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Lisa Voßmann aus Halen ist Bundesschülerprinzessin

Der Heimsieg krönte den Bundesjungschützentag in Emstek, zu dem mehrere Tausend Nachwuchsschützen gekommen waren. Für die gastgebenden St.-Paulus-Schützen war es ein organisatorisches Meisterstück.

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Bundesschülerprinzessin: Lisa Voßmann (mit Maskotchen) setzte sich mit der maximalen Ringzahl durch. Foto: Thomas Vorwerk

Bundesschülerprinzessin: Lisa Voßmann (mit Maskotchen) setzte sich mit der maximalen Ringzahl durch. Foto: Thomas Vorwerk

Ein Drehbuch hätte man kaum spannender schreiben können: Als am Samstag die neuen Majestäten auf dem Bundesjungschützentag in Emstek verkündet wurden, war mit Lisa Voßmann von den St. Georg Schützen aus Halen eine Jugendliche aus der eigenen Gemeinde unter den Würdenträgern. Mit dem Maximum von 30 Ringen hatte sie sich am Nachmittag gegen die Konkurrenz durchgesetzt und wurde Bundesschülerprinzessin. Entsprechend groß war der Jubel, der im Festzelt entbrannt. Dutzende Fotos wurden von der jungen Regentin im Kreise ihrer Vereinskameraden und mit den Vertretern vom Bund der St. Sebastianus Schützenjugend gemacht.

Es war der perfekte Abschluss des 1. Wettkampftages, der in die große Zeltfete mit Live-Musik und Chartstürmern vom DJ mündete, nachdem hinter den Jugendlichen abwechslungsreiche Stunden lagen. Über 200 von ihnen hatten das Angebot genutzt, und sich für die Fahrten zum Tierpark Thüle, zum Kletterwald oder zum Schwimmbad nach Cloppenburg angemeldet. Ihnen wurden am Morgen von den freiwilligen Helfern die Lunchpakete gepackt, aber auch in der Aula der Oberschule wurden die Gäste aus sechs Diözesen von vielen Unterstützern versorgt. "Insgesamt haben wir 250 Helfer aus vielen örtlichen Vereinen und Gruppen", erklärte Matthias Hermes aus dem Emsteker Orga-Team gegenüber der Redaktion.

900 Übernachtungsgäste gab es an drei Standorten

Und die beaufsichtigten die Spielstraße, kümmerten sich um den reibungslosen Verlauf der Schießwettbewerbe, die Emstek und Höltinghausen ausgetragen wurden, waren Ansprechpartner bei Wegbeschreibungen und betreuten die 900 Übernachtungsgäste, die ihre Luftmatratzen an drei Standorten aufgepustet hatten. Dass parallel auch die Herbstkirmes mit verkaufsoffenem Sonntag gefeiert wurde, dürfte unterm Strich als Bereicherung gesehen werden. Der Seniorennachmittag und der Laternenumzug fügten sich wunderbar in das Schützentreiben ein.


Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk
Foto: Vorwerk

Und das besteht nicht nur aus dem gekonnten Umgang mit dem Gewehr. In der Sporthalle zeigten die Fahnenschwenker ihr Können. Eine Sportart, die im Oldenburger Münsterland nicht so verbreitet ist wie im Rheinland und vielleicht auch deshalb von den Besuchern beachtet wurde. Zu Marsch- und Walzerklängen gab es Kür und Pflicht, wurden Einzelchoreografien gezeigt und Synchron-Wettbewerbe in der Mannschaft vorgeführt. Wie bei allen sportlichen Wettbewerben lagen auch dort Freud und Leid dicht beieinander. Strahlende Gesichter gab es nach den geglückten Vorträgen zu sehen, aber auch Tränen über den eigenen Patzer, obwohl man sich über Wochen und Monate auf die Darbietung vorbereitet hatte.

Fast 20 Musikkapellen begleiteten die Schützen

Beim großen Umzug am Sonntag mit mehreren Tausend Schützen und fast 20 Musikkapellen wurde deutlich, wie vielfältig das Schützenwesen ist. Und das ist auch auf die Gemeinschaft insgesamt zu übertragen, denn wie am Wochenende von verschiedenen Seiten immer wieder betont wurde, hat das Miteinander den größten Stellenwert. Es werden Kontakte geknüpft und entstehen Freundschaften, die weit über das Vereinsleben hinaus gepflegt werden.

Synchron: Die Fahnenschwenkerwettbewerbe beeindruckten in der Sporthalle. Foto: Thomas VorwerkSynchron: Die Fahnenschwenkerwettbewerbe beeindruckten in der Sporthalle. Foto: Thomas Vorwerk

Dem Umzug war das Festhochamt vorangegangen, in dem die neuen Majestäten Bundesschülerprinzessin Lisa Voßmann, Bundesbambiniprinz Simon Bensch (Bruderschaft St. Sebastianus Stolberg Stadtmitte; Diözese Aachen) und Bundesprinzessin Annika Kroppmann (Bruderschaft St. Helena Xanten; Diözese Münster) proklamiert wurden. Weitere Wettbewerbe und Siegerehrungen schließen sich am Nachmittag an, bevor die teils langen Heimreisen angetreten wurden. Denn die St. Sebastianus Schützenjugend, die 30.000 Mitglieder zählt, erstreckt sich über sechs Diözesen von Trier und Aachen, Köln und Essen bis nach Paderborn und Münster.  

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