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Lohne verteilt Testkits in Kitas und Grundschulen

Auch in den anderen Orten im Kreis sollen sich die Erzieherinnen und Erzieher kostenlos auf Corona testen können. Und: Am Wochenende sollen sie und die Grundschullehrer und Lehrerinnen geimpft werden.

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Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer übergibt die ersten Coronatests an Sabrina Schröder. Sie ist Leiterin der Gertrudenschule in Lohne. Die 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich nun wöchentlich selbst testen können. Foto: Stadt/Tombrägel

Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer übergibt die ersten Coronatests an Sabrina Schröder. Sie ist Leiterin der Gertrudenschule in Lohne. Die 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich nun wöchentlich selbst testen können. Foto: Stadt/Tombrägel

Einen Corona-Test pro Woche zahlt das Land allen Bürgerinnen und Bürgern. Bis zu 2 weitere als Kür werden die Städte und Gemeinden im Landkreis Vechta dem Kita-Personal anbieten, wenn die Einrichtungen bei passender Inzidenzzahl für alle Kinder demnächst öffnen dürfen. „Dies soll dem Personal im Szenario B zusätzliche Sicherheit geben, damit einhergehend sorgt dies aber auch für mehr Sicherheit gegenüber den Kindern und Eltern“, gibt Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck als Ergebnis einer Sitzung des Arbeitskreises „Kita“ bekannt. Vorläufig bis zum 4. April gilt der Deal.

Die Wege zu diesem Ziel, die sind unterschiedlich. Die Gemeinde Holdorf arbeitet noch an ihrem Konzept. Andere Kommunen lassen schon längst auf eigene Kosten testen. Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden etwa hat bereits seit Ende Februar dem pädagogischen Personal in den Kindertagesstätten und den Großtagespflegen, aber auch den übrigen Tagesmüttern ermöglicht, einmal pro Woche in der Zumloh'schen Apotheke in Neuenkirchen kostenlos einen Corona-Schnelltest zu machen. Die dabei anfallenden, nicht durch andere Institutionen gedeckten Kosten, hat die Gemeinde übernommen.

Südkreis-Gemeinde schaffte schon Ende Februar Fakten

„Wir wollten nicht mehr warten“, sagte Martin Wiewerich, Leiter des Amtes für Familie, Soziales, Integration und Teilhabe. Die bei der Gemeinde angestellten Mitarbeiter in den Schulen – die Hausmeister etwa – können sich seit vergangenen Montag ebenfalls einmal pro Woche in der Zumloh'schen Apotheke melden.

Die Stadt Damme arbeitet seit vergangenem Montag bei den Schnelltests für das pädagogische Personal in den Kindertagesstätten und Großtagespflegen sowie für Tagesmütter, aber auch für die nicht-pädagogischen Mitarbeiter der 6 Schulen in städtischer Trägerschaft mit der Rathaus-Apotheke sowie Ärzten im Gesundheitscentrum und der Praxis Held, Beutel, Reben zusammen. Hier sind Tests möglich.

Geld gibt die Gemeinde Steinfeld. Mit den Euros sollen die Erzieherinnen und Erzieher 2 zusätzliche Schnelltests bekommen können. Die Organisation übernehmen die Kitas oder die Träger. Über die Jahresrechnung werde die Summe beglichen, sodass auch das Offizialat einen Anteil zahle, erklärt Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp. Im Idealfall, sagt Honkomp, würde die Erzieherin oder der Erzieher natürlich morgens, vor der Arbeit, zuhause zum Testkit greifen. In die Grundschule komme entweder ein Arzt zum Check, oder aber das Personal suche eine Praxis auf. So sei es vom Land vorgesehen, erklärt Honkomp.

Wichtig sei zudem, dass ob des „Engagements von Landkreis und Kommunen bereits ab dem kommenden Wochenende sämtliches Personal aus Grundschulen, Kitas und alle Tagesmütter im Impfzentrum in Lohne erstmals geimpft wird“, heißt es aus dem Steinfelder Rathaus.

In Lohne sind Sets auch an die Schulen gegangen

Den direkten Weg geht Lohne: Alle Kindertagesstätten in Lohne sowie die Schulen in städtischer Trägerschaft haben in dieser Woche Corona-Schnelltests erhalten. Die Einrichtungen werden künftig so versorgt, dass sich sämtliches Personal ein Mal pro Woche kostenlos auf das Sars-CoV-2-Virus eigenständig testen kann. Die ersten 1.000 Sets wurden in dieser Woche verteilt. Die Kosten teilen sich die Stadt, die Kita-Träger und das Land.

Auf die Schnelltests für Laien setzen in der Gemeinde Bakum die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft. Bevor die Erzieherinnen zur Arbeit fahren, nutzen sie die Kits, weiß Bürgermeister Tobias Averbeck. Der Kindergarten des Andreaswerks wiederum hat sich zunächst durch externes, medizinisches Personal checken lassen. Mittlerweile übernehme ein extra geschulter Mitarbeiter des Andreaswerks diese Aufgabe, schreibt Averbeck. Bereits seit Ende Februar seien die geschilderten Wege in Bakum Standard. Mehr Sicherheit sei das gute Ergebnis für alle Beteiligten, versichert Averbeck.

Dinklage will die Tests vor dem Wochenende verteilen

Die Gemeinde Goldenstedt hat Anfang dieser Woche für das Personal in den Kindertagesstätten sowie das kommunale Personal an den Schulen etwa 130 Berechtigungsscheine für wöchentliche Tests bis zum 4. April ausgestellt, teilt Steffen Boning mit. Die ersten Testungen haben bereits direkt in den Einrichtungen stattgefunden. „Zusätzlich hat die Gemeinde Goldenstedt zunächst 1.000 Spuktests als Selbsttests für zusätzliche Testungen in den Einrichtungen geordert“, weiß der Fachbereichsleiter.

Die Stadt Dinklage ordert über eine Apotheke die ersten 500 bis 600 Selbsttests. Diese sollen dann am Freitag an die rund 150 Erzieherinnen verteilt werden, damit das Kita-Personal 2 bis 3 Selbsttests pro Woche machen kann.

In der Gemeinde Visbek werden dem Personal der Kindergärten Laientests in Abstimmung mit den Trägern zur Verfügung gestellt, sagt Bürgermeister Gerd Meyer. Geplant werde mit 2 Selbsttests pro Person und Woche. Die Kits seien bestellt und sollten Anfang kommender Woche geliefert werden. Geplant sei, künftig am Montag- und am Mittwochmorgen privat zu Hause den Abstrich zu nehmen, um frühzeitig eine Infektion zu erkennen und Infektionsketten zu unterbinden, erklärt Meyer.

Auch die Stadt Vechta hat eine Bestellung aufgegeben für die Tests 2 und 3, die sie den Erzieherinnen und Erziehern zusätzlich bieten will. 500 Testkits seien für die städtischen Einrichtungen geordert worden, heißt es aus dem Rathaus. Vermutlich am Freitag sollen diese geliefert werden. Die Empfängerinnen und Empfänger sollen dann durch die Betriebsärztin der Stadt geschult werden. In den Einrichtungen mit anderen Trägern werde im Grundsatz ähnlich verfahren.

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