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Ludger Wulf übergibt das besondere Gefährt

In Wöstendöllen werden über 10.000 Euro für eine Rikscha für das Haus St. Benedikt gespendet. Das bewährte Modell aus Holland ist besonders auf Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt.

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Nach der Übergabe: (v.l.) Petra Pohlmann, Birgit Nordmann, Ludger Wulf, Inge Wulf sowie Aloys und Ursula Honkomp in der Rikscha. Foto: Koopmeiners

Nach der Übergabe: (v.l.) Petra Pohlmann, Birgit Nordmann, Ludger Wulf, Inge Wulf sowie Aloys und Ursula Honkomp in der Rikscha. Foto: Koopmeiners

Der Wöstendöller Ludger Wulf, Rentner und gelernter Handwerker, engagierte sich erneut als Initiator mit einem Projekt für ältere Menschen in der Gemeinde Visbek. Für das „Haus St. Benedikt“ übergab er nun der Sozialstation Nordkreis Vechta, vertreten durch Diplom-Gerontologin Petra Pohlmann, Visbek, eine fabrikneue Rikscha. Bei der Visbeker Herbstkirmes hatte Wulf das „Therapie-Rad“ aus Holland gesehen und erneut beim „Tag der Vereine“ in Vechta.

Menschen bekommen mehr Freiheit zurück

Er erfuhr von den „Selbstgestaltern“, dass so Menschen, die nicht mehr selbst Fahrrad fahren können, wieder mehr Freiheit bekommen. Sein Plan war, eine Rikscha für das Haus St. Benedikt anzuschaffen. Wegen der hohen Kosten – um 10.000 Euro – suchte er Unterstützung und fand sie in Wöstendöllen.

Wulf besuchte alle 120 Haushalte in der Bauerschaft und fragte, ob sie für die Anschaffung spenden würden. Die Spendenaktion hatte ein tolles Ergebnis: die Wöstendöller spendeten 10.077,77 Euro. Ludger Wulf war begeistert und bestellte das Therapie-Rad „Chat“ von van Raam. Das bewährte Modell aus Holland ist besonders auf Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Das Pedelec hat Motorunterstützung, eine absenkbare Fußstütze, ein klappbares Dach und Sicherheitsgurte.

Rikscha ist für zwei Personen ausgelegt

Die Rikscha ist für zwei Personen und „Pilot/in“ ausgelegt. Von der Gemeinde Visbek wurde das Projekt mit einem zusätzlichen Akku unterstützt. Ludger Wulf übergab die Wöstendöllener Rikscha mit der Aufschrift „Von uns für Dich“ bei der Festscheune im Dorf in Anwesenheit zahlreicher Einwohner an Petra Pohlmann. In der neuen Rikscha hatten Aloys Honkomp (92) und seine Ehefrau Ursula Platz genommen; Bürgermeister-Stellvertreterin Birgit Nordmann fungierte als „Pilotin“.

Petra Pohlmann dankte den Wöstendöllern zugleich im Namen von Cornelia Ostendorf, Leiterin der Sozialstation, und Peter Schulze, St. Hedwig-Stiftung Vechta, für die Spenden, so dass die Rikscha angeschafft werden konnte. Im Namen der „Selbstgestalter“ in Visbek würdigte sie den beispielhaften Einsatz von Ludger Wulf in Wöstendöllen. Die Dorfgemeinschaft feierte die „Übergabe“ noch angemessen in der Festscheune.

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