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Lindern investiert in Tourismus und kulturelle Angebote

Die Linderner haben rund 40 Bewerbungen internationaler Künstler für das 11. Kunst- und Kulturfest erhalten. Auch der Fahrrad-Tourismus soll mithilfe des Heimatvereins gefördert werden.

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Eine Sehenswürdigkeit in der Gemeinde: An der Hermelingsmühle in Liener soll eine Objekttafel mit Hörstation installiert werden. Foto: Wienken

Eine Sehenswürdigkeit in der Gemeinde: An der Hermelingsmühle in Liener soll eine Objekttafel mit Hörstation installiert werden. Foto: Wienken

Die Gemeinde Lindern bereitet sich auf die 11. Kunst- und Kulturwochen vor. Vom 1. bis zum 17. September 2023 wollen die Organisatoren unter dem Motto "Landschaft, Kultur und Mensch" verschiedene Kunstschaffende im Ort begrüßen. Darüber hinaus soll es auch wieder ein internationales Bildhauersymposium geben.

"Die Kulturwochen werden mit Sicherheit wieder richtig toll. Mittlerweile sind bei uns rund 40 Bewerbungen internationaler Künstler eingegangen. Daran merkt man, sobald die richtigen Kanäle angezapft werden, läuft es", erklärte Thomas Lüken, der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters auf der Ausschusssitzung für Jugend, Kultur und Sport. Die internationale Ausschreibung sei unter anderem über die sozialen Netzwerke und über zwei Künstlerportale im Internet verbreitet worden und habe dort ein breites Interesse auf sich gezogen.

Die Mitglieder des Vorbereitungsausschusses für die Kunst- und Kulturwochen hätten am 1. November für die Planung der Veranstaltungen zum ersten Mal getagt, berichtete Lüken weiter. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport, Vertretern der Grund- und Oberschule, privaten Kunstinteressierten aus der Gemeinde sowie Volkmar Grigull als künstlerischem Leiter zusammen.

Heimatverein erhält eine Förderung von 2000 Euro

"Für die Umsetzung der Veranstaltung wollen wir natürlich auch unsere örtlichen Vereine mit ins Boot holen. Dafür sind wir bereits in einem ersten Anschreiben an die Vorstände herangetreten. Da gab es bislang allerdings noch wenig Rückmeldungen", sagte Thomas Lüken. Bisher habe es nur ein erstes 'Zucken' gegeben, aber der Vertreter von Bürgermeister Karsten Hage gehe fest davon aus, dass sich die Beteiligung der Linderner Vereine in den kommenden Monaten noch steigern werde.

Neben den Kunst- und Kulturwochen, die turnusgemäß alle 4 Jahre stattfinden – zuletzt war es 2019 soweit – standen außerdem einige Förderanträge der Vereine auf dem Programm. So bat etwa der Heimatverein Lindern mit seinem Vorsitzenden Helmut Künnen um eine finanzielle Unterstützung von 2000 Euro. Mithilfe der Förderung der Gemeinde wollen die Heimatfreunde acht Objekttafeln mit Hörstationen an Sehenswürdigkeiten im Gemeindegebiet errichten. 

"Von der EWE-Stiftung haben wir eine Zusicherung von 10.000 Euro erhalten. Wir würden uns daher freuen, wenn sich auch die Gemeinde an dem Projekt beteiligt", betonte Helmut Künnen. Auf den Tafeln könne man einige Informationen zur Geschichte der Sehenswürdigkeiten finden. Ein ähnliches Projekt gebe es auch in der Nachbargemeinde Lastrup.

Unternehmen Culture Call unterstützt die Heimatfreunde

So könnten die Tafeln zum Beispiel bei der Hermelingsmühle in Liener oder beim Dorfmuseum aufgestellt werden. Über ihr Smartphone haben Besucher dann die Möglichkeit, eine Tonspur mit Informationen abzuspielen. Diejenigen, die kein Smartphone besitzen, können die Tonspur über eine kostenlose Telefonnummer erreichen.

Für die Umsetzung des Projektes arbeite der Heimatverein mit der Firma Culture Call zusammen. Das Unternehmen hat sich mit seiner Culture-App auf digitales Sightseeing beziehungsweise "Sighthearing" spezialisiert. "Ich finde, das Projekt des Heimatvereins ist unterstützenswert, gerade im Hinblick darauf, dass wir in Lindern das Angebot der Gästeführung ausbauen wollen. Außerdem kommt es dem wachsenden Fahrrad-Tourismus im Oldenburger Münsterland entgegen", erklärte Ratsfrau Sarah von Grönheim. Entsprechend sprachen sich die Ratsmitglieder einstimmig für die Bewilligung der Förderung aus.

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