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Lohner Seniorenbeirat wird neu gewählt

Parallel zur Kommunalwahl endet die Amtszeit des derzeitigen Seniorenbeirats. Es wurde einiges erreicht, manch andere Projekte scheiterten dagegen vorerst.

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Freuen sich auf die Generalversammlung: (unten von links) die Vertreter des Seniorenbeirats, Friedhelm Heckmann, Dagmar Krapp und Hans Hogeweg sowie (oben von links) Amtsleiter Sebastian Wolke, Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und Ludgerus-Werk-Vertreter Norbert Hinzke. Foto: Kessen

Freuen sich auf die Generalversammlung: (unten von links) die Vertreter des Seniorenbeirats, Friedhelm Heckmann, Dagmar Krapp und Hans Hogeweg sowie (oben von links) Amtsleiter Sebastian Wolke, Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und Ludgerus-Werk-Vertreter Norbert Hinzke. Foto: Kessen

Die 2. Amtsperiode des Seniorenbeirats Lohne ist vorbei: Immer im Turnus der Kommunalwahlen (alle 5 Jahre) werden die Vertreter der im Februar 2012 gegründeten, gemeinnützigen Vereinigung neu gewählt. Am 24. September ist es wieder so weit, wenn in der Hofstelle des Ludgerus-Werkes die Generalversammlung des Seniorenbeirats stattfindet.

Zuletzt wurde im November 2016 gewählt. Damals ging Clemens Haskamp als neuer 1. Vorsitzender hervor und wurde Nachfolger von Wolfgang Fischer, dem allerersten Vorsitzenden des Beirats. Zudem wurden Dagmar Krapp (stellvertretende Vorsitzende), Hans Hogeweg (Schriftführer) und Friedhelm Heckmann (Rechnungsführer) in den Vorstand gewählt, hinzu kamen noch 5 Beisitzer.

Enge Zusammenarbeit mit dem Seniorentreffpunkt

Der Seniorenbeirat arbeitet eng mit dem Seniorentreffpunkt des Ludgerus-Werkes zusammen. Der pädagogische Leiter der Familienbildungsstätte und Gründungsmitglied des Beirates, Norbert Hinzke, würdigt die Relevanz des Gremiums: "Das ist ein ganz wichtiges Gremium in der Stadt Lohne." Er hebt hervor, dass Lohne zwar eine junge und dynamische Stadt sei. "Es ist aber wichtig, dass es eine Interessensvertretung für die geburtenstarken Jahrgänge der Generation 60+ gibt", findet Hinzke.

Auch Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (CDU) war damals ein Gründungsmitglied des Beirats. "Der Seniorenbeirat leistet gute Arbeit und ist für uns ein wichtiges Sprachrohr in Seniorenfragen", sagt Gerdesmeyer. Er betont in dem Zusammenhang die Überparteilichkeit des Gremiums: "Auch wenn es rechtlich ein Organ der Stadt ist, kann es vollkommen unabhängig arbeiten."

4.000 Euro im Jahr für Aktionen und Fahrten

Der Seniorenbeirat fällt bei der Stadt in den Zuständigkeitsbereich von Sebastian Wolke, der das Amt für Familie und Soziales leitet. Auch er würde die "enge Zusammenarbeit" zwischen Stadt und Beirat gerne fortsetzen. "Politisch ist der Beirat beratendes Mitglied im Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales", erklärt der Amtsleiter. Außerdem stelle die Stadt seit 2018 jährlich 4.000 Euro für Aktionen und Fahrten zur Verfügung, die der Beirat plant. "Diese Summe wurde politisch bis zum Jahr 2021 festgelegt, das muss jetzt neu entschieden werden." Er rechne aber mit einer Fortsetzung.

„Wir haben etliche Aktionen gestartet - manche davon waren erfolgreich, manche nicht.“Hans Hogeweg, Schriftführer des Seniorenbeirats Lohne

Hans Hogeweg, Schriftführer des Beirats, bekräftigt ebenfalls die "hervorragende Zusammenarbeit". Es seien oft unbürokratische Lösungen gefunden worden. "Wir haben etliche Aktionen gestartet - manche davon waren erfolgreich, manche nicht." So sei auf Initiative des Beirats die niedersächsische Ehrenamtskarte auch in Lohne eingeführt worden. Zudem wurde eine Notfalldose entwickelt, die immer im Kühlschrank steht und im Notfall wichtige Informationen über die betroffene Person enthält.

Bisher nicht erfolgreich war der Beirat dagegen bei der Idee, dass ältere Menschen ihren Führerschein abgeben und im Gegenzug kostenlos den Moobil-plus-Bus nutzen können. "Da gibt es bisher leider noch viele offene Fragen, aber wir bleiben dran", verspricht Hogeweg.

Alle Lohner ab 60 Jahren sind zur Wahl eingeladen

Bei der Generalversammlung, die am 24. September ab 15 Uhr in der Hofstelle des Ludgerus-Werkes stattfindet, gibt es einige Formalien zu beachten. Gewählt wird der neue Vorstand, der aus dem geschäftsführenden Vorstand sowie 5 Beisitzern besteht. Tobias Gerdesmeyer stellt klar: "Jeder Lohner ab 60 Jahren darf wählen und auch selbst gewählt werden." Dabei habe jeder Wähler 3 Stimmen, die entweder alle einer Person gegeben oder auf mehrere Kandidaten verteilt werden können. "Die neu gewählten Mitglieder des Beirats bestimmen dann unter sich die einzelnen Ämter", erklärt Gerdesmeyer das Vorgehen. 

Bei den vorangegangenen Wahlen hatte man noch die Vereine und Gruppen angeschrieben, die dann Delegierte für die Wahl gestellt haben. So nahmen etwa 40 bis 50 Personen an der Veranstaltung teil. Das soll bei dieser Generalversammlung anders werden: "Alle Lohner ab 60 Jahren sind herzlich eingeladen", würde sich Gerdesmeyer über eine rege Beteiligung freuen.


  • Info: Eine Anmeldung für die Generalversammlung ist erforderlich und kann beim Seniorentreffpunkt des Ludgerus-Werkes (Telefonnummer 04442/806071) vorgenommen werden.

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