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Löninger Tafel trotzt Inzidenzwerten

Die Einrichtung im Südkreis öffnet weiterhin einmal in der Woche. Allerdings musste das Team an Helfern verkleinert werden.

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Engagiert trotz Corona: Die Ehrenamtlichen der Löninger Tafel arbeiten unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Foto: Meyer

Engagiert trotz Corona: Die Ehrenamtlichen der Löninger Tafel arbeiten unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Foto: Meyer

Schwierige Monate haben die Mitarbeiter der Löninger Tafel hinter sich. Gleich dreimal mussten sie die Einrichtung aus Pandemiegründen schließen. Inzwischen trotzen die Ehrenamtlichen Woche für Woche den wenig aufmunternden Inzidenzwerten.

„Es hat keinen Zweck, entweder öffnen wir oder wir stellen den Betrieb für immer ein“, erklärt Gerhard Einhaus. Der Tafel-Vorsitzende glaubt nicht, dass das Virus auf mittlere Sicht aus dem Alltag verschwinden wird. Die Unterstüzung sozial schwacher Familien in Löningen dürfe darunter aber nicht leiden. „Wir müssen uns darauf einstellen, mit ihm zu leben“.

Die Lager- und Verkaufsräume der Tafel gleichen inzwischen einem Hochsicherheitstrakt. Bereits der Weg zum Eingang ist mit Absperrungen gekennzeichnet. Ankommende und Weggehende sollen sich möglichst nicht in die Quere kommen. Nur drei Kunden dürfen gleichzeitig einkaufen. Desinfektionsspender und Plastikwände sollen das Infektionsrisiko minimieren.

Mitarbeiter tragen ausnahmlos FFP2-Masken

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen ausnahmslos FFP2-Masken und Handschuhe. Vom Bischöfflich Münsterschen Offizialat (BMO) in Vechta erhielt die Einrichtung außerdem drei Luftfilter. Das BMO stellt jetzt auch Geld für Schnelltests zur Verfügung. Die Einhaltung der Hygienemaßnahmen wird genau dokumentiert. Mehr Sicherheit lasse sich kaum gewähren, findet Einhaus. „Viele unserer Kunden haben Angst davor, sich anzustecken“, weiß Einhaus. 50 bis 60 kommen dennoch an jedem Dienstag. Um die 200 Menschen versorgt die Tafel damit wöchentlich.

Die Märkte in Löningen, Lindern und Lastrup halten den Helfern weiter die Treue. Jeden Tag fährt der Transporter sie an. Menge und Qualität der Lebensmittel hätten unter Corona nicht gelitten, sagt der Vorsitzende. Mit den Cloppenburger Kollegen besteht außerdem ein Warenaustausch, damit zum Beispiel Obst und Gemüse, das nach einem Verkaufstag zurückbleibt, nicht verdirbt und weggeworfen werden muss.

Ältere Aktive halten sich bewusst zurück

Das Team wurde aus Sicherheitsgründen verkleinert. Besonders die älteren Aktiven hielten sich in der Vergangenheit bewusst zurück. Mit den zunehmenden Impfungen der über 70-jährigen entspannt sich die Situation jetzt ein wenig. Interessierte, die sich engagieren möchten, sobald die Tafel zur Normalität zurückkehren kann, dürfen sich bei Gerhard Einhaus melden.

„Es gibt uns noch und wir machen weiter, bekräftigt der Löninger. Er bedauert aber, dass die Geselligkeit zu kurz kommt. Gemeinsame Ausflüge etwa   bleiben auf lange Sicht ein Traum. Immerhin: Im Mai möchte Einhaus zur Generalversammlung einladen. Er hofft, dass es klappt.

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