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Löninger geben Möbeln eine zweite Chance

Der Spendenfluss versiegt so gut wie nie, sagt Agnes Brümmer. Die ehrenamtlichen Möbelhändler schauen aber ganz genau hin.

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Große Auswahl: Auch Haushaltsgegenstände finden sich in der Möbelei. Acht Mitarbeiter kümmern sich um den Verkauf, erklärt Agnes Brümmer.

Große Auswahl: Auch Haushaltsgegenstände finden sich in der Möbelei. Acht Mitarbeiter kümmern sich um den Verkauf, erklärt Agnes Brümmer.

Eine Küchenzeile für 150 Euro, ein Stuhl für fünf: So günstig wie in der Löninger Möbelei dürfte das Einrichten nirgendwo sein. Drei Jahre lang war der Secondhand-Laden des Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in einer früheren Wäscherei an der Süd­tangente untergebracht. Ende des Jahres zieht er um. Das leer stehende Fahrradgeschäft an der Bremer Straße (ehemals Elektro Biermann)wird bereits auf Vordermann gebracht. Auch die Jugendlichen des Sozialen Briefkastens packen mit an.

Spätestens ab dem 1. Januar soll die Möbelei dort öffnen. SKFM-Vorsitzende Agnes Brümmer hofft aber, dass es mit dem Umzug noch vor Weihnachten klappt. Denn die Möbelei kann jede Einnahme gebrauchen. Die Kunden können nach Möbeln und Haushaltsgegenständen aller Art stöbern. Soziale Bedürftigkeit ist kein Kriterium. „Jeder kann kommen. Wer zum Beispiel etwas für seine Studentenbude braucht, wird schnell fündig“, sagt Brümmer. Das Lager füllt sich ausschließlich mit Spenden. Der SKFM kauft nichts hinzu. Die Einnahmen gehen hauptsächlich für die Miete drauf. Seit dem Frühjahr schmeißen acht Ehrenamtliche den Laden. „Sie verkaufen nicht nur, sondern holen die Sachen teilweise auch ab“, erklärt Agnes Brümmer.

Renovierung läuft: Thorsten Meyer und sein Team richten derzeit die neue Halle an der Bremer Straße her. Fotos: MeyerRenovierung läuft: Thorsten Meyer und sein Team richten derzeit die neue Halle an der Bremer Straße her. Fotos: Meyer

Dabei achten sie darauf, dass die Waren eine gewisse Qualität haben. „Wir wollen ja keinen Schrott anbieten, auch wenn die Sachen sehr günstig sind.“ Vor fünf Jahren erlebte die Möbelei ihren bislang größten Boom. Damals half sie bei der Einrichtung zahlreicher Wohnungen für Geflüchtete. Die Spendenfreudigkeit sei sehr groß gewesen, erinnert sich Brümmer.

Gut erhalten: Die Ehrenamtlichen schauen sich die Möbel sorgsam an. Als Entsorgungsmöglichkeit sehen sie ihre Möbelei nicht. Trotzdem müssen auch sie hin und wieder etwas wegwerfen.Gut erhalten: Die Ehrenamtlichen schauen sich die Möbel sorgsam an. Als Entsorgungsmöglichkeit sehen sie ihre Möbelei nicht. Trotzdem müssen auch sie hin und wieder etwas wegwerfen.

Danach wurde es zwar ruhiger, trotzdem: „Der Verkauf läuft eigentlich bis heute ganz gut.“  Neben der Möbelei unterhält der Sozialdienst unter anderem eine Jugendwerkstatt, in der Jugendliche und junge Erwachsene berufliche Erfahrungen sammeln können. Die Verantwortlichen wollen jetzt einen Schritt weitergehen. „Wir möchten reguläre Ausbildungsgänge in den Bereichen Hauswirtschaft, Holz und Metall anbieten“, sagt Ausbilder Thorsten Meyer. Die Anträge sind bereits auf den Weg gebracht.

  • Die Möbelei an der Süd­tangente 12 ist montags (14 bis 16 Uhr) und donnerstags (14 bis 17 Uhr) geöffnet.  Infos: Tel. 05432/58994.

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