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Löninger treten für Senioren in die Pedale

Im kommenden Frühjahr sollen die ersten Rikschas durch die Hasestadt rollen. Das Ziel ist, alten Menschen mit einem Ausflug eine Freude zu bereiten.

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Engagieren sich: die Gründungsmitglieder des Vereins "Mobile Hasetaler". Foto: Carsten Osinski

Engagieren sich: die Gründungsmitglieder des Vereins "Mobile Hasetaler". Foto: Carsten Osinski

Senioren können sich demnächst von ehrenamtlichen Rikscha-Fahrern durch Löningen kutschieren lassen. Der Verein "Mobile Hasetaler" will allen Älteren, die nicht mehr in der Lage sind, selbst in die Pedale zu treten, individuelle Ausflüge anbieten.

Bundesweit sprießen inzwischen immer mehr ähnliche Projekte aus dem Boden. Die Idee, den Service auch in Löningen einzurichten, hatte Christel Böckmann, als ihr eine Bekannte beim Kaffee ein Foto von einer solchen Rikscha-Aktion zeigte. "Ich dachte mir, das brauchen wir bei uns auch". Schnell fand sie Mitstreiter und schon im Oktober wurde der Verein ins Leben gerufen. Inzwischen liegt der Nachweis der Gemeinnützigkeit vor. Gründungsmitglieder sind neben der Vorsitzenden Christel Böckmann und ihrem Mann Heinz-Walter auch Annette und Johannes Fortmann, Johanna und Josef Osinski, Annegret und Georg Többen, Josef Funk und Dr. Angelika Hemmen-Funk sowie Lore Bögershausen und Werner Dröge.

Rikschas werden in Dänemark gebaut

"Nicht höher, schneller, weiter, sondern langsamer, bewusster, menschlicher": So lautet das Vereinsmotto. Was darunter zu verstehen ist? Christel Böckmann erklärt es: "Wir wollen den Senioren Freude schenken, indem wir ihnen zum Beispiel den Besuch von Orten in der näheren Umgebung ermöglichen, die sie sonst nur noch sehr selten sehen würden." Auch zum Café dürfen sich die Nutzer radeln lassen. "Es geht uns darum, die Lebensqualität zu erhöhen und die Kommunikation anzuregen", betont Böckmann. Wenn es gut anläuft, werde der Verein sein Angebot ausweiten.

Bequem: Georg Többen führt eine Rikscha vor. Foto: BöckmannBequem: Georg Többen führt eine Rikscha vor. Foto: Böckmann

Drei Rikschas sind inzwischen bestellt. Die Spezialanfertigungen werden in Kopenhagen gebaut. Sie sind mit einem Elektromotor ausgerüstet, der den Fahrern ihren Job erleichtern soll. In etwa 4 Monaten werden die Gefährte in Löningen erwartet. Dann könnten im Frühjahr die ersten Touren starten. Freiwillige, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und gern an der frischen Luft sind, dürfen sich jederzeit melden. In Stress solle der Fahrdienst aber nicht ausarten, betont Christel Böckmann.

Die Vorsitzende hofft, dass sich viele ältere Menschen auf das  Abenteuer einlassen. Rund 25.000 Euro investiert der Verein in das Projekt. Spenden sind deshalb willkommen. Die Kontoverbindung kann bei der Volksbank Löningen nachgefragt werden. Spendenquittungen werden ausgestellt.

  • Info: Näheres gibt es unter Telefon 05432/1295.

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