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Lohner CDU startet Digital-Podium

Eine Stunde dauert die Premiere. Es geht um Wohnungsbau, Klimaschutz, Gewerbegebiete und den geplanten Bürger-Klimapark.

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Das Digital-Podium der CDU sucht Antworten auf die Frage: Lohne - eine weiter wachsende Stadt? Foto: Heinzel

Das Digital-Podium der CDU sucht Antworten auf die Frage: Lohne - eine weiter wachsende Stadt? Foto: Heinzel

„Lohne - eine weiter wachsende Stadt?“: Das war das Thema des ersten Digital-Podiums des Lohner CDU-Stadtverbandes. Teilnehmer der von Jochen Steinkamp moderierten Diskussionsrunde waren: Tobias Gerdesmeyer, Bürgermeister der Stadt Lohne; Dr. Barbara Grabkowsky, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Transformationsforschung agrar der Universität Vechta; Walter Bokern, Vorsitzender des Bau-, Verkehrs-, Planungs- und Umweltausschusses des Rates der Stadt Lohne;  Martin Sieverding, Inhaber der Anton Eiken Bauunternehmen GmbH & Co. KG sowie  Tobias Hermesch, Bauherr eines Einfamilienhauses und CDU-Stadtratskandidat.

Zwischenzeitlich wählten sich bis zu 60 Geräte ein. Gleich zu Beginn mussten die Diskutierenden die Frage, ob Lohne eine weiter wachsende Stadt ist, beantworten. Die Antwort fiel bei allen 5 mit „Ja, aber …“ gleich aus, wobei es bei den Punkten hinter der Einschränkung ebenfalls viele Übereinstimmungen gab. In den Antworten wurde deutlich, dass es darum geht, Zielkonflikte zu bewältigen, Kompromisse einzugehen und neue Wege zu gehen.

„Dass wir als Stadt der Spezialindustrie momentan überhaupt keine Gewerbeflächen mehr im Angebot haben, ist nicht gut.“Tobias Gerdesmeyer, Bürgermeister Stadt Lohne

In Sachen Gewerbeflächen sei während seiner Amtszeit mangels Verfügbarkeit wenig passiert, sagte Tobias Gerdesmeyer und gab zu: „Dass wir als Stadt der Spezialindustrie momentan überhaupt keine Gewerbeflächen mehr im Angebot haben, ist nicht gut.“

Tobias Hermesch verwies auf die Problematik der steigenden Baupreise und setzte sich dafür ein, dass der Wunsch vom Eigenheim bezahlbar bleibe. Jochen Steinkamp brachte anschließend mit der Problematik der Ausgleichs- und Kompensationsflächen einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein. Dr. Barbara Grabkowsky referierte in diesem Zusammenhang kurz über das Projekt des Bürger-Klimaparks in Lohne.

Walter Bokern meinte, dass in künftigen Bebauungsplänen der Natur-, Umwelt- und Klimaschutz eine größere Rolle spielen müsse. Dabei dürfe man aber nicht die Gewerbetreibenden und Hausbauer vergessen.

Verdichtung ja – aber ohne Bauzwang

Dieser Zielkonflikt zwischen Wachstum und Klimaschutz zog sich durch die gesamte Debatte. Tobias Gerdesmeyer benannte beim Thema Gewerbegebiete den Bereich nördlich der Dinklage Straße bis zum Brockdorfer Esch als Möglichkeit. Mit der Aussage: Wenn gewerbliche Entwicklung gewollt sei, dann wäre dieser Standort gut gewählt, schloss er seine Ausführungen dazu.

Unter „Neue Wohnformen“ sprachen die Teilnehmer über das Zusammenleben von Alt und Jung. Was Konrad Rohe für Großeltern und Enkel durch die Änderung von Bebauungsplänen ermöglichen wollte, denn „der Bedarf ist konkret da“. Tobias Gerdesmeyer meinte, dies sei ein Problem des Baugesetzes und müsse auf Bundesebene gelöst werden. Auf einen Bauzwang angesprochen bezeichnete er die Nachverdichtung als durchaus wichtig, lehnte aber einen Bauzwang ab. „Das regelt sich in vielen Fällen von selbst“, ergänzte Walter Bokern. Der „Landkreis als Denkfabrik“ könne den Kommunen in vielen Bereichen helfen, indem hier gemeinsam Informationen gesammelt werden.

Eine Stunde dauerte das Event; die Themen waren spannend; die Diskussionen straff geführt und daher kurzweilig. Es werde eine Fortsetzung des Digital-Podiums geben, verkündeten die Organisatoren.

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