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Lohne spart bei der Weihnachtsbeleuchtung

Mit LED-Technik, kürzeren Einschaltzeiten und weniger Lampen reduziert die Stadt den Stromverbrauch deutlich.

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Stadt als Vorbild: Jan Baumann vom Elektrobetrieb Strasser installierte im vergangenen Jahr einen der neuen Kränze in der Innenstadt. Die alten Straßenüberspannungen mit den Sternschweifen werden nicht mehr gehängt. Dieses Jahr reduziert die Stadt nach eigenen Angaben die Weihnachtsbeleuchtung zudem im Umfang und von den Einschaltzeiten. Archivfoto: Tombrägel / Stadt Lohne

Stadt als Vorbild: Jan Baumann vom Elektrobetrieb Strasser installierte im vergangenen Jahr einen der neuen Kränze in der Innenstadt. Die alten Straßenüberspannungen mit den Sternschweifen werden nicht mehr gehängt. Dieses Jahr reduziert die Stadt nach eigenen Angaben die Weihnachtsbeleuchtung zudem im Umfang und von den Einschaltzeiten. Archivfoto: Tombrägel / Stadt Lohne

Die Stadt Lohne benötigt für die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt im Jahr 2022 insgesamt 2200 Kilowattstunden Strom – und damit deutlich weniger als in den Vorjahren. Der Grund: Die Stadt kürzt nach eigenen Angaben die Einschaltzeit auf 6 Stunden täglich, tauscht alte, stromfressende Motive gegen moderne LED-Beleuchtung aus und reduziert die Anzahl der Lampen.

Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet wird wie folgt zitiert: „Wir leben in Zeiten, in denen wir alle aufgerufen sind, Strom zu sparen. Da hat die Stadt eine besondere Vorbildfunktion. Gleichzeitig halten wir es gerade in Krisenzeiten für wichtig, mit einem stimmungsvollen, weihnachtlichen Ambiente den Handel und den Weihnachtsmarkt zu unterstützen und den Menschen mit der Beleuchtung eine Freude zu machen.“ Deshalb habe man sich im Rathaus intensive Gedanken gemacht, wie in diesem Jahr die Weihnachtsbeleuchtung ausfallen soll.

Haus Uptmoor und Rathaus werden nicht angestrahlt

Nicht angestrahlt werden sollen zum Beispiel das Haus Uptmoor und das Rathaus. Schließlich gelten seit dem 1. September in ganz Deutschland verbindliche Energiesparregeln, nach denen beispielsweise die Anstrahlung von Gebäuden und Kulturdenkmälern verboten ist. Auch Lichterketten mit sogenannten Allgebrauchslampen werden nicht gehängt. Die Bodenprojektoren, die in den Vorjahren in der Marktstraße Sterne auf das Pflaster übertragen haben, bleiben ebenfalls aus. Die Außenbereiche bleiben unbeleuchtet, und auch auf einen Teil der neu bestellten Straßenüberspannungen verzichtet die Stadt. Das Motto für die Beleuchtung: dezent und stimmungsvoll. So plant die Stadt mit zwei großen Tannenbäumen am Marktplatz – einer am Haus Uptmoor, der 2. auf Höhe des Nyhuis-Neubaus. Geschmückt werden diese mit Kugeln und neuen LED-Lichterketten. Die Fußgängerzone bekommt zusätzlich zu den bekannten Herrnhuther Sternen voluminösere Grüngirlanden, ebenfalls mit LED-Technik.

„Die alten Girlanden sind abgängig. Deshalb tauschen wir sie aus und können so unseren Strombedarf erheblich reduzieren. Gleiches gilt für die neuen Lichterketten und alle anderen Neuanschaffungen“, sagt Stadtmarketing-Referentin Anne Nußwaldt, die sich gemeinsam mit dem Bauamt und der Beschaffungsabteilung um die neue Weihnachtsbeleuchtung kümmert. Bereits 2021 habe man einen Großteil der alten Sternschweife an den Straßenlaternen gegen neue Stern- und Kranzmotive ausgetauscht. „Im Gegensatz zu 2020 haben wir unseren Stromverbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung so von 6800 Kilowattstunden auf fast die Hälfte reduzieren können.“

Geänderte Einschaltzeiten

Finanziert werden sollen die Neuanschaffungen laut Mitteilung über das landesweite Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“. Die Förderzusage aus Hannover steht aktuell noch aus, die Beschaffung läuft allerdings bereits. „Schließlich beginnen wir in wenigen Wochen bereits mit dem Schmücken der Innenstadt“, erklärt Nußwaldt.

Die größte Veränderung dürften die Besucher der Stadt vermutlich bei den Einschaltzeiten bemerken. Brannte die Weihnachtsbeleuchtung bisher morgens von 6 bis 9.30 Uhr und wieder ab 15.30 Uhr bis Mitternacht, ist als Betriebsdauer 2022 die Zeit lediglich zwischen 16 und 22 Uhr geplant. Alles in allem bringen diese Planungen weitere Einsparungen von 1500 Kilowattstunden – etwas mehr als der Jahresverbrauch eines Ein-Personen-Haushaltes.

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