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Löninger Schützen: Auch Mädchen dürfen jetzt auf den Adler schießen

Das Registergericht beim Amtsgericht Oldenburg billigt die neue Satzung des Löninger Schützenvereins von 1597. Alle Änderungen sind damit ab sofort gültig.

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Neue Zeit in Löningen: Nicht mehr nur die Jungen, auch die Mädchen dürfen nach der jetzt erfolgten Anerkennung der neuen Satzung erstmals auf dem kommenden Kinderschützenfest um die Kinderköniginnenwürde auf den Adler schießen. Foto: Willi Siemer

Neue Zeit in Löningen: Nicht mehr nur die Jungen, auch die Mädchen dürfen nach der jetzt erfolgten Anerkennung der neuen Satzung erstmals auf dem kommenden Kinderschützenfest um die Kinderköniginnenwürde auf den Adler schießen. Foto: Willi Siemer

Mit einem Schreiben an die Rechtsanwältin und Notarin, Iris Wichmann, ist es jetzt offiziell: Das beim Amtsgericht Oldenburg angesiedelte Registergericht als verantwortliche Stelle hat die eingereichte neue Satzung des Löninger Schützenvereins genehmigt. "Das ist ein Grund zu großer Freude für den Verein", betont Präsident Franz-Josef Hölzen.

Es sei erfreulich, dass die überarbeitete und modernisierte Grundlage der Vereinsarbeit nach kurzer Zeit ohne Nachbesserungen genehmigt worden sei. Er dankte allen, die mit ihrem Engagement zu diesem Erfolg beigetragen hätten. Es sei gut, dass für das im kommenden Jahr anstehende Jubiläums-Schützenfest das neue Statut schon angewendet werden könne und es keine Diskussionen zwischen möglichen neuen, aber noch nicht anzuwendenden Regeln gebe. Die Mitglieder des Traditionsvereins, der im kommenden Jahr das Jubiläum seines 425-jährigen Bestehens feiert, hatten im September auf einer außerordentlichen Generalversammlung das ausführlich beratene und in einzelnen Punkten gelegentlich durchaus kontrovers diskutierte Paragraphenwerk mit der nötigen Dreiviertel-Mehrheit verabschiedet.

Neue Satzung im September verabschiedet

Zuvor hatte eine 5-köpfige Satzungskommission in etlichen Sitzungen diskutiert und geänderte, maßvolle Modernisierungen vorbereitet, die dann in den folgenden Monaten im Vorstand, im erweiterten Vorstand und auf einem Treffen der Offiziere vorgestellt worden waren. Wichtigste Änderung in der Wahrnehmung der Löninger ist die Freigabe des Nachwuchswettbewerbs auch für Mädchen.

Denn in der gültigen neuen Satzung heißt es zu dieser Änderung: "Am Kinderkönigsschießen dürfen Mädchen und Jungen teilnehmen, die im gleichen Jahr mindestens 8 Jahre alt werden". Bisher war die Löninger Kinderkönigin "nur" die Partnerin an der Seite des Kinderkönigs, der mit dem letzten Schuss dieses Wettbewerbs den Adler von der Stange geholt hatte. Am zweiten Wochenende im Juli 2022 können sich damit auch die im Ort Löningen wohnenden Mädchen für diesen Titel anstellen.

Schon nach 20 Jahren erneute Königswürde möglich

Zu den weiteren Änderungen gehört, dass nicht erst nach 25, sondern bereits nach 20 Jahren die ehemaligen Schützenkönige sich erneut im Adlerschießen um diesen Titel bemühen können. Geändert worden ist auch der Paragraf 11, der bisher festgelegt hatte, dass nur der Vorstand Vorschläge für die Aufgaben im Offizierskorps wie Oberst, Hauptmann oder Adjutanten machen darf. Die können jetzt auch von den Offizieren selbst erfolgen. Damit alle Vorschläge rechtzeitig zum Beispiel in den Zügen beraten werden können, ist dazu aber in der Satzung festgelegt, "dass eine Kandidatur für eine der Funktionsträger-Aufgaben 4 Wochen vor der Wahl beim Oberst angemeldet wird".

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