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Lichterfahrt in Molbergen und Lastrup rückt Landwirtschaft in den Blickpunkt

Die Organisatoren Oliver Sandmann und Stefan Grol wollen ein Zeichen für die Probleme der Landwirtschaft setzen. Unterstützt werden sie von den KLJB-Orstgruppen aus Lastrup, Peheim und Molbergen.

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Zogen die Blicke auf sich: Viele Zuschauer – wie hier in Molbergen – bestaunten die Trecker und den entsprechenden Schmuck. Foto: Landwehr

Zogen die Blicke auf sich: Viele Zuschauer – wie hier in Molbergen – bestaunten die Trecker und den entsprechenden Schmuck. Foto: Landwehr

"Wenn der Bauer will, steht Deutschland still", "Ohne uns gehen die Lichter aus", "Ohne Landwirte kein Weihnachtsessen" oder durchaus sarkastisch: "Ist der Bauer ruiniert, wird das Essen importiert". So lauteten Parolen an den weihnachtlich geschmückten Treckern oder Lastwagen bei der 2. Lichterfahrt, die dieses Mal in Lastrup startete und über Ermke, Molbergen, Grönheim, Peheim, Dwergte und zurück ins Molberger Gewerbegebiet führte. Mit über 80 Fahrzeugen war sie deutlich größer, aber auch deutlich politischer als noch zur Premiere im vergangenen Jahr.

"Wir teilen eure Sorgen, die ihr in euren Botschaften herübergebracht habt. Es ist wichtig, dass ihr Zeichen setzt", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsmitglied Christoph Eilers am Rande de der Aktion. Hintergrund der Lichterfahrt sind die Probleme, mit der die Landwirtschaft zu kämpfen hat. Die Erzeugerpreise seien weiterhin so niedrig, dass viele Landwirte in Existenznot gerieten.

Ein Ziel der Parade sei es deshalb, dass auch die Zuschauerinnen und Zuschauer ihr Einkaufsverhalten überdenken. "Wir wollen eine Lebensmittelversorgung für das Land sicherstellen. Das geht nur gemeinsam. Achtet darauf, was ihr kauft. Kauft regional oder lokal", appellierten die Organisatoren Oliver Sandmann und Stefan Grol, die von den KLJB-Ortsgruppen aus Lastrup, Peheim und Molbergen unterstützt wurden.

Aufgereiht: Am Unnerweg in Lastrup starteten die Fahrzeuge ihren Lichterumzug. Foto: LandwehrAufgereiht: Am Unnerweg in Lastrup starteten die Fahrzeuge ihren Lichterumzug. Foto: Landwehr

Die Verantwortlichen sehen aber auch Probleme beim Transport und in der Nahrungsversorgung der Tiere und hatten deshalb die Lichterfahrt unter das Motto „Landwirtschaft-Transport-Nahrungsmittel – Ein Funke Hoffnung – Ohne Bauern geht es nicht“ gestellt.

"Die Fahrt klappte reibungslos. Lediglich in Lastrup war es auf der Wallstraße ein wenig eng, da dort wegen eines Gottesdienstes viele Autos parkten. Besonders in Molbergen und Grönheim standen viele Zuschauer, die es sich teilweise an kleinen Feuern mit Glühwein, Bier und Grillwurst gemütlich gemacht hatten", erzählte der Resthauser Landwirt Bernhard Schürmann jr., der als Teilnehmer die Fahrt miterlebt hatte. In Ermkerfeld hatten die Einwohner zudem beim Platz an der Bushaltestelle ein kleines Dorffest organisiert und so in lockerer, gemütlicher Runde auf das Kommen der langen Treckerschlange gewartet. Imposant war das Bild, als sich die 79 Trecker, drei Lkw und ein Bus auf der neuen Gewerbefläche an der Straße "Zum Gewerbegebiet" in zwei Reihen aufreihten.

Bürgermeister Witali Bastian dankte den Organisatoren für ihre Arbeit. "Es ist toll, was ihr auf die Beine gestellt habt." Bastian kritisierte, dass es so viele bürokratische Hindernisse geben würde, um eine einfache Idee auch umsetzen zu können. Auch Christoph Eilers lobte die Initiatoren. "Ich bin begeistert. Ihr habt das letzte Jahr deutlich getoppt." Außerdem unterstützte er die Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. "Der ländliche Raum lebt von eurer Arbeit. Es ist wichtig, dass ihr Zeichen setzt, zumal ihr auch noch Gutes tun wollt."

Während der Abschlussveranstaltung – offizielle Vertreter der Landwirtschaft fehlten – riefen die Organisatoren zu einer Spende für die Therapeutische Reitgruppe Löningen auf, die dem Reha-Sportverein Löningen angeschlossen ist und von Andrea Pahl geleitet wird.

Geehrt: Den Organisatoren Kai Sommermann (von links) Stefan Grol und Oliver Sandmann dankten Bürgermeister Witali Bastian, Christoph Eilers (MdL) sowie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Hermann Südhoff. Foto: LandwehrGeehrt: Den Organisatoren Kai Sommermann (von links) Stefan Grol und Oliver Sandmann dankten Bürgermeister Witali Bastian, Christoph Eilers (MdL) sowie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Dr. Hermann Südhoff. Foto: Landwehr

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