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Lob für "kollektives Stadtgedächtnis"

Der Heimatverein veröffentlicht eine neue Ausgabe der "Löninger Blätter". Enthalten sind wieder zahlreiche lesenswerte Beiträge.

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Erinnerungsfoto: Im November 1969 feierte die 1919 gegründete „Landwirtschaftliche Winterschule“ das Jubiläum ihres 50-jährigeen Bestehens. . Fotos: Archiv  Heimatverein

Erinnerungsfoto: Im November 1969 feierte die 1919 gegründete „Landwirtschaftliche Winterschule“ das Jubiläum ihres 50-jährigeen Bestehens. . Fotos: Archiv Heimatverein

Die schwierige, weil fast komplett ruhende Vereinsarbeit thematisiert Paul Mastall als Vorsitzender des Heimatvereins in der jüngsten Ausgabe des Mitteilungsblattes des Vereins, den „Löninger Blättern“. Er freue sich, dass in diesen Zeiten ohne Veranstaltungen wie Mühlentag, Ausstellungen, Adventsfeier oder Weihnachtsmarkt die Verantwortlichen zeigten, dass sie aktiv im Sinne der Mitglieder und für sie seien.

Die Ausgabe Nummer 56 ist durch eine Fülle unterschiedlicher Themen und Beiträge und auch vielen Fotos von mehr als einem Dutzend Autoren gekennzeichnet. In der Reihe „Löninger Gaststätten und Hotels“ schreibt Bernd Stegemann über die Geschichte seines Elternhauses seit 1981 nach dem Ende des traditionsreichen Löninger Saalbetriebs und Versammlungsstätte. An die alte Lindenallee und die Neugestaltung 1955 erinnert Günther Frerker in Wort und Bild.

Wissenswertes: In den Beiträgen über Herkunft und Bedeutung von Straßennamen erinnert Bernhard Willoh an den früheren Gemeindevorsteher und Landtagsmitglied August Burlage.Wissenswertes: In den Beiträgen über Herkunft und Bedeutung von Straßennamen erinnert Bernhard Willoh an den früheren Gemeindevorsteher und Landtagsmitglied August Burlage.

Über Geschichte und Bedeutung der zunächst nur von Jungen aus dem Alten Amt Löningen und den angrenzenden Gemeinden besuchten „Landwirtschaftlichen Winterschule“ informiert Bernhard Willoh. Wie der Name andeutet, wurde nur von November bis Anfang April der Menge der anfallenden Arbeit auf den Höfen folgend, Unterricht für angehende Landwirte erteilt.   Über 50 Jahre VfL-Tennisabteilung berichtet Uli Kirchner mit Dutzenden Bildern. Burkhard Stürmer schreibt über die südoldenburgische Schweinezucht-Anstalt in Elbergen. Titelgeschichte ist ein Beitrag zum Kriegsende vor 75 Jahren als Löningen kurz, aber heftig „Frontstadt“ wird.  

Erfolgreiche Reihe: Die von Bernd Holt begonnene Geschichte der Gaststätten und Hotels setzt Bernd Stegemann mit einem Bericht über  die letzten 15 Jahre Gastronomie in seinem Elternhaus fort.Erfolgreiche Reihe: Die von Bernd Holt begonnene Geschichte der Gaststätten und Hotels setzt Bernd Stegemann mit einem Bericht über die letzten 15 Jahre Gastronomie in seinem Elternhaus fort.

Seit 30 Jahren präsentiert der Verein die vom damaligen Vorsitzenden Uwe Kumpmann gestartete Materialsammlung zur Heimatgeschichte, in der viele verschiedene Autoren die unterschiedlichsten Aspekte der Vergangenheit und Gegenwart in den fünf Vierteln und der Wiek Löningen und ihrer handelnden Akteure darstellen. Mastall lobt das große Engagement insbesondere seines Vorgängers und von Ulli Kirchner, der mehr als 50 Ausgaben gestaltet und in die nötige Form gebracht habe. Er freue sich, dass mit Heike Ahlers eine Frau vom Fach diese Aufgabe inzwischen übernommen habe und Andrea Willen und Bernd Stegemann ihn in der Redaktionsarbeit und der Themenfindung tatkräftig unterstützten.

Bürgermeister hofft, dass Hefte bald zusammengefasst werden

Lob gebühre auch den Autoren für ihre häufig mit viel Arbeit und Recherche verbundenen Beiträgen. Mastall nennt hier unter anderem Heinrich Hillmann. Bernhard Willoh und auch Bernd Stegemann sowie Bernd Holt. Lob für diesen  Teil der Arbeit des Vereins gibt es von Bürgermeister Marcus Willen. Die „Löninger Blätter“ hätten sich zum kollektiven Gedächtnis der Stadt entwickelt und sorgten dafür, dass durch die regelmäßigen Veröffentlichungen viel Wissenswertes für die Nachwelt erhalten werde. Wenn Geschichte nur in einer Generation für eine neue Stadtchronik aufgeschrieben werde, drohe zu viel verlorenzugehen, so der Bürgermeister. Er hoffe, dass die einzelnen Hefte im Din-A-4 Format bald in zwei Bänden als Buch zusammengefasst  werden. Er glaube, dies Angebot würde auf großes Interesse stoßen.

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