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Löninger schicken Hilfstransport nach Satu Mare in Rumänien

Die Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Vitus Löningen unterstützen mit ihrer Hilfsaktion die Arbeit von Schwester Hanni Rolfes. Rund 20 Helfer verladen verschiedene Hilfsgüter an der Gutenbergschule.

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Ein Teil des Helferteams: Die Organisatoren Gertrud Möller und Aloys Eick (Mitte, oben) werden insgesamt von rund 20 Ehrenamtlichen unterstützt. Foto: Wienken

Ein Teil des Helferteams: Die Organisatoren Gertrud Möller und Aloys Eick (Mitte, oben) werden insgesamt von rund 20 Ehrenamtlichen unterstützt. Foto: Wienken

Die Pfarrgemeinde St. Vitus Löningen hat in den Herbstferien wieder einen Hilfstransport nach Satu Mare in Rumänien vorbereitet. Denn die Caritas-Zentrale in Satu Mare, in der auch Schwester Hanni Rolfes tätig ist, ist nach wie vor auf Spenden angewiesen. "Anders als in den vergangenen Jahren sind die Sachspenden in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. So, wie es aussieht, haben wir ein Drittel weniger Hilfsgüter sammeln können als noch im vergangenen Jahr", meint Aloys Eick, einer der Organisatoren der Aktion. Dies sei wohl unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Bürger im Frühjahr vor allem die ukrainischen Geflüchteten unterstützt oder für die Flutopfer im Ahrtal gesammelt hätten. Dementsprechend hätten viele Spender keine oder nur sehr wenige Hilfsgüter auf Lager.

Insgesamt 20 Helferinnen und Helfer beluden dafür einen 40-Tonner, der auf dem Busbahnhof der Gutenbergschule stand. Haushaltsgegenstände, Hygieneartikel, aber auch Kleidung, Spielzeug und Schulbedarf wurden unter anderem verladen. "Wir führen unsere Hilfsaktion für die Rumänien-Hilfe grundsätzlich immer in den Herbstferien durch. Schließlich brauchen wir einen Ort, an dem wir die gespendeten Hilfsgüter zwischenlagern können. Da bietet sich das verwaiste Schulgebäude an", erklärt Gertrud Möller, Vorsitzende der Frauengemeinschaft Löningen und Mitorganisatorin der Aktion. 

Nachdem die Sachspenden fachgerecht auf dem Lkw verstaut wurden, machte sich der Wagen auf den Weg von Deutschland über Polen und Tschechien nach Rumänien in den Nordwesten des Landes. Über 16 Stunden und insgesamt 1571 Kilometer legt der Wagen dafür zurück. "Eigentlich ist es sinnvoller, über Österreich zu fahren, allerdings fallen über diese Strecke auch sehr hohe Mautgebühren an, die wir lieber vermeiden wollen", sagt Aloys Eick. Grundsätzlich werde die Tour von der Caritas in Rumänien koordiniert sowie auch die Verteilung der Hilfsgüter.

Rumänien-Hilfe besteht mittlerweile seit über 40 Jahren

"Es ist schön, dass wir mit Schwester Hanni ein bekanntes Gesicht vor Ort haben, sodass wir den Spendenwilligen auch immer versichern können, dass ihre Unterstützung zu 100 Prozent bei den Menschen ankommt, die wirklich am dringendsten Hilfe benötigen", betont Gertrud Möller. Es sei eigentlich kaum vorstellbar, dass es in einem Land mitten in Europa noch derartige Armut und Hilfsbedürftigkeit gebe, aber das sei in Satu Mare der Fall, so Möller. Daher seien auch Güter wie Waschmittel und Seife oder Hygieneartikel, wie Windeln oder Zahncreme dringend notwendig. 

Die Rumänien-Hilfe in Löningen besteht mittlerweile seit über 40 Jahren. "Ria Mastall und Annemarie Horstmann sind die ursprünglichen Initiatorinnen des Projekts. Vor Ort in Rümänien kümmert sich Schwester Hanni Rolfes um die Verteilung der Hilfsgüter. Die Kirchengemeinde St. Vitus unterstützt die Arbeit der gebürtig aus Löningen stammenden Schwester seit vielen Jahren. Hanni Rolfes kümmert sich mit der Caritas sowohl um arme und bedürftige Senioren als auch um Kinder und Jugendliche – vor allem der Sinti und Roma. Die 100.000 Einwohner große Stadt Satu Mare liegt im Nordwesten Rumäniens an der Grenze zu Ungarn.

Info: Interessierte, die die Rumänien-Hilfe unterstützen möchten, können außerdem auf das Konto der Pfarrgemeinde St. Vitus mit der IBAN DE20 28065061 000 7501903 (bei der Volksbank Löningen) spenden.

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