruf „Rettet die Früchte“ oder die Spargelaktion„all you can stech“. Tuba spielen im Musikverein Bühren finde ich richtig gut, auch der unkomplizierten Geselligkeit wegen.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Meine Spontaneität, mein Ideenreichtum und meine positive Grundeinstellung: Aus jedem Mist kann immer noch was Gutes entstehen. Auf der anderen Seite bin ich manchmal sehr ungeduldig, und wenn der BV Bühren (Wohnort) gegen den SV Höltinghausen (dort aufgewachsen) antreten muss, kann ich mich nie entscheiden, für welchen Club ich sein soll. Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Das "Heute Journal", den Film „Bohemian Rhapsody“ und zu Weihnachten den Film „Der kleine Lord“.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Mit meinem leider viel zu früh verstorbenen Bruder Ansgar würde ich gerne mit dem Taximann nach einer Fete nach Hause fahren. Wladimir Putin würde ich gerne was von meiner Oma erzählen und gemeinsam mit Otto Waalkes eine ganze Zimmerwand mit Ottifanten vollmalen, dabei lachen wir uns über die alten Otto-Witze schlapp.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Rinderzunge mit Meerrettichsoße.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Als junger Fußballer immer Montagfrüh das Studium der Ergebnisse, Tabellen und Spielberichte. Online-Berichterstattung war ja noch nicht erfunden, so stieg die Spannung über Nacht – es war kaum auszuhalten! Wenn dann der eigene Name auch noch erwähnt wurde (leider nicht so oft), war man beim folgenden Training der Star und die Kameraden fragten nach Autogrammkarten.


Zur Person:

  • Wolfgang Lüske ist 52 Jahre alt, verheiratet mit Anita und hat drei Kinder.
  • Sie leben in Bühren und neben seiner Familie zählt Lüske das Tubaspielen, Fußballspiele von Werder Bremen, BV Bühren und SV Höltinghausen, Saunaabende, Kommunikation und die Arbeit in der Bürgerstiftung Emstek zu seinen Hobbys.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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