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Lohner Biker wollen bei Motorradgottesdienst Vielfalt zeigen

Am 5. September findet in Lohne das alljährliche Treffen unter dem Thema "Vielfalt" statt. Nach der Freiluft-Messe geht es gemeinsam durch den Landkreis Vechta.

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Das Organisationsteam: (von links) Uli Taphorn, Thomas Blauth, Christian Jaeger, Kerstin Sommer, Karin Blömer, Gerd Tönjes und Jörg Sommer hoffen auf viele Besucher. Foto: Kessen

Das Organisationsteam: (von links) Uli Taphorn, Thomas Blauth, Christian Jaeger, Kerstin Sommer, Karin Blömer, Gerd Tönjes und Jörg Sommer hoffen auf viele Besucher. Foto: Kessen

Zum 4. Mal in Folge organisieren die evangelische Kirchengemeinde St. Michael sowie die katholische Kirchengemeinde St. Gertrud aus Lohne einen ökumenischen Motorradgottesdienst. Die Messe am 5. September (Sonntag) soll unter dem Thema "Vielfalt" stehen. Nach dem Gottesdienst auf dem Parkplatz des E-Centers startet die Gruppe auf eine etwa 80 Kilometer lange Motorradtour.

Bevor der Gottesdienst um 11.30 Uhr beginnen wird, können sich die Teilnehmer zum "biker-freundlichen Familienpreis" ab 10 Uhr an einem Frühstücksbüfett stärken. Im letzten Jahr musste Corona-bedingt noch auf das Büfett verzichtet werden. "Das wird von den Mitarbeitern des E-Centers immer toll vorbereitet", weiß Mit-Organisator Thomas Blauth aus Erfahrung. Generell danken die Organisatoren dem Inhaber des E-Centers, Carsten Leipold, dass der Gottesdienst auf dem Parkplatz stattfinden kann und die Toiletten des E-Centers benutzt werden dürfen.

Jaeger ermuntert dazu, Vielfalt auszuleben

Für die musikalische Untermalung während des Frühstückbüfetts sorgt die Lohner Band "28zweiundvierzig". Wenn alle Biker gestärkt sind, kann der ökumenische Gottesdienst unter der Leitung des evangelischen Pfarrers Christian Jaeger beginnen. "Vielfalt meint, dass jeder entdecken muss, welche Gaben ihm geschenkt wurden", beschreibt der Pfarrer das Thema des Gottesdienstes. Man solle den Reichtum an Möglichkeiten wahrnehmen. "In der Biker-Szene ist es besonders wichtig, Vielfalt zu zeigen - weil etwa das Klischee, dass alle Motorradfahrer Rowdys sind, nicht stimmt", ist Jaeger überzeugt.

Unterstützung erhält er vom katholischen Gastprediger Michael Kenkel, der momentan noch Pfarrer im nordrhein-westfälischen Raesfeld ist und zum 12. September in die Linderner Pfarrei St. Katharina von Siena wechselt. Zum Organisationsteam der Messe gehört auch Uli Taphorn, Diakon von St. Gertrud. Abgehalten wird die Messe derweil auf einem Auflieger der Firma Pöppelmann, der als Altarraum dienen wird. "Es sind ausdrücklich auch Besucher zum Gottesdienst willkommen, die kein Motorrad besitzen", sagt Jaeger.

Die Ausfahrt zur etwa 80 Kilometer langen Strecke ist für 12.30 Uhr geplant. Dann solle es in den Südkreis rund um den Dümmer gehen, verraten die Verantwortlichen. Viele Teilnehmer würden aus dem Landkreis Vechta kommen. "Wir haben mittlerweile aber auch einige Biker von außerhalb dabei, zum Beispiel aus Bielefeld", so Kerstin Sommer vom Organisationsteam. Außerdem seien Teilnehmer aus allen Generationen vertreten. "Besonders freut uns, dass immer mehr Frauen dabei sind", sagt Blauth.

Abschluss des Tages bei Amasyaspor Lohne

Ein Tabu-Thema unter Bikern sind eigentlich Quad- und ATV-Fahrer. Der Motorradgottesdienst in Lohne heißt sie aber willkommen: "So machen wir in gewisser Weise ja auch Vielfalt deutlich", schmunzelt Jaeger. Eine planmäßige Pause soll es auf der Route nicht geben, dafür ist aber als Highlight, wie in jedem Jahr, die sogenannte Begegnungsstrecke vorgesehen - dort fährt die Kolonne in einen Kreisel herein und auf dem gleichen Weg wieder heraus, sodass sich alle Motorradfahrer einmal begegnen. 

Ausklingen soll der Tag ab 14.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen auf dem Gelände des Sportvereins Amasyaspor Lohne. "Das Gelände von Amasyaspor haben wir nicht ohne Grund gewählt – auch mit dieser Wahl wollen wir Vielfalt zeigen", erklärt Jaeger. Zudem sei das Areal groß genug, um allen Gästen draußen Platz zu bieten. Wie viele Teilnehmer es letztendlich werden, hänge wohl hauptsächlich vom Wetter ab: "Letztes Jahr waren es 150 Biker, das wollen wir in diesem Jahr natürlich noch etwas steigern", meint Blauth.

Damit die Biker sicher an ihr Ziel kommen, wird die Kolonne von der Polizei begleitet. "Zum Glück gab es bisher bei uns noch nie einen Unfall und wir hoffen natürlich, dass das so bleibt", sagt Blauth. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass die gängigen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Da die Veranstaltung die gesamte Zeit draußen stattfinde, werde jedoch kein Test benötigt. 

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