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Löffel, Lolli, Nasenabstrich: Eltern beklagen neue Testpraxis

Familien mit Kindergartenkindern müssen sich auf eine andere Testvariante umstellen. Das kommt nicht überall gut an. Eine Alternative gibt es aber nicht, sagen die Behörden.

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Symbolfoto: dpa

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Löffeltest, Lollitest, Nasenabstrichtest: In den Kindergärten im Landkreis Vechta ist jetzt die dritte Corona-Test-Variante im Einsatz. Sehr zum Ärger einiger Eltern, die vor allem die Durchführung des Nasenabstrichs bei ihren Kindern als Zumutung empfinden, berichten Mütter OM Online. 

Tatsächlich aber sei der Poc-Antigen-Schnelltest nach einem Nasenabstrich derzeit alternativlos, sagen Eva-Maria Dorgelo vom Landkreis Vechta und Frank Beumker vom Landkreis Cloppenburg. Die Löffeltests, die einst von den Kommunen im Landkreis Vechta auf eigenen Antrieb bereitgestellt worden waren, seien nur unter der Bedingung zugelassen gewesen, dass geschultes Personal sie anwende. Dann habe das Land die Bestellung und die Weitergabe der Tests an alle Kindergärten in Niedersachsen übernommen. Es habe sich für die Lollitests entschieden; ebenfalls ein Selbsttest.

Sonderzulassung für Lollitests ist ausgelaufen

Diese hatten eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die indes sei nicht verlängert worden. Was nicht zugelassen sei, könne und dürfe vom Land auch nicht in Umlauf gebracht werden, erklärt Dorgelo. Daher seien nun die Nasentests im Einsatz; seit Oktober übrigens schon. Wenn dies jetzt erst auffalle, hänge das möglicherweise mit Restbeständen zusammen, die noch aufgebraucht worden seien. Das sei vom Land ausdrücklich gestattet worden, sagt Frank Beumker. 

Einfluss auf das Verfahren haben die Landkreise nicht, betonen Dorgelo und Beumker. Jetzt allerdings auf das Testen zu verzichten, weil es in Kindergärten keine Pflicht ist und der Nasenabstrich aufwendiger scheine, sei gefährlich. "Da für Kinder im Kindergartenalter aktuell noch keine Impfmöglichkeit besteht, ist das regelmäßige Testen erforderlich, um das Infektionsrisiko für die anderen Kinder zu minimieren", schreibt Dorgelo. Damit Kindergärten sichere Orte seien, sei Solidarität nötig. "Das regelmäßige Testen ist (...) die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer vollständigen Schließung."

Ohnehin seien die Rückmeldungen aus der Elternschaft zu den Tests geteilt gewesen, berichtet Beumker. "Lollitests werden wegen der einfacheren Anwendung bevorzugt. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass die Ergebnisse der Lollitests nicht so zuverlässig sind wie die der Nasenabstrichtests." Es gebe daher auch Stimmen aus der Elternschaft, die die Nasenabstrich-Variante bevorzugen.

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