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Lkw-Unfälle sorgen am Donnerstag für erhebliche Behinderungen am Ahlhorner Dreieck

Die Autobahn blieb für Reinigung und Bergung bis in die Nacht zu Freitag gesperrt. Es gab Staus auf der A1, A29 und B213. Mittlerweile rollt der Verkehr wieder. (Update 6.30 Uhr).

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Foto: Nonstopnews

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Bei zwei aufeinanderfolgenden Lkw-Unfällen auf der Autobahn 1 am Ahlhorner Dreieck wurden am Donnerstag mehrere Menschen verletzt, ein Lkw-Fahrer schwer. Die Polizei berichtete von mehreren Hunderttausend Euro Sachschaden. Die Autobahn war am Donnerstag bis Mitternacht voll gesperrt.

Bereits nach dem ersten Unfall am Mittag kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen auf der A29 und der B213. Auf- und Abfahrten waren gesperrt. Die Auffahrt der A29 zur A1 war gesperrt. Die B213 war als Umleitungsstrecke komplett überlastet. Es kam zu Staus von mehreren Kilometern Länge.

Aufwändige Bergungsarbeiten

Bei dem ersten Unfall war ein 51-jähriger Lastwagenfahrer gegen 11.30 Uhr ungebremst in das Stauende vor einer Tagesbaustelle gefahren. Das berichtete die Autobahnpolizei Ahlhorn am Donnerstagnachmittag. Das Stauende lag demnach im Bereich der Gemeinde Emstek. "Nach Zeugenaussagen fuhr er mit seinem Zug ungebremst auf", berichtet die Polizei. Der 51-Jährige erlitt wie durch ein Wunder nur Schnittwunden, obwohl die Fahrerkabine durch den Aufprall stark beschädigt wurde.

Der am Ende des Staus stehende Lastwagen wurde durch den Auffahrunfall ebenfalls schwer beschädigt. Dessen 41-jähriger Fahrer wurde durch den Aufprall ebenfalls nur leicht verletzt.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Der stark beschädigte Lastwagen am Ende des Staus hatte seifen- und ölhaltige Flüssigkeiten geladen. Ein Teil ergoss sich auf die Fahrbahn und musste beseitigt werden. Die Polizei rechnete zunächst mit einer Vollsperrung bis in die Nachmittagsstunden. Den Unfallschaden schätzen die Beamten auf rund 120.000 Euro.

Lkw kracht ungebremts auf Wohnmobil

Wegen des ersten Unfalls kam es zu einem noch größeren Stau – und einem weiteren Unfall. Gegen 17.20 Uhr krachte ein vollbeladener Lkw ungebremst in das Stauende. Der Laster schob ein Wohnmobil beiseite und kollidierte mit einem rollenden Pkw.

Durch die Wucht des Aufpralls drangen die Stahlplatten auf der Ladefläche die Bordwand und schoben sich zwischen Fahrerkabine und Fahrgestell. Die Platten drückten die Fahrerkabine nach vorne – drangen aber nicht durch das Blech.

Der Sattelzug wurde durch den Unfall vollständig zerstört. Foto: Autobahnpolizei AhlhornDer Sattelzug wurde durch den Unfall vollständig zerstört. Foto: Autobahnpolizei Ahlhorn

Der Fahrer des Sattelzugs konnte die völlig zerstörte Fahrerkabine schwer verletzt verlassen. Die Insassen des Wohnmobils, ein Ehepaar aus Hagen im Alter von 62 und 65 Jahren, erlitt leichte Verletzungen – auch ihr Hund konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen. Die beiden 43 Jahre alten Insassen des Pkw, ein Ehepaar aus dem märkischen Kreis, kam ebenfalls mit leichten Verletzungen davon. Rettungswagen brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser.

Für die aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten mit einem Bergekran hatte die Straßenmeisterei Holdorf die Autobahn ab der Anschlusstelle voll gesperrt. Die Arbeiten dauerten laut Angaben der Polizei vom Freitagmorgen Mitternacht. Erst dann konnte die Sperrung aufgehoben werden. Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Laderampe kracht auf die Fahrbahn der A1

Ein weiterer Unfall kurz hinter dem Ahlhorner Dreieck sorgte bereits in den Vormittagsstunden für Verkehrsbehinderungen in Fahrtrichtung Osnabrück. Wie die Autobahnpolizei Ahlhorn berichtet, hatte sich zwischen den Anschlussstellen Cloppenburg und Vechta beim Anhänger eines Kleintransporters die Laderampe gelöst. Die Rampe krachte auf die Fahrbahn. Eine dahinter fahrende Frau aus Bremen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen. Die 64-Jährige blieb unverletzt. Ihr Ford wurde aber derart stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste.

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