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Lukas Kaemnick wagt das Mega-Event

Am 28. August will der Bakumer mit 5 Mitstreitern ein Festival für 3000 Besucher in Vechta organisieren. Auch als DJ und Produzent hat der 24-Jährige noch große Pläne.

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Hier soll das "Fireabend"-Festival stattfinden: Lukas Kaemnick freut sich, dass mit der Airport-Beachbar ein Veranstaltungsort gefunden wurde. Foto: Kessen 

Hier soll das "Fireabend"-Festival stattfinden: Lukas Kaemnick freut sich, dass mit der Airport-Beachbar ein Veranstaltungsort gefunden wurde. Foto: Kessen 

Die Sehnsucht nach einer "richtigen" Party war groß. Nach 1,5 Jahren Pandemie ohne größere Veranstaltungen wurden die Bestimmungen wieder gelockert, Events mit mehreren hundert Personen waren wieder möglich. Nur: Es traute sich (noch) keiner. Da haben sich 6 junge Männer aus dem Landkreis Vechta gedacht: Warum organisieren wir nicht selber eine Party? Ein Mitglied der Gruppe ist Lukas Kaemnick, ein DJ und Produzent aus Bakum. 

Gestartet sind Kaemnick und seine Mitstreiter aus Neuenkirchen-Vörden, Steinfeld, Lohne und Dinklage im Juni, als sie eine Party unter dem Namen "Fireabend" im Club Maxim Lohne organisierten. 100 Besucher waren zugelassen. "Das war ein super cooles Gefühl, mal wieder zu feiern, auch wenn noch Maske getragen werden musste", beschreibt Kaemnick den Abend.

Nach 1,5 Jahren "mal wieder unter Leute kommen"

"Die Motivation für die Veranstaltung war einfach, nach 1,5 Jahren mal wieder richtig unter Leute zu kommen", sagt Kaemnick. Außerdem habe man den Gastronomen und Wirten die Möglichkeit geben wollen, mal wieder mit vielen Besuchern öffnen zu können.

Angestachelt von den gut verlaufenden Partys plant die Clique jetzt ein für Corona-Verhältnisse "Mega-Festival". Bis zu 3000 Leute sollen am 28. August auf dem "Fireabend"-Festival in die Airport-Beachbar in Vechta strömen. Damit das Electro-Festival in der derzeit geplanten Form stattfinden kann, braucht es eine Inzidenz unter 10: "Wir hoffen, dass das klappt, ansonsten müssen wir zur Hälfte Sitzplätze aufbauen", erklärt Kaemnick. Neben der Hauptbühne soll es noch eine 2. Bühne geben: "Da können dann kleinere DJs aus der Region auflegen."

Unterstützung für die Betreiber der Beachbar

Kaemnick berichtet von einem gut anlaufenden Vorverkauf: "Wir haben schon viele Tickets überregional verkauft, zum Beispiel nach Hamburg oder Braunschweig." Finanziert wird das Festival rein aus den Ticketerlösen: "Wir verzichten bewusst auf den 20- oder 30-prozentigen Anteil an den Getränkeverkäufen, um die Betreiber der Airport-Beachbar, Matthias Kröger und David Pytel, zu unterstützen", betont Kaemnick. Für sie sei es nicht das Ziel, Profit zu machen, sondern DJs die Gelegenheit zu geben, wieder aufzulegen und Erfahrungen in Sachen Organisation zu sammeln.

"Ich habe eine Liebe zur Musik."Lukas Kaemnick, DJ und Produzent aus Bakum

Das Organisieren von Partys und Veranstaltungen liegt Kaemnick quasi im Blut. Als Produzent und DJ "Lukem" ist der 24-Jährige selbst regelmäßig zu Gast auf Electro-Events und hat auch privat schon öfter Partys organisiert. "Es gibt keine gute Party ohne Musik", findet Kaemnick. Durch seine "Liebe zur Musik" und der DJ-Tätigkeit ist er prädestiniert dafür, eine Party zumindest hinsichtlich der Musik zum Erfolg werden zu lassen. 

Kaemnick hat sich 2 Standbeine aufgebaut

Mittlerweile hat der auf Sylt geborene Kaemnick auch eine Selbstständigkeit angemeldet. Komplett darauf verlassen will sich der Bakumer darauf aber (noch) nicht: "Ich arbeite nebenbei noch halbtags in der Verwaltung des Wohn- und Pflegezentrum St. Johannes in Bakum." Seiner Arbeit als DJ und Produzent geht er im elterlichen Haus in Bakum nach: "Da habe ich in meinem Zimmer ein Home-Studio eingerichtet, das gewissermaßen meine Wohlfühloase ist."

Bei seiner eher ungewöhnlichen Tätigkeit werde er von seiner Familie und seinen Freunden immer unterstützt. "Klar kommen manchmal Fragen, was ich eigentlich genau mache - aber eigentlich wird mir da schon vertraut", schmunzelt Kaemnick. Sein Traum sei es, später hauptberuflich als DJ und Produzent beziehungsweise Veranstalter zu arbeiten. Einen Schritt näher kommen könnte er diesem Traum mit dem "Fireabend"-Festival, bei dem er selbst auch auflegen wird: "Natürlich ist das eine Chance, da steht man schon im Rampenlicht."

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