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Lohner Leichtathleten feiern 50-jähriges Bestehen

Laufen, Springen, Werfen – das Training der Sportler ist gleich geblieben. In dem halben Jahrhundert hat sich aber einiges verändert.

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Seit 50 Jahren aktiv: Die Lohner Leichtathletik-Abteilung entstand aus der Schülergruppe "Jugend trainiert für Olympia". Foto: BW Lohne Leichtathletik

Seit 50 Jahren aktiv: Die Lohner Leichtathletik-Abteilung entstand aus der Schülergruppe "Jugend trainiert für Olympia". Foto: BW Lohne Leichtathletik

Die Leichtathletik-Abteilung des TuS BW Lohne feiert am Sonntag 4. September ihr 50. Jubiläum. Mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern kann bei dem Treffen in Erinnerungen geschwelgt werden, scherzt Abteilungsleiter Reinhard Meyer. Vor der Jubiläumsfeier richten die Lohner die Kreismeisterschaften im Wurf und Stoß im Heinz-Dettmer-Stadion Lohne aus. Sie beginnen um 10 Uhr.

Die Abteilung wurde 1972 von Ute und Fritz Hoppe ins Leben gerufen. Das Ehepaar ist 1971 hergezogen, als an dem damals neuen Gymnasium Lehrkräfte gesucht wurden. Fritz Hoppe stammt ursprünglich aus Westfalen, Ute Hoppe aus Hessen. Die beiden Lehrkräfte wollten das Projekt "Jugend trainiert für Olympia" ernster angehen. Durch die Abteilung sollten die rund 40 Jugendlichen an Wettbewerben teilnehmen können.

Mit der Zeit entwickelte sich die Abteilung weiter. Die Schüler wurden älter und zusätzlich zu den Kindern und Jugendlichen wurden Erwachsene trainiert. Dann kam eine Talentfördergruppe hinzu. Eine Zeit lang gab es die Startgemeinschaft "LG Dinklage Lohne" mit den Sportlern des TV Dinklage. So mussten sie mit nur einem Bus zu Wettkämpfen fahren und hatten ausreichend Sportler für eine Mannschaft, erklärt Fritz Hoppe.

Fritz Hoppe hörte wegen bürokratischer Streitigkeiten auf

Probleme hätte es durch die Bürokratie gegeben. Ein großer Streitpunkt sei die Laufbahn gewesen. Die Lohner Leichtathleten trainierten am Gymnasium auf Asche, bei Wettkämpfen mussten sie aber auf Kunststoffbahnen laufen – das sei ein komplett anderes Laufen, erklärt Fritz Hoppe. Trotz seines Einsatzes habe der Kreis, in dessen Trägerschaft die Schule mittlerweile fiel, den Bau einer Kunststoffbahn abgelehnt. Letztendlich führten solche Dispute dazu, dass Fritz Hoppe seine Tätigkeit als Abteilungsleiter beendete.

Trotz der Komplikationen machten sich die Lohner Leichtathleten schnell einen Namen. Bis in die Bundesebene seien sie immer wieder erfolgreich gewesen. "Wir hatten sehr viele Talente in der Region", sagt Fritz Hoppe. "Wir hatten aber nie die Möglichkeit, sie so zu fördern, wie es nötig wäre", meint er weiter. 

Als auch Ute Hoppe kürzertreten wollte, übernahmen 2001 Maria und Reinhard Meyer die Abteilungsleitung. Sie nutzten den Leitungswechsel, um sich über die Aufstellung der Abteilung mit nun 120 Mitgliedern Gedanken zu machen. Laut Reinhard Meyer sei die zentrale Frage gewesen: "Wollen wir in die Spitze oder in die Breite?" Sie entschieden sich, den Verein breit aufzustellen. So sollte jeder die Möglichkeit haben, sich zu bewegen, erklärt Maria Meyer. 

Mitglieder haben weniger Zeit als früher

Reinhard Meyer war in seiner Schulzeit in der Leichtathletik-Abteilung aktiv. Durch ihre Kinder fanden er und seine Frau den Weg zurück. Da Maria Meyer ohnehin bei den Trainings vor Ort war, begann sie auszuhelfen. Mit der Zeit machte sie einen Übungsleiterinnen- und einen Trainingsschein, Reinhard Meyer machte einen Kampfrichterschein. Die Leitung teilen sich die Meyers nun mit weiteren Trainern und Übungsleitern.

Beiden Paaren sei in ihrer Zeit als Abteilungsleitende einiges aufgefallen. Zum einen hätten die Kinder heutzutage weniger Zeit. Selten schaffen es die Kleinen zu allen drei Trainings in der Woche, meint Maria Meyer. Das sei aber nicht nur bei den Kindern so. Schon den Hoppes sei in ihrer Zeit aufgefallen, dass die Eltern immer weniger Zeit haben. Früher sei es etwa üblich gewesen, zu den Wettbewerben zu kommen, jetzt seien die Kinder immer öfter alleine.

Mittlerweile steht die Abteilung wieder vor einem neuen Wechsel. Die Meyers übergeben den Stab langsam an den Polizeibeamten Ingo Buß. Der 33-Jährige war schon ein Schüler von Fritz Hoppe. Für die Zukunft haben Maria und Reinhard Meyer aber noch einen Wunsch: eine neue Kunststoffbahn. Die aktuelle bestehe schon seit fast 35 Jahren und sei stark in die Jahre gekommen.

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