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Linderns Oberschüler bereiten den Nikolausmarkt vor

Die Organisation liegt seit 1986 maßgeblich bei der Schule. Am Sonntag (27. November) will sie die Besucher auf dem Marktplatz erneut mit einem großen Angebot überraschen.

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Hand in Hand: Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Markt tagelang vor. Foto: G. Meyer

Hand in Hand: Die Schülerinnen und Schüler bereiten den Markt tagelang vor. Foto: G. Meyer

Dass Jungen freiwillig Kränze flechten, ist eher selten. Linderns Oberschüler bildeten in dieser Woche die rühmliche Ausnahme. Mit Feuereifer schlüpften sie in die Rolle von Floristen, galt es doch, den Nikolausmarkt am Sonntag (27. November) mit ausreichend Adventsschmuck zu bestücken.

Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich die Schule um die Organisation des Marktes. "Los ging es mit einer Bratwurstbude", erinnert sich Schulleiterin Petra Wodke-Schmeier. Viel Zeit zum Reden hat sie nicht, denn auch sie ist beim Kranzbinden voll mit dabei. Inzwischen arbeiten Schule, Gemeinde und der eigens für den Markt gegründete Nikolausverein eng zusammen. Auch einige örtliche Betriebe sitzen mit im Boot. An 6 Buden sollen die Artikel angeboten werden. Hinzu kommen weitere Imbiss- und Getränkestände. Auf ein Karussell müssen die Kinder in diesem Jahr verzichten – der Betreiber ist anderweitig unterwegs. Dafür werden sie in einem großen Spielezelt Spaß und Abwechslung finden, versprechen die Macher des Marktes. 

Der Markterlös soll in Schulprojekte fließen

Die Schule hatte sich 2 Tage lang in eine große Werkstatt verwandelt. In den Räumen wurde gebastelt, gebacken und getöpfert. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich in Gruppen aufgeteilt. Während einige Wachs zerhackten, um daraus Christbaumschmuck zu gießen, kreierten andere Kerzenständer mit Linderner Motiven. Der Einsatz der Schüler für den Markt sei etwas ganz Besonderes, betont Wodke-Schmeier. "Wir haben ihn deshalb auch als Leuchtturmprojekt zur Erlangung des Gütesiegels angemeldet." 

Lecker: Die Schülerinnen backen auch Plätzchen.  Foto: G. MeyerLecker: Die Schülerinnen backen auch Plätzchen.  Foto: G. Meyer

Die Zeit drängt allerdings, denn rechtzeitig zur Eröffnung am Sonntagnachmittag muss die Budenstadt auf dem Marktplatz fertig sein. Beim Aufbau der Hütten helfen die Schüler selbstverständlich mit. Schulsozialarbeiterin Denise Hahnheiser hob auch den Anteil der Grundschul-Eltern hervor, die den Kuchen für das Café in der Ratsklause backen. Um 14.30 Uhr wird der Markt vom Grundschulchor eröffnet. Danach beginnt der Verkauf, wobei sich Schüler und Eltern den Budendienst teilen. Gegen 17 Uhr verteilt der Nikolaus Stutenkerle an die Kinder. Außerdem gibt es Waffeln, Punsch, Glühwein und Bratwurst.  Der Musikverein spielt adventliche und weihnachtliche Stücke.

Der Markterlös soll zur Finanzierung von Schulprojekten eingesetzt werden. "Es ist unglaublich, zu welchen Leistungen eine Schulgemeinschaft fähig ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen", erklärt Wodke-Schmeier. Dazu gehört auch die Integration von rund 40 ukrainischen Schülerinnen und Schülern, die ihr Heimatland infolge des russischen Angriffskrieges mit ihren Familien verlassen haben. "Im Verhältnis zu unserer Größe haben wir vergleichsweise viele Geflüchtete aufgenommen", bestätigt Denise Hahnheiser. Das sei mehr oder weniger geräuschlos gelungen. Und natürlich beteiligten sich auch die jungen Ukrainerinnen und Ukrainer an den Vorbereitungen für den gemeinsamen Markt.


Fakten:

  • Der Nikolausmarkt beginnt am Sonntag (27. November) um 14.30 Uhr auf dem Marktplatz in Lindern.
  • Um 17 Uhr wird dort der Nikolaus erwartet.
  • Der Kunst- und Kulturverein Lindern bietet auf dem Markt Theaterabokarten  für Kinder von 5 bis 10 Jahren an.  Den Auftakt bildet ein Gastspiel der Winterbühne Ahmsen am 28. Januar. Gespielt wird „Das Dschungelbuch 2“. Geplant sind auch eine „Märchenstunde“ mit Conny Sandfoß (19. März 2023) und weitere Theateraufführungen im Juni und im  November 2023.
Gelungen: Der Christbaumschmuck muss nur noch bemalt werden. Foto: MeyerGelungen: Der Christbaumschmuck muss nur noch bemalt werden. Foto: Meyer

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