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Lesemarathon: Schüler lassen sich nicht bremsen

1400 Euro haben Grundschüler in Kampe unter Familien und Freunden gesammelt. Das Geld kommt dem guten Zweck zugute.

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Freuen sich über Erfolg: Claudia Grave und ihre Schüler haben 1400 Euro beim Lesemarathon gesammelt.  Foto: Grave

Freuen sich über Erfolg: Claudia Grave und ihre Schüler haben 1400 Euro beim Lesemarathon gesammelt.  Foto: Grave

Corona hat dem 14. Lesemarathon an der Grundschule Kampe im Dezember zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt sich eine Woche lang Tag für Tag etwas gegenseitig vorzulesen, war nach zwei Tagen wegen der Schulschließung Schluss. Doch die Schüler und ihre Lehrerin Claudia Grave ließen sich nicht ausbremsen.

Sie setzten die Aktion im Januar fort. Der Klassenraum war abgedunkelt. In der Mitte leuchtete ein Kranz und jedes Kind hatte ein selbst gestaltetes Windlicht auf seinem Tisch. Das Kind, das mit dem Vorlesen an der Reihe war, hatte eine Leselampe zur Verfügung. Die Kerzen sorgten für eine gemütliche Stimmung, während die Kinder aus dem Buch von Barbara Wendelken „Oskar und die falschen Weihnachtsengel“ vorlasen.

Kinderhospiz und Südafrika profitieren von Geld

Obwohl diesmal keine externen Zuhörer zuhören durften, klingelten am Ende 1400 Euro in der Kasse, denn die Schüler sammelten privat bei Freunden, Familienangehörigen und Nachbarn, die gern für den guten Zweck spendeten.

Die Kinder hatten sich für zwei Projekte entschieden, die sie unterstützen möchten: das Kinderhospiz Löwenherz in Syke und arme Kinder in Südafrika. Das Kinderhospiz Löwenherz ist ein Ort für schwerkranke Kinder, die dort zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern bis zu zwei Wochen bleiben können. Die Familienangehörigen werden für einige Zeit von der täglich anstrengenden Pflege entlastet und können eine schöne Zeit miteinander verbringen, um anschließend gestärkt und mit neuer Kraft nach Hause zurückzukehren.

Auswirkungen der Pandemie in Südafrika gravierender

Die Beziehungen zu Süd-Afrika kam über Lehrerin Claudia Grave zustande. Ein befreundetes Pastorenehepaar aus Durban hilft dort mit dem Spendengeldern hilfsbedürftigen Kindern. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind bei den armen Menschen in Südafrika viel gravierender als bei uns in Deutschland“, erklärt sie. Unterstützt wurde zum einen ein sogenanntes Babyhaus mit Windeln und Milchpulver, eine Schule erhielt Schulbücher und Essen für die Kinder und einige mittellose Familien wurden finanziell unterstützt.

„Wir freuen uns, dass wir trotz Corona-Beschränkungen einen erfolgreichen Lesemarathon erleben konnten. Mit ihm wurde die Leseleistungen meiner Schüler gefördert und die Kinder haben gelernt, dass durch ihren Einsatz vielen benachteiligten Menschen geholfen wird“, resümiert Claudia Grave.

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