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Lohner Reitsportler freuen sich über eine moderne Anlage

Auf dem Gelände des Lohner Reit- und Fahrvereins in Bokern  sind diverse Projekte durchgeführt worden. Stolz ist man vor allem auf den neuen "Ebbe-und-Flut-Platz".

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Direkter Blick auf den Platz: Rechts ist der neue Seminarraum zu sehen, im Hintergrund haben die neuen Pferdeboxen ihren Platz gefunden. Foto: Kessen

Direkter Blick auf den Platz: Rechts ist der neue Seminarraum zu sehen, im Hintergrund haben die neuen Pferdeboxen ihren Platz gefunden. Foto: Kessen

Draußen sprangen die Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden um den Titel, drinnen wurde stellvertretend für viele Projekte der neue Seminarraum mit einem Segen des Lohner Domkapitulars Rudolf Büscher eingeweiht. So sah das Treiben am Freitagnachmittag auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins (RuF) Lohne aus.

Abgeschlossen sind die Maßnahmen schon seit einigen Monaten. Anlässlich des Herbstturniers von Freitag bis Sonntag sahen die Verantwortlichen des RuF Lohne nun einen würdigen Rahmen, um die Neuerungen auf ihrem Gelände in Bokern einzuweihen und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Neuer Seminarraum angrenzend an den Platz 

Der 2. Vorsitzende Dirk Arns-Krogmann erläuterte, was seit Februar 2020 in insgesamt 12 bis 14 Monaten auf dem Gelände passiert ist. "Wo früher angrenzend an den Platz eine alte Terrasse war, konnten wir jetzt einen neuen Seminar- und Veranstaltungsraum errichten." Der Bau hat laut Beschlussvorlage des Lohner Rates, der eine Förderung für die Bauvorhaben beim RuF Lohne bewilligte, circa 90.000 Euro betragen.

Im neuen Seminarraum fand auch die offizielle Segnung durch den Lohner Domkapitular Rudolf Büscher statt. Bei seiner Ansprache betonte Büscher das Zusammenspiel von Mensch und Tier beim Reiten: "In diesem Sport wird besonders der Blick auf die Geschöpfe dieser Erde deutlich." Er wünsche sich, dass sich die Tradition der Zusammenarbeit von Mensch und Tier im Reitsport auf die Gesellschaft auswirke.

Pferdeboxen wurden artgerecht vergrößert

Eine weitere Veränderung betrifft die Pferdeboxen auf dem RuF-Gelände. "Hier mussten wir etwas tun, denn die ursprünglichen Boxen waren aufgrund ihrer zu kleinen Größe nicht mehr artgerecht", erklärt Arns-Krogmann. Durch die Vergrößerung und Modernisierung der Boxen habe man zwar 4 Boxen verloren. "Diesen Verlust konnten wir aber durch den Anbau von 10 neuen Boxen kompensieren." Jetzt sei man in diesem Bereich zukunftssicher aufgestellt; insgesamt hätten die Arbeiten etwa 125.000 Euro gekostet.

Segnung im neuen Seminarraum: Domkapitular Rudolf Büscher (von links) hält eine Ansprache; Dirk Arns-Krogmann, Klaus Roeser und die übrigen Vorstandsmitglieder hören aufmerksam zu. Foto: KessenSegnung im neuen Seminarraum: Domkapitular Rudolf Büscher (von links) hält eine Ansprache; Dirk Arns-Krogmann, Klaus Roeser und die übrigen Vorstandsmitglieder hören aufmerksam zu. Foto: Kessen

Ein wenig Stolz war Arns-Krogmann bei der Vorstellung des neuen Dressurplatzes anzumerken, der neben der Reithalle entstanden ist. "Das ist ein sogenannter 'Ebbe-und-Flut-Platz', der bei Wind und Wetter genutzt werden kann", sagt Arns-Krogmann. Durch einen vollautomatisch geregelten Wasserhaushaltes in dem Platz könne sowohl bei Regen, als auch bei Trockenheit optimale Reitverhältnisse gewährt werden. "An dem Platz werden wir noch viel Freude haben", ist sich Arns-Krogmann sicher. Insgesamt etwa 90.000 Euro hat der Ebbe-und-Flut-Platz gekostet, der laut Arns-Krogmann der erste seiner Art bei einem Reitverein im Landkreis Vechta sei.

1. Vorsitzender betont das "Horsemanship"

Als weitere Investition auf dem Areal des RuF Lohne wurden neue Paddocks, also ein Auslauf für Pferde, fertiggestellt. Außerdem konnte eine Dungplatte saniert werden. Beide Maßnahmen zusammen kosteten nochmal 23.000 Euro.

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Klaus Roeser, bekräftigte derweil die Relevanz von Reitsportvereinen: "Diese Vereine sind notwendig, um junge Menschen in bezahlbarer Weise in den Reitsport zu führen." Dafür müsse den Reiterinnen und Reitern sowie den Pferden auch optimale Bedingungen geboten werden. Vor allem das "Horsemanship" spiele eine Rolle - also der faire Umgang mit dem Pferd. "Dadurch lernen junge Menschen, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen", findet Roeser. 

Stadt Lohne bewilligte Förderung von 75 Prozent

Insgesamt etwa 325.000 Euro haben die Maßnahmen auf dem RuF-Gelände gekostet. "Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stadt und dem Kreissportbund für die Förderungen sowie bei allen Sponsoren", sagt Röser. Die Stadt Lohne hatte die Vorhaben mit 75 Prozent gefördert, damit wurden Kosten von 245.000 Euro übernommen. Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (CDU) lobte den Antrag des RuF vom Oktober 2019: "Der Antrag war so hervorragend vorbereitet, dass wir ihn ohne Änderungen im Dezember 2019 direkt annehmen konnten."

Gerdesmeyer gefiel, was aus den zur Verfügung gestellten Mitteln gemacht wurde: "Hier ist ein wirkliches Schmuckstück entstanden." Generell halte er es für richtig, die Vereine in der Stadt Lohne finanziell zu unterstützen: "Die Vereine spielen für die Lebensqualität in unserer Stadt eine wichtige Rolle."

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