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Lohner Grundschüler erhalten Hausaufgabenhilfe

Die Verwaltung erarbeitet jetzt ein entsprechendes Konzept. Damit sollen Lernrückstände aufgeholt werden. Die CDU-Fraktion wollte nicht auf den Bund warten.

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Unterstützung für die Grundschüler: In Lohne soll es bald eine von der Stadt finanzierte Hausaufgabenbetreuung geben. Symbolfoto: dpa

Unterstützung für die Grundschüler: In Lohne soll es bald eine von der Stadt finanzierte Hausaufgabenbetreuung geben. Symbolfoto: dpa

Die Grundschüler in der Stadt Lohne sollen von einer Art "Hausaufgabenhilfe" profitieren, um Corona-Defizite aufzuholen. Der Verwaltungsausschuss hat in der vergangenen Woche einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion zugestimmt, die Verwaltung wurde nun beauftragt, ein Konzept zu entwickeln.

Laut dem Antrag, der von den CDU-Ratsmitgliedern Paul Sandmann, Christian Meyer, Christina Renner und Frank Bruns sowie dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert Hinzke unterschrieben wurde, ziele der Vorschlag auf die Verringerung von Bildungsungleichheiten in Lohne ab. Mit dem kostenlosen Angebot einer Hausaufgabenhilfe sollen Lerndefizite, die im letzten Jahr durch den Wechselunterricht entstanden sind, aufgeholt werden. Dadurch könnten auch die Eltern der Kinder etwas entlastet werden. Das Angebot soll für alle Grundschulkinder gemacht werden, die nicht bereits nachmittags in einem Hort zur Betreuung angemeldet sind.

Betreuung durch ehrenamtliches Personal

Die CDU-Fraktion hat in ihrem Antrag auch gleich ein mögliches Grundkonzept vorgelegt: So stellt sie sich vor, dass die Betreuung während der Zeit von 14 bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten der jeweiligen Schule durch ehrenamtliches Personal erfolgt. Dafür würden zum Beispiel Studierende der Uni Vechta, Lehrerpensionäre oder Oberschüler infrage kommen. Auch die städtischen Schulsozialarbeiter können eingebunden werden.

Finanziert werden soll die gesamte Aktion von der Stadt Lohne. Eine Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtlichen solle es "bei Bedarf" geben. Die Koordination inklusive Hinweis auf den Lernstoff soll laut dem Antrag die jeweilige Schule übernehmen; dabei könne sie Unterstützung von externen Trägern wie der Kreisvolkshochschule, dem Seniorentreffpunkt oder dem Jugendtreff Lohne erhalten.

Stadt Lohne unterstützt den Antrag

Die Stadt Lohne steht hinter dem CDU-Antrag: "Nach Rücksprache mit den Schulleitungen wird ein Förderbedarf der Schüler gesehen, der sich aufgrund der Corona-Situation ergeben hat", erklärt  Stadtsprecher Christian Tombrägel. Jetzt sei die Fachabteilung der Stadt Lohne am Zug, ein Konzept zu erarbeiten. "Dieses Konzept soll in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 6. Mai vorgestellt werden", sagt Tombrägel.

Nach dem Willen der CDU-Fraktion soll das Angebot "idealerweise" schon nach den Osterferien starten und bis zu den Weihnachtsferien andauern. Laut Auskunft von CDU-Ratsherr Paul Sandmann, der auch Jugendpfleger in Lohne ist, wird das Angebot wahrscheinlich schon vor der Konzeptvorstellung am 6. Mai an den Start gehen: "Spätestens Mitte April wollen wir so weit sein und mit der ersten Gruppe beginnen." Dazu soll am 8. April ein Gespräch mit den Schulen stattfinden; in der Schulausschusssitzung könne dann schon berichtet werden, wie die Hausaufgabenbetreuung angelaufen sei, sagt Sandmann.

CDU-Fraktion will nicht auf den Bund warten

Der Jugendpfleger ist froh, dass der Verwaltungsausschuss dem Antrag zugestimmt hat: "Man sieht, das wir nicht ganz in die falsche Richtung gedacht haben." In dem Zusammenhang verwies er auch auf die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, eine Milliarde Euro für ein Nachhilfeprogramm bereitzustellen: "Darauf können wir einfach nicht warten, wir wollten selber aktiv werden", begründet Sandmann das Vorpreschen der CDU-Fraktion.

"Ziel sollte es in Lohne sein, Bildungsungleichheiten so gering wie möglich zu halten"Aus dem CDU-Antrag zur Schulkindbetreuung in Lohne

Weiter begründet die CDU ihren Antrag damit, dass mit der Pandemie und der Forderung nach digitalen Lerngelegenheiten die Diskussion um soziale Ungleichheiten im Bildungswesen noch einmal verschärft worden sei. Digitale Endgeräte auf Staatskosten zu kaufen, das sei zwar ein richtiger Schritt – ihm folgen müssen laut CDU-Fraktion aber Förderangebote für die benachteiligten Kinder. Denn "Ziel sollte es in Lohne sein, Bildungsungleichheiten so gering wie möglich zu halten", heißt es abschließend.

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