Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Lohner Feuerwehr darf jetzt hoch hinaus

Das neue Drehleiter-Fahrzeug soll insbesondere die Rettung bei Brandfällen gewährleisten. Rund 800.000 Euro stellte der Landkreis für die Anschaffung zur Verfügung.

Artikel teilen:
Bereit für den Einsatz:  Ortsbrandmeister Thorsten Heseding (links) und Kreisbrandmeister Matthias Trumme vor dem neuen Einsatzfahrzeug. Foto: Pundt

Bereit für den Einsatz: Ortsbrandmeister Thorsten Heseding (links) und Kreisbrandmeister Matthias Trumme vor dem neuen Einsatzfahrzeug. Foto: Pundt

Das Feuerwehrfahrzeug mit Drehleiter gehört heute zu den wichtigsten Hilfsmitteln der Feuerwehr - gerade für die Menschenrettung. Im Landkreis Vechta gab es bislang zwei von diesen Fahrzeugen, stationiert bei den Freiwilligen Feuerwehren in Vechta und Damme. Ab sofort ist nun auch ein drittes mit Standort in Lohne einsatzbereit.

Kreisbrandmeister Matthias Trumme erklärt: Nach dem Brand eines Mehrparteienhauses in der Straße Witten Dresch 2013 in Lohne sei bereits der Gedanke aufgekommen, für den  Landkreis Vechta eine dritte Drehleiter zu besorgen. Nach Testfahrten der vergangenen Jahre sei dann schnell klar geworden: Die rechtzeitige Ankunft der Drehleitern aus Damme oder Vechta in Lohne könne zu Stoßzeiten nicht gesichert werden. Der Antrag für eine dritte Drehleiter am Standort Lohne wurde 2018 an den Kreistag Vechta gestellt – dem wurde stattgegeben. Rund 800.000 Euro wurden für die Neuanschaffung angesetzt.  

Mitte Juli diesen Jahres war es dann soweit: Das neue Fahrzeug konnte bei der Firma Rosenbaum Fahrzeugausbau in Hürth (Nordrhein-Westfalen) abgeholt werden. "Uns war es ein Anliegen, möglichst eine baugleiche Drehleiter zu den sich bereits im Einsatz befindenden zu bekommen, um Verwirrung bei der Bedienung zu vermeiden", sagt Trumme. Da die anderen beiden Drehleitern ebenfalls von Rosenbaum stammen, habe es nahe gelegen, auch die dritte Drehleiter von dort zu beziehen.

Drehleiter kam schon mehrfach zum Einsatz

Thorsten Heseding, der Ortsbrandmeister in Lohne, hat dann sofort mit der Ausbildung der Kameraden begonnen. "Wir haben verschiedene Gebäude im Landkreis angefahren, um zu üben. Immer natürlich in kleinen Gruppen wegen Corona", schildert er. Rund 20 Maschinisten und nochmal so viele Korbführer, die ausreichend Kenntnisse über den Umgang mit der Drehleiter vorweisen können, stünden ab jetzt zur Verfügung.

Das Einsatzfahrzeug könne, laut Trumme, ab sofort von allen Kommunen des Landkreises angefordert werden. Es würde daran gearbeitet, diesen Vorgang zu automatisieren.

Der Kreisbrandmeister weist daraufhin, dass der Landkreis bei der Anschaffung keine Kosten gescheut hätte, um die Sicherheit der Bürger auch weiterhin gewährleisten zu können. "Wir haben natürlich schon vorher Tragehilfe geleistet, wenn Menschen aus Gebäuden geholt werden mussten. Sollte der Treppenaufgang jedoch - aus was für Gründen auch immer - nicht als Fluchtweg zur Verfügung stehen, brauchen wir andere Möglichkeiten, um die Leute da rauszuholen." Heseding betont: "Wenn auch nur ein Menschenleben durch diese Drehleiter gerettet werden kann, hat sich die Anschaffung bereits rentiert."

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Lohner Feuerwehr darf jetzt hoch hinaus - OM online